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Competence Update Mai.

 

So sehr die großen Provider auch Cloud Services per Klick propagieren – das klappt kaum so einfach. Anwenderunternehmen brauchen klare Digitalisierungskonzepte, solide Beratung und Fachleute, die präzise passende Lösungen anbieten oder entwickeln können. Bestes Beispiel: der Multicloud-Wildwuchs. Hier steht in den Unternehmen der – unterstützte! – Wandel zu integrierten Hybrid Clouds an. Außerdem ist derzeit gut zu beobachten, wie sich die Rolle des CIO ändert: Auch er wird mehr kompetente Unterstützung gebrauchen können.

Ransomware trifft sieben von zehn Unternehmen.

Ransomware wird zur Massenplage. In den vergangenen Monaten waren fast drei Viertel der Unternehmen Opfer von Ransomware-Attacken. Unterm Strich stimmt das die Untersuchung von SentinelOne dennoch zuversichtlich.

Einer Studie des Endpoint-Security-Spezialisten SentinelOne zufolge wurden 70 % der Unternehmen in Deutschland 2017 Opfer eines Ransomware-Angriffs – und das im Schnitt mehr als sechsmal. Im Vergleich zum Vorjahr ist eine deutliche Zuspitzung zu erkennen. Damals gab nur knapp die Hälfte der Befragten an, innerhalb eines Jahres Opfer eines Ransomware-Angriffs gewesen zu sein. Beliebtestes Ziel sind weiterhin Mitarbeiterdaten.

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Schwächstes Glied bleiben die Mitarbeiter.

Mitarbeiter sind die Einfallstore erfolgreicher Ransomware-Attacken. 44 % der Befragten gaben Nachlässigkeit seitens der Mitarbeiter als Grund für das Eindringen an. Die häufigsten Angriffsvektoren: Phishing über E-Mail und Social Media. Aber auch der unzureichende Einsatz von Antiviruslösungen trägt oft dazu bei, dass Unternehmen Opfer von Ransomware werden.

 

 

Nicht-zahlen-Empfehlung ignoriert.

Immer noch gehen – trotz Abraten von Polizei und Sicherheitsexperten – viele Unternehmen auf die Forderungen der Erpresser ein. Drei von zehn Unternehmen zahlten die geforderte Summe immer oder einige Male. Der Haken an der Sache: Selten genug bewirkt die Zahlung auch die Entschlüsselung der Daten. Das mussten ganze 61 % der Unternehmen schmerzlich erfahren – bei einem Drittel wurden die Daten nach Zahlung sogar veröffentlicht. 45 % erhielten nach dem ersten Geldtransfer außerdem weitere Lösegeldforderungen.

 

 

Positiv betrachtet …

Eine gute Sache haben die Ransomware-Angriffe dennoch: 71 % der Betroffenen erhöhten ihre Ausgaben für IT-Sicherheit, und 44 % wollen Maßnahmen zur Risikominimierung ergreifen. Deutsche Sicherheitsexperten sehen insofern positiv in die Zukunft und sind zuversichtlich, dass Ransomware-Angriffe zukünftig besser abgewendet werden. Besonders der Wechsel von traditionellen Antiviruslösungen auf fortschrittliche Endpunkttechnologie stimmt die Experten optimistisch.

 

Quelle: netzpalaver.de, Ralf Ladner, 27.03.18; Bildquelle: SentinelOne

Der Mittelstand holt sich Digitalisierungshilfe.

Digitalisierung ist ein komplexes Thema. Deswegen wundert es kaum, dass immer mehr mittelständische Betriebe sich Hilfe von Experten ins Haus holen. Die Zahl der Projekte steigt ebenfalls.

 

Eine Bitkom-Studie zeigt: Unterstützung wird gerne in Anspruch genommen, wenn es um die Digitalisierung geht. Der Untersuchung zufolge haben 28 % der mittelständischen Unternehmen bereits die Hilfe von Externen in Anspruch genommen, und weitere 15 % planen die Einbindung externer Berater. Im Vorjahr waren es nur 21 %.

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Immer weniger Verweigerer.

