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Microsoft 08.10.2019

Microsofts neue Surface-Sinfonie.

„Niemand kann eine Sinfonie flöten. Es braucht ein Orchester, um sie zu spielen“ lautet ein Zitat von Halford E. Luccock. Microsofts neues Surface-Hardware-Orchester wurde vor wenigen Tagen von CEO Satya Nadella und Chief Product Officer Panos Panay vorgestellt. Was Microsoft dabei darbot, klingt nach Berliner Philharmoniker und öffnet in Bezug auf modernes und produktives Arbeiten das Tor zu neuen Welten. In diesem Blog finden Sie einen Überblick über die neuen Geräte. Am Mittwoch folgt ein zweiter Blog, der die neuen Möglichkeiten in einen Kontext setzt.

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Surface Laptop.               

Zu Beginn der Veranstaltung zeigte Microsoft das Surface Laptop der dritten Generation. Neben der bisherigen 13-Zoll-Variante wurde eine 15-Zoll-Variante in das Produktportfolio aufgenommen. Neu ist zudem eine Version mit einem reinen Aluminium-Gehäuse. Dieses steht nun neben den mit Alcantara bezogenen Modellen. Diese Neuerung ist ein Angebot an die Business-Kunden, die zuvor aus Angst vor Verschmutzung und geringer Haltbarkeit vom Kauf eines Surface Laptops Abstand genommen haben.

 

Außerdem verbaut Microsoft erstmals Prozessoren von AMD in einem Surface-Gerät. Es handelt sich dabei um den „AMD Ryzen 7 3780U Microsoft Surface Edition“ mit Radeon RX Vega 11 Grafik. Die AMD CPU kommt allerdings nur in der 15-Zoll-Version zum Einsatz. Viele Kunden im Business-Segment forderten zudem aufgrund interner Compliance-Richtlinien einen Wechsel der Festplatte. Diesem Wunsch kam Microsoft ebenfalls nach. Bei allen Laptop-Modellen ist die SSD nun wechselbar. Ansonsten hat sich optisch nicht viel am Gerät verändert. Lediglich der Mini-Displayport wurde nun zeitgemäß gegen einen USB-C-Anschluss ersetzt. Das Surface Laptop 3 erscheint am 22. Oktober auf dem deutschen Markt. Die Preise starten bei 1.149 Euro (13,5 Zoll) und 1.349 Euro (15 Zoll).

 

Surface Pro 7.

Die Vorstellung des Surface Pro 7 verlief im Vergleich zu dem, was noch folgen sollte, eher unspektakulär. Am Gerät hat sich optisch quasi nichts geändert. Lediglich der Mini-Displayport-Anschluss wurde gegen einen aktuellen USB-C-Anschluss getauscht. Unter der Haube werkeln jetzt die Intel Core CPUs der zehnten Generation, die erheblich mehr Leistung versprechen. Das Surface Pro 7 hat ein 12,3 Zoll Display mit einer Auflösung von 2736 x 1824 Pixel. Als Farboptionen stehen Mattschwarz und Platin zur Verfügung. Das Surface Pro 7 erscheint am 22. Oktober auf dem deutschen Markt, die Preise starten bei 899 Euro.

 

Surface Pro X.

Die erste echte Neu-Vorstellung: Statt wie in allen anderen Surface-Geräten, die mit Intel Prozessoren oder jetzt neuerdings auch mit AMD Prozessoren laufen, taktet in diesem Surface ein ARM Prozessor. In vielen Foren munkelte man, Microsoft verbaue hier den Snapdragon 8cx. Doch weit gefehlt. In Kooperation mit dem Chiphersteller Qualcomm entwickelte Microsoft eine eigene ARM-CPU, den Microsoft SQ1. Das Surface Pro X kommt in der Farbe „mattschwarz“ und verfügt über ein 13-Zoll-Display. Ähnlich wie beim „normalen“ Surface Pro gibt es eine Ansteck-Tastatur, die speziell für dieses Gerät entwickelt wurde. Ein sehr spannendes Detail ist der Eingabestift beim Surface Pro X: Der „Slim Pen“ wird in eine Vertiefung im Type Cover gelegt. Klappt man es zu, ist der Stift sicher im Inneren verstaut und kann nicht verloren gehen. Außerdem wird er geladen, so lange er sich in der Ablage befindet. Alle Varianten haben einen 13 Zoll Multitouch-Bildschirm mit einer Auflösung von 2880 x 1920 Pixel. Das Surface Pro X wird in Deutschland zu Preisen ab 1.149 Euro erhältlich sein. In Deutschland ist es ab 19. November erhältlich. Für das Keyboard und den „Slim Pen“ werden jeweils 144,99 Euro zusätzlich fällig.

