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Robert Absenger: „Wir haben den Schritt in die erste Liga der Systemhäuser geschafft.“
Am 19. November feierte das Bechtle IT-Systemhaus Österreich in Wien sein zehnjähriges Bestehen. Der richtige Zeitpunkt, um mit Geschäftsführer Robert Absenger über die Vergangenheit und die Zukunft zu sprechen.

Herr Absenger, am 19. November haben Sie in Wien „10 Jahre Bechtle IT-Systemhaus Österreich“ gefeiert. Wie hat sich das Bechtle IT-Systemhaus in den vergangenen zehn Jahren entwickelt und welche Meilensteine haben Sie gemeinsam erreicht?

 

Ganz entscheidend für unseren Erfolg war der Aufbau eines überregionalen Systemhauses, das flächendeckend in ganz Österreich agiert. Auf diesem Weg war die Akquisition von Sitexs-Databusiness im Jahr 2013 der wichtigste Meilenstein. Die Übernahme war der Startschuss für eine ungebrochen positive Entwicklung mit konstanten jährlichen Umsatzsteigerungen von rund 20 Prozent. Im Lauf der Jahre haben wir die Mitarbeiteranzahl auf 170 gesteigert. Das Team hat eine hervorragende Struktur mit vielen top ausgebildeten Mitarbeitern, die eigenverantwortlich und verantwortungsbewusst agieren und ihre Freiräume nutzen. Mit ihrer Hilfe konnten wir rund 600 Kunden für uns gewinnen und sind in der Lage, Großprojekte mit komplexen Anforderungen oder internationalen Logistikherausforderungen zu bewältigen. So haben wir den Schritt in die erste Liga der Systemhäuser geschafft und uns einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Viele Kunden betreuen wir schon seit Jahren – diese Kontinuität und eine große gegenseitige Loyalität sind in Gold nicht aufzuwiegen.

 

Vergangenes Jahr haben Sie das Systemhaus Ulbel & Freidorfer übernommen, im September 2018 dann neue Räumlichkeiten in Graz bezogen – welche Effekte hat das auf Ihr Geschäft?

 

Durch die Übernahme von Ulbel & Freidorfer sind wir nicht nur deutlich gewachsen, sondern haben auch weitere Kompetenzen ins Unternehmen geholt, vor allem in den Bereichen Client Management, Logistik und öffentliche Auftraggeber. Aus diesem Grund haben wir unser österreichweit agierendes Kompetenzzentrum für öffentliche Auftraggeber in Graz angesiedelt. Mich freut es sehr, wie schnell, effektiv und harmonisch die Teams von Ulbel & Freidorfer und Bechtle in Graz zu einer Einheit verschmolzen sind. Das Zusammenziehen in eine neue Location hat dazu einen wichtigen Beitrag geleistet. Die gemeinsame Stärke hat sich bereits in zahlreichen Projekten niedergeschlagen – unsere Kunden profitieren vom neuen kombinierten Know-how.

 

Wie hat sich der IT-Markt im zurückliegenden Jahrzehnt verändert und welche Herausforderungen hat Bechtle gemeistert?

 

Die Themen Managed Services, Cloud, Security und Modern Workplace sind massiv in den Vordergrund gerückt und Bechtle hat keinen dieser Trends ausgelassen. Wir bieten in allen Bereichen ausgezeichnete Lösungen und Services.

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170 Mitarbeiter an fünf Standorten – das ist der Inbegriff der vernetzten Dezentralität. Wie funktioniert die Zusammenarbeit über die Bürogrenzen hinweg?

 

Es freut mich persönlich besonders, dass wir nicht nur herausragende Einzelkämpfer haben, sondern ein Team, das gut und gerne zusammenarbeitet. Das gilt nicht nur für die Häuser in Österreich, sondern auch über Ländergrenzen hinweg: Die Zusammenarbeit mit den Kollegen in der Zentrale und den anderen Systemhäusern läuft hervorragend. Bechtle bietet über interne Systeme und Tools eine gute technische Basis für projektbezogene oder virtuelle Teams.

 

Die Mitarbeiter sind die treibende Kraft eines Unternehmens. Was tun Sie für Ihre Mitarbeiter und wie stellen Sie ihre Qualifizierung sicher?

 

Wir wollen unsere Mitarbeiter fördern und fordern, aber nicht überfordern. Daher investieren wir viel in Schulungen, seien es lokale oder internationale Trainings bei unseren Herstellerpartnern oder bei der Bechtle Akademie. Es gibt natürlich auch eine Reihe von teambildenden Events und Incentives, am wichtigsten ist aber der laufende Kontakt untereinander und zum Management. Meine Tür steht immer für alle offen. Das ist mir besonders wichtig.


 

Wir wollen unsere Mitarbeiter fördern und fordern, aber nicht überfordern. Daher investieren wir viel in Schulungen, seien es lokale oder internationale Trainings bei unseren Herstellerpartnern oder bei der Bechtle Akademie.


Bechtle Vorstand Michael Guschlbauer war bei der Feier in Wien zu Gast. Wie gut ist der österreichische Draht in die Konzernzentrale nach Neckarsulm?

 

Sehr gut und es besteht eine große gegenseitige Wertschätzung zu vielen meiner Ansprechpartner. Dies gilt auch für mein Team, das in laufendem Kontakt mit Kolleginnen und Kollegen aus der Zentrale und anderen Systemhäusern steht. Das Bechtle Prinzip für den Umgang mit den Systemhäusern, nämlich zentraler Support in Kombination mit einem „Laisser-faire“ im konkreten Business, ist einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren für unsere positive Entwicklung.

 

Welche Ziele verfolgen Sie mit dem Bechtle IT-Systemhaus Österreich – kurz-, mittel- und langfristig?

 

Kurzfristig wollen wir so knapp vor dem Jahreswechsel die hoch gesteckten Umsatzziele noch um einiges übertreffen. Mittel- und langfristig möchten wir unser flächendeckendes Niederlassungskonzept weiter vorantreiben.

 

Nicht nur die IT-Branche, sondern die gesamte Gesellschaft steht aufgrund von Künstlicher Intelligenz, Cloud, Blockchain und anderer Technologien vor einem radikalen Umbruch: Wie schätzen Sie diese Zukunftstechnologien ein und wie geht Bechtle mit diesen disruptiven Technologien um?

 

Die Entwicklungen der IT in den vergangenen fünf bis zehn Jahren hatten sehr große gesellschaftliche, wirtschaftliche und technologische Auswirkungen – das konnte in dieser Dimension kaum jemand vorhersehen. Eine seriöse Einschätzung zukünftiger Entwicklungen über einen größeren Zeitraum ist aufgrund der Schnelllebigkeit und der Komplexität der Technologien, über die wir sprechen, nahezu unmöglich geworden. Für uns ist es wichtig, den Markt und seine Trends zu beobachten und rechtzeitig auf mögliche Kundenanforderungen vorbereitet zu sein: Das ist eine große Stärke von Bechtle. Wir springen nicht sofort auf jeden Zug auf, sondern tun das wohlüberlegt und nach intensiver Prüfung beim richtigen Thema mit voller Kraft.

Ansprechpartner.

Robert Absenger

Geschäftsführer
Bechtle IT-Systemhaus Österreich
robert.absenger@bechtle.com

 
Links.

Veröffentlicht am 23.11.2018.