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In Neckarsulm daheim, in der Welt zuhause.
Was ist für ein Unternehmen bereichernder als ein international zusammengesetztes Team? Eine Studie der Bertelsmann Stiftung macht deutlich: Kulturelle Vielfalt verbessert nicht nur das Arbeitsklima im Team, sondern stärkt auch die Innovationskraft eines Unternehmens. Bei Bechtle zeigt sich das im Großen und im Kleinen. Über 10.000 Mitarbeiter aus rund 80 Ländern, 14 eigene Standorte im Ausland und internationale Allianzpartner, die den Zugang zum Rest der Welt ermöglichen, sind nur die eine Seite. Interkulturelle Zusammenarbeit beginnt aber schon in der deutschen Unternehmenszentrale.

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Miji Ha, 32, aus Changwon in Südkorea.

Service und Projektmanagement, Bechtle Neckarsulm

 

Miji Ha macht im Rahmen einer Weiterbildung zum Thema „Projektmanagement für Hochschulabsolventen mit Migrationshintergrund“ ein zehnwöchiges Praktikum bei Bechtle. Dabei arbeitet sie am Windows 10 Rollout mit.

Bei einer dreimonatigen Europareise besucht sie Deutschland zum ersten Mal und verliebt sich in die Architektur: „Bad Wimpfen ist für mich die schönste Stadt, die Gebäude sind märchenhaft.“ Im September 2016 kommt sie für ihren Master in International Tourism Management nach Heilbronn, seitdem lebt sie in der Region. Bei Bechtle ist ihr aufgefallen wie anders die Unternehmenskultur in Deutschland ist – viel lockerer und entspannter. In Südkorea würde sie ihren Vorgesetzten mit seiner Position und dem Nachnamen ansprechen. „Hier duzen sich alle, es ist weniger hierarchisch.“ Das Klischee vom kalten, unfreundlichen Deutschen hat sie schnell vergessen. „Ich habe im Studium und bei Bechtle nur nette Leute getroffen.“ Ganz besonders ist ihr das erste Ostern fern von daheim in Erinnerung geblieben. Spontan lud sie eine Bekannte zu Ostereiersuche und Grillen ein. Deutsche Gerichte mag sie gern, am liebsten Käsespätzle. Ihr erster Satz auf Deutsch? „Ich habe Hunger.“

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Magdalena Jonda, 38, aus Gleiwitz in Polen.

Bechtle Logistik & Service, Neckarsulm

 

Magdalena Jonda arbeitet bei Bechtle im Bereich European Purchasing and Services. Sie ist Country Portfolio Manager für Polen.

Oprogramowanie - das polnische Wort für Software ist ganz schön lang und kompliziert. Für Magdalena Jonda war die Arbeit in diesem Bereich Neuland, in ihrem Heimatland hat sie als Beamtin in der Buchhaltung gearbeitet. Ihr Aufgabenfeld bei Bechtle findet sie „interesujące“, sehr interessant. „Es passiert immer etwas. Die IT-Branche entwickelt sich sehr schnell.“ Dabei hat sie den Eindruck, dass die Deutschen es in ihrer Freizeit gerne gemütlicher angehen lassen. „Hier nehmen sich die Menschen mehr Zeit zum Genießen. In Polen sind die Leute immer in Eile.“ Und noch etwas ist anders: die Laugenbrezeln. „Bei uns sind die Brezeln aus einem süßen Teig mit Mohn oder Sesam drauf“. Besucht sie Freunde und Bekannte in Polen, muss sie immer gleich einen ganzen Karton von der deutschen Variante mitbringen. Nach Neckarsulm umgezogen ist sie 2010 wegen der Liebe. „Die erste Zeit war schwer – vor allem wegen der Sprache.“ Viel weicher als Deutsch sei Polnisch mit seinen vielen sch-Lauten. Als erstes hat sie gelernt wie man sich vorstellt: „Ich heiße Magdalena.“ Und bald Freunde in der neuen Heimat gefunden: „Mit den Mädels von der Arbeit gehe ich einmal pro Woche in der Bechtle Piazza Mittagessen.“

Daniele Longo, 31, aus Bozen in Italien.
Marketing Manager, Bechtle direct und Europalogistik

 

Daniele Longo lebt seit zehn Jahren in Deutschland. Der gelernte Koch wechselte 2009 den Beruf und stieg bei Bechtle in der Europalogistik ein. Eigentlich wollte Daniele Longo nur zwei Jahre in Deutschland bleiben, hat aber festgestellt: „Man lebt gut hier.“

Kalt, grau, regnerisch – das war sein Bild von Deutschland, bevor er nach Neckarsulm kam. Jetzt weiß er: Auch hier scheint die Sonne. Außerdem sind die Menschen zugänglicher, als man es sich erzählt: „Ich bin sehr herzlich aufgenommen worden. Man kommt schnell ins Gespräch.“ Dabei konnte er am Anfang kein Wort Deutsch. Und Schwäbisch schon gar nicht. „Bei Anrufen von Kollegen mit Dialekt habe ich immer gesagt: Schick mir noch eine Mail dazu.“ Die größte Umstellung neben der Sprache war für Daniele Longo die kurze Mittagspause. In Italien dauert sie bis zu drei Stunden, erst gegen 15:30 Uhr geht es weiter. „Pisolino“ nennt man sie dort: das Schläfchen. „Für mich ein Bier“, war einer der ersten Sätze, die Daniele Longo lernte. Warum? Einer der ersten Ausflüge führte ihn mit Kollegen nach Erlenbach in einen Biergarten. Für deutsches Essen konnte er sich allerdings nie begeistern. Nach der Arbeit gibt es bei ihm immer einen Teller Pasta. Was er absolut nicht verstehen kann? Pizza Hawaii. „Was haben Früchte auf einer Pizza verloren?“

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Carlos Barraza, 29, aus Agua Prieta in Mexiko.
Digital Content Specialist, Bechtle AG

Carlos Barraza kam über eine Werkstudententätigkeit bei der Bechtle Tochter ARP Europe zu seinem aktuellen Job als Digital Content Specialist am Standort in Neckarsulm.

„Me siento tranquilo y en paz“, sagt Carlos Barrazo über sein Leben in Deutschland. Direkt übersetzt heißt das, ich fühle mich ruhig und in Frieden – er fühlt sich wohl hier. In Heilbronn hat er seine „neue Heimatstadt“ gefunden. An der dortigen Hochschule machte er im August 2018 seinen Masterabschluss in International Business. Spannende – kulturelle Unterschiede zeigen sich für ihn auch in kleinen Details. „In Mexiko lieben wir kräftige, warme Farben wie Gelb und Rot. In Deutschland sind aber eher kühle Farben wie Grün und Blau gefragt.“ Auch läuft das Geschäftsleben hier nach klaren Regeln ab. In Mexiko wird die Zahlungsfrist auch mal ein Stück nach hinten verschoben, weil eher die Beziehung zum Kunden im Vordergrund steht. Was ihn wirklich überrascht hat? Wie sehr die Deutschen die Sonne lieben. „In Mexiko suchen wir immer den Schatten, hier wollen alle raus in die Sonne.“ Er kommt aus der Region Sonora im Norden Mexikos mit einer der größten Wüsten der Welt. Kein Wunder, dass ihm die grüne Landschaft in Baden Württemberg besonders gefällt. „Ich habe hier alles, was ich brauche: gutes Essen, gute Freunde und viel Spaß am Leben.“

Ansprechpartner.

Bechtle update Redaktion
update@bechtle.com

 

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Veröffentlicht am 28.05.2019.