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Datacenter 06.03.2020

Update - VMware Lizenzierung per Core.

Zum 2. April 2020 ändert VMware das Lizenzmodell, welches bisher auf physischen Sockeln basierte, in ein Core Modell. Betroffen sind CPUs, welche mehr als 32 physische Cores besitzen. Hyper-Threading wirkt sich nicht auf die Anzahl der physischen Cores aus und wird daher nicht als Lizenzgrundlage genutzt. Welche Auswirkungen die Umstellung auf Ihr Business hat, erfahren Sie in diesem Blog...

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Michael Kind
Team Lead & Senior Sales Consultant VMware Software Solutions EMEA

Die Lizenzierung bleibt weiterhin ein pro-Sockel/CPU-Ansatz, benötigt aber für CPUs mit mehr als 32 physischen Kernen eine weitere CPU-Lizenz.

 

Für Bestandskunden und deren Lizenzbestand, oder Lizenzkäufen vor dem 30. April 2020 gewährt VMware kostenfreie Lizenzen, falls bereits VMware-Lösungen auf Systemen mit mehr als 32 Cores eingesetzt werden. Aufgrund der aktuell am Markt verfügbaren CPUs, sind von dieser Änderung aktuell nur wenig Kunden betroffen.

 

Das neue Lizenzmodell im Detail.

Die Umstellung des Lizenzmodells betrifft nicht nur die vSphere Produkte, sondern alle Produkte, welche aktuell per CPU lizenziert werden. Darunter beispielsweise vSAN, NSX, CloudFoundation sowie die vRealize Suite und deren Einzelprodukte. Ihr Ansprechpartner bei Bechtle berät Sie gerne.

 

Häufige Fragen.

Wie wirkt sich die Änderung in der Praxis aus?

Kunden, die CPUs mit mehr als 32 physischen Kernen einsetzen, benötigen zukünftig eine zusätzliche Lizenz.

 

Die folgende Tabelle zeigt einige Beispiele:

CPUs/Cores

Bisherige Lizenzierung

Zukünftige Lizenzierung

1 CPU, 28 Kerne

1 Lizenz

1 Lizenz (da nicht > 32 Cores)

1 CPU, 48 Kerne

1 Lizenz

2 Lizenzen (da > 32 Cores)

2 CPUs, 32 Kerne

2 Lizenzen

2 Lizenzen (da nicht > 32 Cores je CPU)

2 CPUs, 48 Kerne

2 Lizenzen

4 Lizenzen (da > 32 Cores je CPU)

 

Welche Kunden sind betroffen?

Kunden, die Lizenzen vor dem 2. April 2020 gekauft haben, sind von der Änderung nicht betroffen. Das neue Lizenzmodell greift lediglich für Lizenzkäufe ab dem 2. April 2020. Werden im Bestand befindliche Lizenzen jedoch am oder nach dem 2. April 2020 per Upgrade / Update auf ein neues Major Release (beispielsweise vSphere 7.0) angehoben, tritt das neue Lizenzmodell in Kraft. VMware gewährt jedoch eine Übergangsfrist. In dieser kann jeder betroffene Kunde zusätzliche kostenfreie Lizenzen anfordern. Diese Regel greift natürlich nur für den Fall, dass bereits CPUs mit mehr als 32 Cores im Einsatz sind.

 

Welcher Prozess muss in diesem Fall eingehalten werden?

Betroffene Kunden müssen im My VMware Portal ein Ticket eröffnen und folgende Angaben einpflegen:

  • Anzahl der Kerne pro CPU, die Menge der betroffenen CPUs.
  • Eine Liste der VMware Produkte, für welche zusätzliche Lizenzen benötigt werden sowie die entsprechende Anzahl der nun benötigten Lizenzen.
  • Einen Nachweis über den Erwerb eines Servers mit CPUs größer 32 Kernen.
  • Die Genehmigung und damit verbundene Bereitstellung der Lizenzen kann bis zu 15 Werkstage in Anspruch nehmen.

Gerne unterstützen Sie unsere Software Spezialisten bei diesem Prozess.

 

Folgende Punkte sind zu beachten, falls kostenfreie Lizenzen beantragt werden:

  • Der Server und die VMware-Lizenzen müssen vor dem 30. April 2020, 23:59 Uhr PST U.S., erworben werden.
  • Das Ticket im MyVMware Portal, zur Beantragung zusätzlicher Lizenzen, muss vor dem 29. Januar 2021, 23:59 Uhr PST U.S. eingereicht werden. Eine Rechnung / ein Kaufbeleg zum Erwerb des Servers vor dem 30. April 2020 muss ebenfalls eingereicht werden.
  • Die betroffenen Lizenzen müssen unter aktivem Support and Subscription (SnS) stehen.
  • Sobald die kostenfreien Lizenzen zur Verfügung gestellt wurden und eine Verlängerung der bestehenden Supportverträge (SnS) ansteht, fließen die kostenfreien Lizenzen in die Verträge ein und verursachen zusätzliche Support-Kosten (Der Lizenzbestand wurde durch diese Lizenzen entsprechend vergrößert).