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Grenzenlose Vernetzung. Die Bechtle International Business Unit.
Die zunehmende Vernetzung macht unsere Welt kleiner. Die Chancen für internationales Business sind dadurch so groß wie nie zuvor. Bechtle wächst seit 21 Jahren auch auf dem globalen Marktplatz. Zunächst nur im benachbarten Ausland. Dann mit eigenen Standorten in 14 europäischen Ländern und heute mit Partnerschaften auf allen Kontinenten. Die Entwicklung internationaler IT-Lösungen ist längst Teil des Tagesgeschäfts. Dazu gehört, Kunden sicher durch die komplexen Herausforderungen europa- und weltweiter Beschaffung zu führen und mit hoher Flexibilität die passende IT-Lösung bereitzustellen. Michael Moon, Leiter der International Business Unit bei Bechtle, über Chancen und Herausforderungen grenzenloser IT-Projekte.

(Bild: Nicolas Rivals)

 

Bechtle gilt als urschwäbisches Unternehmen – und bewegt sich gleichzeitig sicher auf internationalem Terrain. Passt das zusammen?

Michael Moon: Absolut! Unsere Entwicklung verläuft parallel zu der unserer Kunden – und die agieren zunehmend international. Das wirft natürlich neue Fragestellungen auf. Wir liefern die passenden Antworten. Im April 2016 gründete Bechtle die International Business Unit (IBU). Ein zentrales Team, das sich dediziert um die Belange internationaler Geschäftspartner kümmert. Mit unserem Know-how unterstützen wir gleichermaßen Kollegen, Partner und Hersteller.

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Michael Moon, Leiter International Business Unit (IBU),Bechtle E-Commerce Holding AG.

Der US-Amerikaner hat einen Abschluss in Betriebswirtschaft und internationalem Marketing und begann seine Karriere bei MobilePlanet im kalifornischen Los Angeles. Zwischen 2006 und 2015 arbeitete er unter anderem für PC Connection (heute Connection) an der Entwicklung weltweiter Geschäftsmöglichkeiten und Allianzen – dazu gehörte auch die Partnerschaft mit Bechtle. Seit Januar 2016 ist Michael Moon bei Bechtle verantwortlich für die International Business Unit. Seine Leidenschaft gilt der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen Firmen, Marken und Geschäftsbereichen, um die Erwartungen internationaler Kunden zu erfüllen und – noch lieber – zu übertreffen.

Im IT-E-Commerce ist Bechtle ja schon lange europaweit aufgestellt – in 14 Ländern mit jeweils eigenen Handelsgesellschaften. Wie kann sich Bechtle von nationalen Mitbewerbern abheben?

Wir verbinden das breite Leistungsspektrum der Bechtle Gruppe mit dem unserer Herstellerpartner und schaffen so bestmögliche Preise und optimalen Service für unsere Kunden. Dabei nutzen wir gezielt die Stärken, die wir vor Ort haben, und ergänzen sie mit den Vorzügen unseres eigenen internationalen Netzwerks.

 

Ein weiterer wichtiger Baustein ist unsere einzigartige E-Procurement-Plattform bios®. Sie ermöglicht europaweit aufgestellten Unternehmen die kosteneffiziente und konsistente Beschaffung und Standardisierung ihrer IT.

 

 

 

Die erfolgreiche Implementierung globaler Projekte ist durchaus anspruchsvoll. Bechtle setzt regelmäßig eine große Anzahl internationaler Projekte auf hohem Niveau um.

 

 

 

Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen den vielen Landesgesellschaften denn ganz konkret?

Das Stichwort lautet vernetzte Dezentralität. Die gehört seit Jahren zu unserem Erfolgskonzept und hat ganz unterschiedliche Ausprägungen. Hier heißt das: Sogenannte International Customer Coordinators (ICC) fungieren als Botschafter für Aktivitäten an ihren jeweiligen Standorten. Gleichzeitig sind sie Teil eines etablierten, länderübergreifenden Netzwerks, um die beste lokale und globale Betreuung ihrer Kunden zu garantieren. Im Fokus stehen dabei insbesondere Ziele wie Kosteneinsparungen und die Standardisierung der zentralen IT-Beschaffung. Für unsere Kunden ist das ein echter Mehrwert. Wir hören zu, wir beraten und wir begleiten Unternehmen und ihre Tochtergesellschaften grenzübergreifend. Die Art der Zusammenarbeit, die die ICCs betreiben, macht uns intern und extern bei aller Komplexität sehr agil.

 

 

Sie haben das internationale E-Procurement angesprochen. Bestellen können Kunden also in ihren nationalen Shops. Aber was steckt logistisch dahinter?

Der Bechtle Hauptsitz in Neckarsulm liegt im Herzen Europas – genau wie unser Logistikzentrum, das eines der größten und modernsten seiner Art ist. Von hier aus verschicken wir handelsübliche genauso wie maßgeschneiderte Produkte in die ganze Welt. Dabei ist es ausgesprochen wichtig, im Einklang mit den lokalen Strategien unserer Lieferanten zu operieren. Nicht jedes Produkt von jedem Hersteller darf an jeden Ort geliefert werden. Ein Team aus Exportspezialisten stellt mit umfassendem Know-how und viel Erfahrung sicher, dass Lieferungen zuverlässig und rechtskonform im Zielland ankommen. Alle Waren sind vollständig dokumentiert und entsprechen den geltenden Exportrichtlinien.

