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Als NetApp-Experte im Silicon Valley

Von André Schmitz | 13.11.2018

Vor wenigen Wochen brach ich unverhofft zu einem Abenteuer auf. NetApp lud mich nach Amerika ein. Was als „Workshop“ betitelt war, stellte sich als großartige Aufgabe an der NetApp University heraus. Eine einmalige Möglichkeit, bei der ich unglaubliche Erfahrungen machen konnte…

Alles begann mit einer unschuldigen E-Mail von Petya Stefanova. Ihre Frage: „André, hast du Lust an einem NetApp Workshop in den USA teilzunehmen?“ Nicht irgendwo, sondern in Durham, North Carolina, im Research Technology Park von NetApp.

 

Nach kurzem Nachdenken war klar: „Ja, will ich.“ Also fragte ich meinen Vorgesetzten, Bernd Heinle, und der sagte quasi: „Hau ab, natürlich fährst du dahin.“ Das Dahin änderte sich schon wenige Tage später. Aus Durham wurde Sunnyvale. Aus North Carolina wurde Kalifornien. Mit anderen Worten: Silicon Valley. Wahnsinn. Meine erste Reise in die USA und dann gleich ins Mekka der IT.

 

Die Reise? All inclusive.

 

Aber wie war ich überhaupt zu dieser Ehre gekommen? Als Mitglied im NetApp United Programm hielt mich Petya Stefanova für qualifiziert genug als Subject Matter Expert an der NetApp University mit anderen Experten zusammen neue Prüfungen zu entwickeln. Das war also nicht nur irgendein Workshop, sondern eine ganz besondere Aufgabe, die nur wenigen weltweit zuteilwird. Mit einem Wort: „Wow!“

 

NetApp buchte die Flüge und das Hotel, stellte einen Mietwagen zur Verfügung und organisierte auch das komplette Drumherum. All inclusive. Jetzt fehlte nur noch ein gültiger Reisepass. Dank Express Option konnte ich dieses Problem binnen vier Tagen lösen. Nicht einmal zwei Wochen später ging es los. Ab nach San Francisco. Vor der Arbeit stand das Vergnügen: Stefan Assler, ebenfalls NetApp United Mitglied und bei dem Bechtle Distributionspartner ALSO in der Schweiz beschäftigt, und ich hatten ein wenig Zeit für Sightseeing. Was das für zwei ITler beim Premierenbesuch in der Bay Area bedeutete, brauche ich wohl nicht auszuführen: Wir schossen vor wirklich jeder Firmenzentrale Bilder.

 

Vom Bildermacher zum Fragenmacher

 

Tags darauf wurde es ernst. Ich war ja nicht im Urlaub. Jeder Teilnehmer sollte für die Prüfung zum NetApp Certified Hybrid Cloud Administrator zwölf Fragen erstellen. Nicht im Alleingang, sondern im Team. Mindestens sechs Teilnehmer mussten eine Frage genehmigen, ehe sie zugelassen wurde. Bei der Erarbeitung der Fragestellung sollten uns sechs Punkte leiten

  • Ist die Frage kongruent?
  • Ist die Frage relevant?
  • Ist es ein 3-Foot-Fence?
  • Haben wir plausible Distraktoren?
  • Beantworte die Frage selber!
  • Diskutiert die Frage!

 

Der gesamte Prozess wurde von einem sogenannten Psychometriker begleitet. Er beschäftigte sich intensiv mit den erarbeiteten Fragen; vor allem mit folgenden Themen:

 

  • Wie nimmt der Prüfling die Fragen wahr?
  • Kann der Prüfling anhand der Schreibweise die richtige Antwort zu schnell erkennen?
  • Ist der Satzbau zu komplex?

Mit seiner Hilfe wurden ab Tag drei in Sunnyvale alle Fragen evaluiert. 174 Fragen wurden mit Bezug auf unsere sechs Kriterien auf den Prüfstand gestellt. Jeweils für drei Minuten. Konnte in diesen 180 Sekunden kein Konsens über den Inhalt und die Richtigkeit der Frage erzielt werden, wurde die Frage zurückgewiesen und musste neu geschrieben werden. Zehn meiner Fragen ereilte dieses Schicksal. Wir alle feilten an Formulierungen und Szenarien, überarbeiteten und verbesserten.

 

Am darauffolgenden Tag wurden sie erneut geprüft. Ganz wichtig dabei: Für die richtige Antwort war immer eine offizielle NetApp Referenz anzugeben. Nichts wird dem Zufall überlassen. Am fünften und letzten Tag waren wir soweit – die Fragen für die Prüfung zum "NetApp Certified Hybrid Cloud Administrator", die unter der Prüfungsnummer NS0-300 zur NetApp Insight im Oktober in Las Vegas veröffentlich wird, wurden final zusammengestellt und abschließend ihr Schwierigkeitsgrad eingeordnet.

 

Für mich gingen damit fünf spannende, intensive, unglaubliche, vielleicht einmalige Tage zu Ende. Ich bin stolz bei diesem Projekt dabei gewesen zu sein und habe die Zeit im Silicon Valley genossen. Zum krönenden Abschluss der Reise wurden wir von NetApp zu den touristischen Hotspots San Franciscos gefahren, um den Abend dann mit einem Essen im Pier 39 ausklingen zu lassen. Mit Blick auf Alcatraz. Einmal mehr: „Wow!“