 

Surface Neo.

Hatte das Surface Pro X schon für einige offene Münder gesorgt, so waren nach der Vorstellung des Surface Neo mit Sicherheit alle offen. Microsoft stellte erstmals ein Gerät vor, das nicht sofort im Handel erhältlich ist, sondern erst im Sommer 2020 – das Surface Neo. Ein Dual-Screen-Surface mit 360°-Scharnier. Microsofts Vision für produktives Arbeiten in der Zukunft. Die CPU wird von Intel beigesteuert, das muss man ab sofort bei einem neuen Microsoft-Gerät explizit erwähnen. Es verfügt über zwei identische Displays mit jeweils 9 Zoll, die gemeinsam oder getrennt voneinander arbeiten können. Es gibt außerdem noch eine Anstecktastatur, die sich über das zweite Display legt und entweder darunter ein Touchpad anzeigt oder den darüber freibleibenden Platz für kontextsensitive Anzeigen verwendet. Auf den zwei Displays können entweder zwei Apps dargestellt werden, eine App kann sich aber auch über beide Bildschirme erstrecken. Außerdem sollen die beiden Bildschirme intelligent zusammenarbeiten. Klickt man beispielsweise auf einen Link in der E-Mail-App auf dem ersten Display, öffnet sich der Browser automatisch auf dem anderen. Wer jetzt aber denkt, das Surface Neo arbeitet mit einem nativen Windows 10, der liegt falsch. Auf dem Surface Neo soll Windows 10 X zum Einsatz kommen - eine neue Version von Windows 10, die speziell für Dual-Display-Geräte entwickelt wird.

 

 

Surface Duo.

Als sich die Vorstellungssinfonie langsam aber sicher dem Ende näherte, setzte Panos Panay unerwartet zum Finale furioso an. Und riss alle aus den Sitzen. Microsoft stellte ein neues Smartphone vor: das Surface Duo. Es sieht aus wie der kleine Bruder des Surface Neo. Nach dem Ende des Windows Phone war es lange ungewiss, ob sich Microsoft überhaupt noch einmal in diesem Marktsegment versuchen würde. Sie haben es getan – aber nicht mit einem Windows Betriebssystem – sondern mit Android. Lizenziert von Google. Das neue Gerät wird im Sommer 2020 im Handel sein. Zu den Spezifikationen ist noch nicht viel bekannt. Lediglich dieses: das Surface Duo wird zwei 5,6-Zoll Displays besitzen, die über eine Tiefe von nur 4,8 Millimeter verfügen. Im Surface Duo steckt momentan ein Qualcomm Snapdragon 855 Prozessor, womit Microsoft heutige Top-Spezifikationen bereitstellt. Der Konzern war mit dieser Angabe allerdings sehr zurückhaltend. Es ist möglich, dass sich bis 2020 noch etwas ändert. Als Anschlussmöglichkeit wird beim Surface Duo ein USB-C-Anschluss zur Verfügung stehen. Daneben wird es einen Fingerabdruck-Scanner für den schnellen Login bei Android geben.

 

 

Surface Earbuds.

Fast schon unspektakulär wirkten dagegen die gegen Mitte der Veranstaltung vorgestellten Surface Earbuds. Dass das mediale Echo in Deutschland bisher weitestgehend ausgeblieben ist, liegt aber vermutlich daran, dass es noch nicht wirklich sicher ist, ob diese multifunktionalen Ohrknöpfe auch tatsächlich nach Deutschland kommen. Die Earbuds sind in erster Linie Produktivitätshelfer und haben daher viele clevere Features und bieten unter anderem eine Integration in Office 365. Durch Tippen oder Wischen kann man in Präsentationen navigieren oder eingebettete Videos starten/pausieren, über die integrierten Mikrofone kann man außerdem Texte diktieren. Auch eine Integration in Outlook ist vorgesehen, um sich beispielsweise Mails vorlesen oder Termine ansagen zu lassen. Aber sicherlich kann man mit diesen auch einfach schnöde Sinfonien hören. Die Surface Earbuds kommen im November in den USA auf den Markt und kosten dort nach jetzigen Stand rund 249 Dollar. Für Deutschland gibt es derzeit weder einen Termin noch einen Preis.

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Michael Stachowski
Business Development Manager Microsoft Security