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Modern Workplace 27.09.2019

Fünf Mythen zum Modern Digital Workplace.

Was macht einen modernen Arbeitsplatz aus? Arbeitsplatz der Zukunft, Modern Workspace, Modern Workplace, Digital Workplace – ist das alles dasselbe? Und wie geht das eigentlich: Modern Digital Workplace. Wir räumen in diesem Blog mit den fünf am weitesten verbreiteten Mythen rund um das Thema auf.

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Mythos 1: Der moderne Arbeitsplatz ist eine Weiterentwicklung des Status Quo.

„Das elektrische Licht wurde nicht durch eine Weiterentwicklung der Kerze erfunden“. Ähnlich ist es auch beim Thema Modern Workplace. Es handelt sich hierbei um einen Paradigmenwechsel: Der Modern Digital Workplace muss für Unternehmen zum Teil ihrer Digitalisierungsstrategie werden. Modernes Arbeiten bedeutet, dass Nutzer innerhalb des Unternehmens genauso zusammenarbeiten können, wie außerhalb des Unternehmens – und intelligente Werkzeuge diese Arbeitsweise bestmöglich unterstützen. Dabei müssen die Themen Vernetzung, Cloud und Security neu gedacht werden.

 

Mythos 2: Das Wichtigste sind die Geräte.

Die alten Geräte gegen neue, moderne austauschen – und fertig ist der Modern Workplace? So einfach ist es nicht. Letztlich kommen die Devices ganz zum Schluss. Im Fokus stehen die Vorbereitung und der Kulturwandel. Unternehmen, die ein umfangreiches Modern-Workplace-Konzept einführen möchten, müssen im ersten Schritt ein gemeinsames, abteilungsübergreifendes Verständnis für den Modern Workplace als Teil der Digitalisierungsstrategie entwickeln.

 

Danach können sie den Status Quo in ihrer Organisation beleuchten. Folgende Fragen stehen dabei im Fokus:

  • Wie kommunizieren wir heute und morgen?
  • Wo sind bereits moderne Cloud-Lösungen im Einsatz?
  • Wo müssen Legacy-Anwendungen weiter betrieben werden?
  • Welche Lösungen sind heute im Einsatz?

Durch das Formulieren eines stringenten Zielszenarios, ist eine Soll-Ist-Analyse möglich, die als Grundlage für ein Konzept dient. Die Beschaffung neuer Devices spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Viel wichtiger ist es, Devices, Applikationen und Tools zu integrieren, um diese effizient und sicher nutzen zu können.

 

 

Mythos 3: Modern Workplace ist ein IT-Projekt.

Der Modern Workplace ist weit mehr als ein IT-Projekt. Modernes Arbeiten bedingt ein Umdenken in vielerlei Hinsicht. Die Anforderungen von Anwendern, Fachabteilungen und des Managements müssen ebenso im Fokus stehen, wie die Herangehensweise an die IT-Security. Darüber hinaus braucht es einen kulturellen Wandel hin zu flachen Hierarchien und agilen Arbeitsweisen sowie ein anderes Verständnis von Kommunikation und Datenaustausch. All das führt dazu, dass das Projekt Modern Workplace strategisch aufgesetzt werden muss – IT, Management und Anwender müssen an einen Tisch, wenn es gelingen soll.

 

Mythos 4: Modernes Arbeiten geht auch ohne Cloud Services.

Die Cloud ist ein wichtiger Bestandteil des modernen Arbeitsplatzes. Durch die permanente Vernetzung in Verbindung mit Cloud Services und dem damit verbundenen Austausch von Daten entstehen die eigentlichen Mehrwerte des Modern Workplace: effizientere Arbeitsweisen, einfachere Zusammenarbeit und schnellerer Austausch. Das heißt nicht, dass klassische Lösungen obsolet werden. Vielmehr befinden sich Unternehmen in verschiedenen Phasen: Es gibt gerade in gewachsenen Unternehmen oftmals Legacy-Technologien, die weiter betrieben werden müssen. Hier eignen sich hybride Lösungen in Form von Virtualisierung. Andere Unternehmen sind schon gänzlich in die Cloud migriert – je nachdem gibt es für verschiedenen Ausganssituationen unterschiedliche Lösungen.

 

Mythos 5: IT-Security hat nichts mit Modern Workplace zu tun.

Für den wirklich modernen Arbeitsplatz muss das Thema IT-Security völlig neu gedacht werden, denn klassische Methoden greifen hier zu kurz. Security muss dort ansetzen, wo sich die Daten befinden. Deshalb sind beispielsweise Firewalls keine vollumfängliche Lösung. Eine klassische Herangehensweise der Abschirmung des Unternehmens von außen – mit der Annahme, dass alles außerhalb potenziell gefährlich und alles innerhalb sicher ist – eignet sich nicht länger. Denn eine „Mauer“ in Form von Firewalls um das Unternehmen zu ziehen, führt zu erheblichen Latenzen: Werden Technologien wie VPN genutzt, gehen wir erst in  die abgeschirmte Unternehmensumgebung zurück und danach wieder hinaus in das Internet. Aber die aktuellen Anforderungen finden außerhalb des abgeschirmten Unternehmens statt. Mobile Geräte ermöglichen das Arbeiten von überall. Die Identität wird zum neuen Perimeter. Anwender wollen sich einfach und sicher von überall authentifizieren und auf Daten und Anwendungen zugreifen können. Sicherheit muss genauso modern gedacht werden, wie das Arbeiten.

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Jens Käsbauer
Communications und Content Specialist

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