Gänzlich auf externe Unterstützung wollen 56 % der deutschen Unternehmen verzichten. Das sind deutlich weniger als im Vorjahr. Damals wollten noch 72 % der Unternehmen auf eigene Faust klarkommen. Der Trend zeigt also eindeutig, dass die Expertise externer Berater dem Mittelstand eine große Hilfe ist. Bitkom Präsident Achim Berg erklärt den Anstieg so: „Die Unternehmen verstärken Maßnahmen zur Digitalisierung. Gerade wenn es nicht nur um die Digitalisierung von Geschäftsprozessen, sondern um die Entwicklung völlig neuer digitaler Geschäftsmodelle geht, kann Expertise von außen sehr hilfreich sein.“

 

 

Die Tendenz geht zu fachkundiger Hilfe.

Auffällig bei der Untersuchung von 505 Unternehmen: Kleinere Unternehmen zwischen 20 und 49 Mitarbeitern schreckten vor diesem Schritt bislang noch zurück, wollen aber in Zukunft vermehrt auf Hilfe zurückgreifen. Nur knapp 20 % der kleinen Unternehmen nahmen bislang Hilfe in Anspruch, bei Unternehmen mit 50 bis 499 Mitarbeitern waren es 32 %. Größere Unternehmen sind da deutlich offener, was das Einbinden externer Berater betrifft. Über 50 % der Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern haben bereits Unterstützung in Anspruch genommen. Umgekehrt wollen nur 29 % der großen Unternehmen künftig auf Externe zurückgreifen. Dafür sind aber satte 68 % der kleinen Unternehmen bereit, zukünftig externe Berater ins Haus zu holen.

 

Quelle: silicon.de, Martin Schindler, 09.03.18; Bildquelle: Bitkom

Mit dedizierten Teams gelingt der digitale Wandel.

Wie lässt sich die digitale Transformation meistern? Laut EDEN-Studie mit dedizierten Teams. Dabei sind aber nicht nur Digitalspezialisten gefragt, sondern auch die Fachabteilungen.

 

Dass der digitale Wandel keine einfache Aufgabe ist, sollte jedem klar sein. Essenziell sind zunächst die Erfassung und die Identifizierung der Bereiche, in denen digitalisiert werden kann. Mit interdisziplinären und abteilungsübergreifenden Teams kann dies besonders gut gelingen, so die EDEN-Studie von techconsult und The Group of Analysts (TGOA). Solche Teams aus Business-, Daten- und Softwarespezialisten gehen die Analyse der Prozesse am besten an – natürlich strukturiert und mit Plan.

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Fachabteilungen mitnehmen.

Bei der Umsetzung von Digitalisierungsvorhaben müssen sich die Teams ganz ihrer Aufgabe widmen können, müssen also von den Erfordernissen des Tagesgeschäfts befreit werden. Nur so lassen sich neue Perspektiven gewinnen und unkonventionelle Lösungen entwickeln. Trotz allem: Die Fachabteilungen gehören frühzeitig mit eingebunden. Denn nur so lässt sich die digitale Transformation auch tatsächlich umsetzen. Teams abteilungsübergreifend zusammenzusetzen, ist dabei ein logischer Schritt.

 

 

Digitalisierung ist nicht nebenher machbar.

Bislang haben knapp 50 % der Unternehmen dedizierte Teams gebildet, um die digitale Transformation im eigenen Unternehmen voranzutreiben. Das zeigt, dass vielen Firmen klar ist, wie wichtig solche konzentrierten Gruppen für die digitale Transformation sind. Allerdings zeigt sich auch: Die andere Hälfte der Unternehmen hat noch nicht erkannt, dass Digitalisierung nicht nebenher umgesetzt werden kann.

 

Quelle: techconsult.de, Henrik Groß, 04.04.18; Bildquelle: techconsult

Bis zur Hybrid Cloud ist noch viel zu tun.

Die Hybrid Cloud, die Kombination von eigenen Ressourcen und Public Cloud ist das, was die IT-Strategen anstreben. Doch die Realität sieht anders aus. Multiclouds dominieren die Unternehmenslandschaft.