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Als einer der wichtigsten Partner von ACSL bietet Bechtle ein globales Portfolio an IT-Produkten und liefert in 175 Länder. Die Beschaffungslösung wird von führenden internationalen Unternehmen eingesetzt.

Bild: John Rensten/The Image Bank/Getty Images

Bechtle liefert also nicht nur in Länder, in denen das Unternehmen mit eigenen Gesellschaften vertreten ist, sondern in die ganze Welt …

Richtig. Das ist deshalb möglich, weil wir international kooperieren. Bechtle ist beispielsweise weltweit einer der wichtigsten Partner von ACSL. Dieses Netzwerk ermöglicht es uns, durch ein einziges E-Commerce-Portal ein globales Portfolio an IT-Produkten anzubieten – und in 175 Länder zu liefern. Eine Lösung, die unsere internationalen Aktivitäten optimal ergänzt. Bemerkenswert dabei ist, dass wir ACSL zwar nicht exklusiv, aber von allen Partnern sicherlich am besten nutzen – unter anderem auch, weil wir bereits seit gut 15 Jahren damit arbeiten. Unsere Beschaffungslösung wird von führenden internationalen Unternehmen eingesetzt und unterstützt Preisbildungen für globale Angebote, standardisierte Produktkataloge, lokale Lieferung und Rechnungsstellung sowie Live-Chats für weltweiten Zugang zu IT-Produkten rund um die Uhr.

 

 

Das klingt aber nach mehr als der bloßen Bestellung von Hard- und Software.

IT-Beschaffung kann durchaus komplex sein, gerade wenn sie über Landesgrenzen hinweg stattfindet. Deshalb bietet Bechtle übrigens auch internationales Projektmanagement an. Neben verschiedenen Fulfilment-Modellen kommt bei großen internationalen Kunden oft eine Kombination mehrerer Methoden zum Einsatz. Durch die breit gefächerten Kompetenzen und Tools in der Bechtle Gruppe und unser einzigartiges Netzwerk können wir dabei sehr detailliert auf die Bedürfnisse und Wünsche unserer Kunden eingehen. Am Ende der Beratung und Betreuung steht dann ein umfassendes, effizientes und benutzerfreundliches IT-Beschaffungs-und -Managementsystem.

 

 

 

Wenn sich Account Manager in Hongkong, São Paulo, New York und Frankfurt absprechen können, um ihrem gemeinsamen Kunden den bestmöglichen Service zu bieten, wächst die Welt ein Stückchen weiter zusammen.

 

 

 

Keine triviale Aufgabe also.

Die erfolgreiche Implementierung globaler Projekte ist durchaus anspruchsvoll. Aber Bechtle setzt regelmäßig eine große Anzahl solcher internationalen Projekte auf hohem Niveau um. Dabei hilft uns auch die standardisierte Methode Bechtle Fair Project.

 

 

Kunden geht es oft nicht nur ums reine Geschäft, sondern auch um hohe Standards und Werte. Wie transportiert man die rund um den Globus?

Das ist auch keine leichte Aufgabe. Wir haben aber einen, wie ich finde, guten Weg gefunden. Als Initiator und Mitglied der Global IT Alliance (GITA) setzen wir auf einen Zusammenschluss von IT-Anbietern auf allen Kontinenten. Das Besondere: Alle Partner der Allianz haben ein gemeinsames Verständnis von persönlichem Engagement, Kompetenz, Schnelligkeit und Qualität. Kundenzufriedenheit steht dabei für alle an oberster Stelle. Zudem sind die GITA-Mitglieder – Atea, Bechtle, Compucentro, Connection, Data#3, Datacentrix, JBS, JOS, Lexel, Microware und Softline – jeweils Marktführer in ihrer Region und gehören zu den wichtigsten Partnern der größten Hersteller. Softline ist übrigens der jüngste Zuwachs in der GITA-Riege. Das elfte Mitglied der Allianz erweitert die Reichweite auf Russland, die Türkei und Osteuropa.

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Alle Partner der Global IT Alliance haben ein gemeinsames Verständnis von persönlichem Engagement, Kompetenz, Schnelligkeit und Qualität. Kundenzufriedenheit steht dabei für alle an oberster Stelle.

(Bild: Spencer Bowman/Moment Open/Getty Images)

Die International Business Unit setzt demnach auf vier zentrale Bausteine: europäischer E-Commerce, Export über die Bechtle Logistik, ein weltweit verfügbares IT-Produktportfolio via ACSL und schließlich die globale IT-Allianz. Kann GITA denn etwas, was die anderen drei nicht abdecken?

Zunächst einmal ist es wichtig zu verstehen, dass die verschiedenen Wege zum Erfolg auch nebeneinander ihre Daseinsberechtigung haben. Und zwar deshalb, weil keine Kundensituation der anderen gleicht. Gerade für multinationale Organisationen ist GITA eine großartige Lösung, denn hier verbinden wir globale Reichweite mit lokalen Leistungen und Ansprechpartnern. Der Kontakt vor Ort schlägt also die Brücke über Kultur-, Sprach- und Zeitbarrieren. Gleichzeitig vertreten unsere Partner die gleichen Werte und Standards, die unsere Kunden auch von Bechtle erwarten. Der Wert von GITA zeigt sich also in den Menschen, nicht in den Tools. Wenn sich Account Manager in Hongkong,São Paulo, New York und Frankfurt absprechen können, um ihrem gemeinsamen Kunden den bestmöglichen Service zu bieten, wächst die Welt ein Stückchen weiter zusammen.

Veröffentlicht am 17.08.2017.