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DEP & VPP - Intelligente Nutzung der Apple Bereitstellungsprogramme

Von Matthias Beck | 13.01.2017

Mit den beiden Bereitstellungsprogrammen Device Enrollment Programm (kurz: DEP) und Volume Purchase Programm (kurz: VPP) bietet Apple Unternehmen zwei wertvolle Werkzeuge, die den Roll-out der Endgeräte und die Installation von Applikationen sowohl für den Anwender, als auch für den Administrator sehr einfach gestalten.

Beide Programme sollen nachfolgend kurz beleuchtet werden. Im anschließend verlinkten Video können Sie beide Programme und deren Vorteile für den Unternehmenseinsatz in einer Live-Demo sehen.

 

Device Enrollment Programm

 

Mit DEP können vorab registrierte Geräte mit den Betriebssystemen Apple iOS und Apple macOS bereits bei der ersten Inbetriebnahme an ein Mobile Enterprise Managementsystem angebunden und für den jeweiligen Benutzer personalisiert konfiguriert werden.

 

Hierbei wird die Seriennummer des Geräts beim Aktivierungsvorgang abgeglichen. Im Falle dessen, dass es sich bei dieser um eine für DEP registrierte Seriennummer handelt, kann die Kommunikation des Geräts anschließend an die Managementlösung geleitet werden, so dass die für dieses Gerät oder für diesen Nutzer definierten Einstellungen und Applikationen auf dem Gerät angewandt und installiert werden.

 

Darüber hinaus ermöglicht es DEP iOS Geräte in den "supervised mode", den betreuten Modus, zu setzen. Der betreute Modus stellt zusätzliche Schnittstellen zur Verwaltung zur Verfügung, die nur für Geräte im "supervised mode" genutzt werden können. So können beispielsweise vor- oder nachträglich installierte Apps ausgeblendet oder ohne Zutun des Anwenders auf dem Gerät installiert werden. Letzteres bedingt die Nutzung von Apple VPP, auf das im nachfolgenden Abschnitt eingegangen wird.

 

Die Geräte müssen nicht mehr durch die zentrale IT vorkonfiguriert oder durch den Nutzer nach der Inbetriebnahme mit dem Managementsystem verbunden werden. Der Roll-out findet "out of the box" statt und reduziert den manuellen Aufwand für den Administrator und den Anwender auf ein Minimum. Im nachfolgend verlinkten Video zeigen wir Ihnen den einfachen Roll-out eines Apple iOS-Geräts aus dem Werkszustand und weisen auf die Anforderungen für DEP hin.

 

Volume Purchase Program

Mit dem Programm zur App Volumenlizenzierung, dem Volume Purchase Program, haben Unternehmen und Bildungseinrichtungen die Möglichkeit, zentral eine große Anzahl von App-Lizenzen für iOS und macOS zu erwerben. Diese können anschließend via verschiedener Verteilmethoden an die Anwender oder an die Geräte verteilt werden.

 

Neben der Lizenzierung von kostenfreien Applikationen – warum diese trotzdem "erworben" werden sollen, klärt sich gleich – können selbstverständlich auch Applikationen lizenziert werden, die einen gewissen Betrag kosten. Als Zahlungsmöglichkeiten stehen, neben der Zahlung via Kreditkarte, auch die Möglichkeit zur Bezahlung via Handyrechnung (O2 / Vodafone) oder via Guthaben zur Verfügung. Das Guthaben kann zuvor bei einem zertifizierten Apple Partner, wie Bechtle, erworben werden. Der Vorteil: Die Bildungseinrichtung oder das Unternehmen erhalten eine Rechnung über den gewünschten Betrag, können diesen intern ordnungsgemäß verrechnen und die zu verteilenden Applikationen zentral erwerben.

 

Die Verteilung der Apps erfolgt via Mobile Enterprise Management System. Apps können entweder einer AppleID oder einer Seriennummer zugewiesen werden. Erfolgt die Zuweisung an eine AppleID, so spielt es keine Rolle, ob es sich hierbei um eine Firmen- oder eine private AppleID handelt. Einer der größten Vorteile der Volumenlizenzierung ist der, dass das Unternehmen Eigentümer der Applikation bleibt. Zugewiesene Applikationen können zurückgerufen werden, um diese beispielsweise einem neuen Mitarbeiter zuzuweisen. Die App muss nicht erneut erworben werden.

 

Seit iOS 9 können Applikationen, die via VPP erworben und verteilt werden, nun auch einer Seriennummer zugewiesen werden. Somit muss für die Installation der Applikation keine AppleID auf dem Gerät angemeldet oder gar vorab erstellt werden. Befindet sich das Gerät im "supervised mode", so muss die Installation der Applikation am Gerät nicht bestätigt werden – diese wird via "silent install" auf dem Gerät aufgebracht. Dadurch kann jegliche Art von Applikationen, auch die bereits erwähnten kostenfreien Apps, nach vorheriger Lizenzierung ohne AppleID auf den Unternehmensgeräten installiert werden.