 

Acht von zehn Unternehmen setzen unterschiedliche Cloud-Umgebungen ein. Diese Multiclouds sind für CIOs nicht das Wahre, vor allem deshalb, weil die IT-Prozesse zwischen den Infrastrukturen oft nicht formalisiert oder integriert sind. Einer Umfrage von 451 Research im Auftrag von NTT Com und Dell EMC zufolge wünschen sich CIOs allerdings eine Hybrid Cloud.

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Warum gerade die Hybrid Cloud?

Wenig überraschend sind sich die knapp 1.500 befragten Führungskräfte einig, wo die Vorteile von Cloud-Applikationen liegen: höhere Agilität und niedrigere Kosten. Auf der anderen Seite sehen sich CIOs mit einer Vielzahl an Berechtigungen und Prozessen konfrontiert. Knapp zwei Drittel der Befragten verfügen bereits über eine formale Strategie oder eine Pilotanwendung für die Hybrid Cloud.

 

Compliance und Sicherheit sind die ausschlaggebenden Argumente für die Hybrid Cloud. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Speicherort, den Datenschutzregelungen und Gesetze vorgeben. Auch die Auslagerung von Legacy-Workloads ist ein entscheidender Aspekt der Cloud-Einführung. Zentral für ein hybrides Vorgehen schätzt ein Viertel der Unternehmen auch die Migration, das Onboarding und das Management von Cloud-Workloads – Unterstützung von Drittprovidern natürlich inbegriffen.

 

 

Azure Stack trifft den Nerv der Zeit.

Bemerkenswert: Die Hälfte der CIOs will Hybrid Clouds auf Basis von Azure Stack nutzen. Das Microsoft-Produkt eignet sich laut Aussagen der Befragten besonders für Legacy-Umgebungen. Mit Azure Stack lassen sich diese Legacy-Umgebungen ergänzen oder mithilfe eines Service Providers gänzlich auf As-a-Service-Betrieb umstellen.

 

ZUM STUDIEN-DOWNLOAD

 

 

Quelle: com-magazin.de, Mark Schröder, 20.03.18; Bildquelle: NTT Communications

Investitionssicherheit geben erst Security-Experten.

Der Bedarf an Sicherheitsexperten wächst und wächst. Aber woher die nötige Cybersecurity-Expertise nehmen und nicht stehlen? Wie eine Studie von Capgemini zeigt, klafft zwischen Angebot und Nachfrage eine große Lücke.

 

Für den Bericht „Cybersecurity Talent: The Big Gap in Cyber Protection“ befragte Capgemini mehr als 1.200 leitende Angestellte und analysierte die Stimmung von mehr als 8.000 Cybersecurity-Mitarbeitern in sozialen Medien. Die Autoren kommen zu dem Ergebnis: Mehr als zwei Dritteln der Unternehmen fehlen Cybersecurity-Fachleute.

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Eine Cybersecurity-Lücke von 15 %.

Dem gegenüber steht eine deutlich geringere Verfügbarkeit der gesuchten Fähigkeiten in den Unternehmen. Auf 43 % mit vorhandener Cybersecurity-Expertise kommen 68 % mit Mangel. Zum Vergleich: Bei Analytics beträgt der Unterschied nur 13 %. Dazu sagt Dr. Paul Lokuciejewski, Leiter Security Consulting bei Capgemini: „Diese große Lücke im Bereich Cybersecurity hat sehr konkrete Auswirkungen auf Organisationen in allen Bereichen. Monate statt Wochen auf der Suche nach geeigneten Kandidaten zu verbringen, ist nicht nur ineffizient, sondern birgt auch ein größeres Risiko für Cyberangriffe. Führungskräfte müssen dringend neu überdenken, wie sie Talente anwerben und binden, insbesondere wenn sie den Nutzen aus Investitionen in die digitale Transformation maximieren wollen.“

 

Zum Studien-Download 

 

 

Quelle: security-insider.de, Peter Schmitz, 12.03.18; Bildquelle: Capgemini

Multiclouds im Kostenblindflug kommen teuer.

Die Multicloud ist längst Realität: Viele Unternehmen setzen auf mehr als einen Cloud-Anbieter. Das kann zu Kosteneinsparungen führen, aber in bestimmten Fällen auch zu Kostenerhöhungen.

