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Die KI malt ihr Ding.
Was kommt dabei raus, wenn sich drei Wissenschaftler und ein Projektmanager zusammentun, um Kunst zu machen? Künstliche Intelligenz. Mirko Franjic, Niklas Fricke, Alexander Loktyushin und Johannes Stelzer bilden Lunar Ring. Die Künstlergruppe hat unter anderem in der Kunsthalle Tübingen zwei Installationen gezeigt, die mit KI arbeiten. Vom 5.9. bis 4.10.2020 finden die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit 2020 in der Innenstadt von Potsdam statt. Das Land Baden-Württemberg präsentiert sich dort als Europas führendes KI-Innovationszentrum – mit einer interaktiven KI-Installation unterstützt durch das KI-Unternehmen Colugo, aus dem Lunar Ring hervorgeht, sowie Bechtle.

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Live-Stream aus Potsdam. 

Das Geschehen an der Videowand der KI-Kunstinstallation „Grenzauflösung“ wird zu jeder Zeit per Live-Stream auf die KI-Informationsplattform kreative-ki.de übertragen. 

 

LIVE-STREAM ANSEHEN

Das Video zeigt die Installation 1902-2012 in der Kunsthalle Tübingen. Die Ausstellung reflektiert malerische Werke – „Herzstücke” – aus der Sammlung der Kunsthalle Emden, zum Beispiel von Wassily Kandinsky, August Macke und Salomé. Dabei analysiert die von Lunar Ring entwickelte Software die Ästhetik der Bilder, um sie dann selbständig auf Basis erlernter Maltechniken weiterzuentwickeln. Auf Monitoren kann man die entstehenden Veränderungen verfolgen und das Ergebnis betrachten. 


Computersysteme werden immer intelligenter und kreativer. Damit stellen sie nicht nur den Menschen als alleiniges kreatives Wesen in Frage, sondern sie beginnen auf neue und verblüffende Art, mit uns Menschen zu interagieren. Diese Entwicklungen haben weitreichende Folgen für unser Menschenbild und werden unsere Welt fundamental verändern.


Niklas Fricke von Lunar Ring


 

Während unsichtbare Pinsel die Gemälde zu übermalen scheinen, laufen im Hintergrund ziemlich komplexe Rechenprozesse, für die unter anderem Kapazitäten des Höchstleistungsrechenzentrums Stuttgart (HLRS) zum Einsatz kommen. 

 

Links ist das Originalbild von Max Beckmann „Kleine italienische Landschaft“ zu sehen. Darunter: das neue Werk der KI im Stil der Künstlerin Sonia Delaunay. 

Das Originalbild von Sonia Delanauy: „Deux fillettes finlandaises“ und darunter die durch KI bearbeitete Version im Stil des Künstlers Hanns Ludwig Katz. 

Mit Wer malt denn da? wurden Bilder von Kindern verarbeitet, die im Kinderatelier der Kunsthalle Tübingen entstanden waren. In der Ausstellung konnten Besucher zusätzlich Bilder malen, mit denen die KI-Software dann gefüttert wurde. So kam eine Spirale gegenseitiger Beeinflussung in Gang, in der die menschliche und die digitale Kreativität miteinander verschmelzen. Das Bechtle IT-Systemhaus in Rottenburg hat das Projekt unterstützt und die Monitore dafür bereitgestellt. Mit hochauflösender 8K-Darstellung (7.680 x 4.320 Pixel) wurde dabei quasi jeder Pinselstrich sichtbar.

 

 

Dieser Fisch wurde von einem Ausstellungsbesucher gemalt. Die beiden Bilder unten zeigen den Fisch in der Interpretation der KI, beeinflusst durch zwei verschiedene Gemälde des Künstlers Hanns Ludwig Katz. 

Ansprechpartner.

Bechtle update Redaktion
update@bechtle.com

 

Zum Thema.

  • Pressemeldung: Baden-Württemberg präsentiert mit Unterstützung von Bechtle KI-Spitzentechnologie zum 30. Tag der Deutschen Einheit
  • Bechtle Lösungen: KI – Herausforderungen und Chancen fürs Business
  • Artikel: Blockchain, Sprachassistenten und autonomes Fahren – künstliche Intelligenz im Bewegtbild
  • Artikel: „Technologie macht die Menschheit menschlicher“ – Zukunftsforscher Sven Gábor Jánszky im Interview
  • Bechtle Standort: IT-Systemhaus Rottenburg
  • Lunar Ring

 

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Veröffentlicht am 09.09.2020.