DE | Deutsch
Digitalisierung im Bau.
Zwar stimmen eigentlich alle Akteure der Bauwirtschaft darin überein, wie wichtig Digitalisierung ist, die wenigsten handeln aber entsprechend. Große Bauunternehmen und Planungsbüros sind schon am weitesten, kleinere und mittlere – die etwa 95 Prozent ausmachen – tun sich oft schwer. Die meisten stehen vor der Frage, wie sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten am besten investieren und am wenigsten riskieren. Dabei muss ein sinnvolles Vorgehen kein gewaltiges Großprojekt sein. Wie aber setzt man die Digitalisierung nicht in den Sand?

Die Stahlbetonwand weiß genau, wo sie hingehört. Sie trifft pünktlich auf der Baustelle ein und wird wie geplant im zugewiesenen Timeslot aufgestellt. Wenn alles passt und der Neigungswinkel stimmt, geben integrierte Sensoren grünes Licht für die nächsten Arbeitsschritte. Fenster und Rollladen werden ja schon im Werk eingebaut, die Dämmung eingebracht, für den Anschluss von Elektro- und Sanitäranlagen ist alles vorbereitet. Die zuständigen Gewerke werden automatisch eingetaktet und ziehen zügig mit. Die Generalplaner finden jeden Baufortschritt im 3D-Modell dokumentiert und sind entspannt, weil gut im Zeitplan. So sieht Bauen in Zukunft aus.

 

Die Bauwirtschaft boomt. Sie kommt nur mit den Aufträgen kaum hinterher. Die größten Baustellen der Branche sind Fachkräftemangel, Kostendruck durch steigende Grundstücks- und Baustoffpreise und die Komplexität der Projekte. Sie werden technisch immer anspruchsvoller – Stichwort „Smart Houses“ – und sind gleichzeitig wegen der Rahmenbedingungen – Stichwort Kapazitätenknappheit – immer schwerer zu koordinieren. Herkömmliches Projektmanagement wird den Anforderungen nicht mehr gerecht. Wenn der Planungsstand aller Beteiligten nicht einheitlich, der Baufortschrift nicht durchgängig und aktuell dokumentiert ist, wenn Termine nicht gehalten und nachgeordnete Gewerke aufgehalten werden, ist grundlegend Schlechtwetter.

 

Ein gemeinsames Fundament.

Was die Bauindustrie braucht, sind Planbarkeit, Flexibilität, Effizienz – die Bausteine der Digitalisierung. Mit „Building Information Modeling“ – kurz BIM – hat die Branche einen zukünftigen Standard vor Augen, der einmal für alle verbindlich werden soll. Bis es so weit ist, fließt noch viel Beton in deutsche Baugruben. Wie geht der voran, der den Weg in die Zukunft bereits jetzt beschreiten will?

 

MODUS Consult ist als Unternehmen der Bechtle Gruppe auf wenige Zielbranchen spezialisiert – das aber richtig. Die Bauindustrie zählt seit über 20 Jahren dazu, vor allem mittelständische Unternehmen werden mit einer integrierten Anwendungssoftware unterstützt. Von Anfrage, Kalkulation und Angebot über Planung und Ausführung bis zu Abnahme und Wartung bildet MODUS BAUVISION alle Prozesse ab. Die Lösung ist seit vielen Jahren eingeführt und bewährt. Sie wird beständig weiterentwickelt und enthält auch schon Funktionalitäten von BIM.

 

Dabei ist BAUVISION stark in bestehenden Branchenstandards verwurzelt – schlägt also die Brücke von heutigen zu zukünftigen Best Practices. Das System verbindet beispielsweise die Anwendungswelt von Microsoft – die ohnehin jeder nutzt – mit Enterprise Resource Planning. Ein angebundenes Enterprise Content Management und Business Intelligence für die Analyse projektrelevanter Kennzahlen ermöglichen etwa das Führen digitaler Bauakten auf einem gemeinsamen Stand.

 

Die Zukunft liegt in der Einrichtung von Bauportalen, auf die alle Projektbeteiligten zugreifen können. Aus einer gesicherten Cloud-Umgebung, in die vieles integriert werden kann: Echtzeitanalysen der technischen Zustände und Auslastung von Baumaschinen, GPS-genaue Wetterdaten, automatisierte Workflows und Freigabeprozesse ... alles auf der Baustelle und mobil genauso verfügbar wie im Büro.

 

Das Modell ist der Maßstab.

Perspektivisch stellt BIM das 3D-Baumodell in den Mittelpunkt. Anhand daran geknüpfter Planungsszenarien können schon in frühen Projektphasen valide Entscheidungen getroffen werden. So entstehen sehr zeitig Termin- und Kostensicherheit. Risiken werden vor Baubeginn erkannt und ausgeräumt, anstatt Fehler zu zementieren. Auch können alle Akteure und Gewerke jederzeit eingebunden werden und abgestimmt zusammenarbeiten. Mit denselben, immer aktuellen Planungsdaten und dem derzeitigen Ausführungsstand. Mit allen Schnittstellen zur reibungslosen Arbeitsübergabe. Für ein kollaboratives Baumanagement.

 

So kann man sich das vorstellen.

In Großstädten wird Wohnraum weiterhin immer knapper. Auch Büroflächen werden rar. Es muss schnell und flexibel gebaut werden. Mischnutzungen sollen Wohnen und Gewerbe verbinden, um Innenstädte lebendig zu halten. Supermärkte werden deshalb mit Wohnungen und Büros überbaut und auf Tiefgaragen gegründet. Hochbauspezialisten verschiedener Disziplinen und Tiefbauexperten kooperieren dabei reibungslos, um zehngeschossige Bauwerke in kürzester Zeit hochzuziehen. Das Planungsmodell steht lange vorher, alle Verträge und Termine konnten mit ihm fixiert werden. Materialmengen hat das System automatisch ermittelt, ausgeschrieben und nach Freigabe geordert. Jeder weiß, was wann zu tun ist, und stellt sich darauf ein.

 

Während der Bauphase stimmen sich Bauherr, General- und Subunternehmen im Projektportal fortlaufend ab. Die automatisierte Kollisionskontrolle sorgt zudem dafür, dass sich niemand in die Quere kommt. Auf der Baustelle treffen just in time vorgefertigte Systemelemente ein, die teils serienweise, teils in Losgröße für das Projekt konstruiert und produziert werden. Jeder definierte Baufortschritt wird fotografiert und dokumentiert; beim Ermitteln von Qualitätsmängeln hilft Bilderkennung mit künstlicher Intelligenz. Eine fehlerhafte Ausführung löst die relevante Eskalationskette aus.

 

Alles in allem läuft der Gesamtbau aber nach Plan und budgetgerecht. 36 Wohnungen und drei Büroetagen werden pünktlich übergeben. Auf dem Grill vorm Supermarkt werden Thüringer und vegane Bratwürste gebrutzelt. Und alle, die noch mit dem Auto kommen, finden einen Parkplatz in der Tiefgarage. In einer nahen Zukunft.

 

Ansprechpartner.

Bechtle update Redaktion
update@bechtle.com

 

Auch interessant.

 

Newsletter. 

Erhalten Sie die besten Artikel aus dem Bechtle update alle zwei Monate direkt in Ihr Postfach. Hier geht's zur Anmeldung:
 

NEWSLETTER

 

 

Weitere Aktuelle Themen.

Ein Partnerwald für eine bessere Zukunft.

Das waren die Bechtle Competence Days 2019.

Vision im Visier.

Veröffentlicht am 15.04.2019.