 

Einer Studie des amerikanischen Softwareherstellers BMC zufolge setzen 45 % der global befragten Unternehmen aus Kostengründen auf mehr als einen öffentlichen Cloud-Anbieter. Weitere Gründe liegen in der Flexibilität (44 %) und der Risikominimierung (40 %).

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Komplex, riskant und ungewusst.

Aber mit dezentralisierten Multicloud-Umgebungen wächst auch die Angriffsfläche – mit unter Umständen am Ende höheren Kosten. Besonders problematisch: 40 % der befragten IT-Manager wissen gar nicht, wie viel ihr Unternehmen für Cloud-Dienste insgesamt ausgibt.

 

Dass Multicloud-Lösungen hochkomplex sind, haben immerhin acht von zehn Befragten erkannt. Einig sind sie sich auch darin, dass neue Herangehensweisen und Werkzeuge benötigt werden. Ein Beispiel für eine solche Herangehensweise: mithilfe künstlicher Intelligenz die Probleme der Multicloud-Verwaltung lösen.

ZUM REPORT

 

 

Quelle: blog.wiwo.de, Michal Kroker, 06.02.18; Bildquelle: BMC

Die neue Rolle des CIO (Teil 1).

Im digitalen Zeitalter müssen viele Regeln neu geschrieben werden. Das betrifft auch die Rolle des Chief Information Officers im Unternehmen. Wie sie aussieht und welche Chancen der Wandel bietet, beschreibt Gerald Münzl in der jüngsten Ausgabe von Trend.Abgescannt.

 

Viel wurde schon in Sachen Digitalisierung erreicht, doch nur für wenige CIOs ist sie bisher sehr erfolgreich. Auch in Deutschland setzen 42 % der Unternehmen bereits Digitalisierungsprojekte um.

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Zunehmender Einfluss des CIO.

Dabei stehen die Chancen, dass der CIO seine digitale Vision umsetzen kann, gar nicht so schlecht. Denn seine Position scheint im Zuge der rasch fortschreitenden Digitalisierung gefestigt. Und noch besser: Der Einfluss auf die Unternehmensstrategie dürfte weiter zunehmen. Schon jetzt ist ein Großteil der CIOs in die Entwicklung und Gestaltung der Unternehmensstrategie involviert. Für eine wirksame und nachhaltige Strategie braucht es daher CIOs mit Führungsstärke oder gar einen völlig neuen CIO-Typus, denn die Anforderungen werden künftig noch größer.

 

 

Die Anforderungen sind klar.

Die Erwartungen der Unternehmensspitze an den CIO lassen sich vereinfacht so ausdrücken: durch intelligente IT-Nutzung die Produktivität des Unternehmens insgesamt steigern. Das gelingt dem CIO, indem er die Potenziallücke zwischen der tatsächlichen Produktivität und der Produktivitätsreserve minimiert. Der Ausbau der Digitalisierung steht ganz oben auf der Liste. Dazu sollen CIOs diejenigen Themen vorantreiben, bei denen Resultate bereits erfolgreich umgesetzter Digitalisierungsprojekte genutzt werden können, zum Beispiel die Entwicklung neuer, innovativer IT-Produkte und Services.

 

 

Service schafft Handlungsfreiheit.

Leider haben CIOs oft nicht genügend Freiräume, um die Prioritäten rund um digitale Transformation, Innovation, Agilität, Cyber Security und Total Customer Experience umzusetzen. Für knapp 80 % der von Capgemini befragten CIOs steigt aber die Komplexität der IT-Landschaft durch die Digitalisierung stark an. Und die Mehrheit verbringt die meiste Zeit mit dem alltäglichen IT-Management. Auf der Strecke bleiben dann die Innovationen.

 

Abhilfe schaffen kann die Zusammenarbeit mit Dienstleistern, die die unternehmensweite IT übernehmen und so die nötigen Freiräume für die Umsetzung von Digitalisierungsinitiativen und die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle schaffen.

 

Quelle: Bechtle Portfoliomanagement, Gerald Münzl, 31.03.18; Bildquelle: Capgemini