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Brave New Arbeitswelt.
Nine to five war gestern. Heute arbeiten die Menschen zu jeder Uhrzeit – mit Notebook, Tablet, Smartphone im Zug, auf der Dachterrasse und in der Businesslounge. Und immer auch noch mit Desktop im Büro und am Schreibtisch zu Hause. Tatsächlich bietet der Arbeitsplatz der Zukunft weit mehr als nur ein flexibles Arbeitsumfeld. Nie zuvor standen Personal Devices in vergleichbarer Vielfalt und Leistungsfähigkeit zur Verfügung.

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Andreas Wilker, Mitglied der Geschäftsleitung, Bechtle Systemhaus Holding AG, hat sich intensiv mit den Aspekten der Arbeitswelt von morgen beschäftigt. Im Interview skizziert er den Weg zum zukunftsstarken Arbeitsplatz.

Wie sieht die neue Arbeitswelt in Ihren Augen aus?
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Andreas Wilker: Der Arbeitsplatz der Zukunft bietet als digitale Arbeitsumgebung viele neue Funktionen und Möglichkeiten. Im Unternehmensnetzwerk arbeiten alle unabhängig von Ort, Zeit und Endgerät interdisziplinär zusammen. Seite an Seite mit schlauen Maschinen und digitalen Assistenten.

 

Unternehmen schaffen moderne Raumkonzepte, ermöglichen flexible Arbeitsformen und investieren in neueste Technologie. Die Mitarbeiter sollen sich in ihrem Arbeitsumfeld wohlfühlen, untereinander Wissen und Erfahrungen austauschen und ihr kreatives Potenzial ausschöpfen. Es geht also vor allem darum, eine Arbeitsatmosphäre zu schaffen, die Zusammenarbeit unterstützt.

Der Wohlfühlfaktor mag wichtig sein, ist aber doch sicher nicht das entscheidende Kriterium, in neue Technologie zu investieren. Oder?

Stimmt. Ziel sollte immer sein, Qualität und Geschwindigkeit der Kommunikation zu steigern, die Verwaltung der Systeme zu erleichtern und für zukünftige Entwicklungen flexibel aufgestellt zu sein.

Je moderner ein Arbeitsplatz ausgestattet ist, desto einfacher ist es, Mitarbeiter in einem Unternehmen zu halten oder sie zu gewinnen.

 

Andreas Wilker, Mitglied der Geschäftsleitung, Bechtle Systemhaus Holding AG 
Wo stehen Unternehmen, die sich mit dem Arbeitsplatz der Zukunft auseinandersetzen, denn heute?

Jedes Unternehmen ist individuell aufgestellt, positioniert sich im Markt unterschiedlich und verfügt über jeweils eigene Erfolgsfaktoren. Die Basis für ein Projekt ist also immer verschieden. Mit dem Thema setzen sich Kunden dann auseinander, wenn sie ihre IT-Arbeitsplätze modernisieren und damit die Attraktivität für Mitarbeiter und insbesondere für Nachwuchskräfte steigern wollen. Es kommen aber auch Kunden auf uns zu, die beispielsweise Office 365 lizenziert haben und sich fragen, wie sie die damit gelieferten Möglichkeiten besser ausnutzen können. Oder Unternehmen, die Collaboration Tools einführen und damit neue Funktionalitäten hinzugewinnen.

 

Wen beschäftigt dieses Thema in den Unternehmen?

Die Anfragen kommen eigentlich immer aus dem Management. Ganz typisch sind Unternehmen mit mindestens 150 IT-Arbeitsplätzen. Im Vorfeld eines Projekts sprechen wir dann mit der kompletten Leitungsebene – der Geschäfts- und Vertriebsleitung sowie dem IT-Leiter.

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Daneben ist der Arbeitsplatz der Zukunft auch ein Thema für Personalverantwortliche. Je moderner ein Arbeitsplatz ausgestattet ist, desto einfacher ist es, Mitarbeiter in einem Unternehmen zu halten oder sie zu gewinnen.

Wie verlaufen die nächsten Schritte?

In einer Webkonferenz adressieren wir unsere Vision des modernen Arbeitens und filtern gleichzeitig die Wünsche des Kunden. Es geht also zunächst noch gar nicht um einzelne Produkte oderLösungen, sondern um die übergeordnete Strategie. Wir haben sehr gute Erfahrungen damit gemacht, Kunden über Live-Demos mit topaktuellen Endgeräten einen Einblick in die moderne Arbeitswelt rund um Collaboration und Knowledge Management zu ermöglichen. Für offene Fragen holen wir Experten aus dem Konzern über ein digitales Whiteboard in den Termin dazu. So können sich unsere Gäste direkt ein Bild von den Möglichkeiten und Vorteilen neuer Technologien machen.

 

Sie sprachen von der Individualität der Kunden. Es gibt demnach auch keine pauschale Lösung.

Genau aus diesem Grund beschäftigen wir uns so intensiv mit der Frage, wo das Unternehmen gerade steht. Wir müssen dabei eine immer größer werdende Anzahl an genutzten Geräten und Anwendungen berücksichtigen. Außerdem analysieren wir die unterschiedlichen Interessengruppen, Prozesse, Ziele und Konzepte ganz genau. Das ist Ausgangspunkt für die gemeinsam entwickelte Strategie, die wir dann im Kundenumfeld realisieren. Als letzten Schritt bieten wir an, den Erfolg zu messen.

 

Gibt es aus Ihrer Erfahrung so etwas wie Schlüsselfaktoren für den Erfolg?

Wichtig ist, die Bedürfnisse der Mitarbeiter in den Mittelpunkt zu rücken. Ich halte es auch für empfehlenswert, das Konzept von Beginn an umfassend kommunikativ zu begleiten.

 

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Alle Mitarbeiter sollten rechtzeitig über die neuen Möglichkeiten informiert werden und mit einem umfassenden Maßnahmen-angebot mit der neuen Technologie vertraut gemacht werden. Außerdem sollte das Management Vorbild sein und selbst ganz bewusst neue Technologien im Unternehmensalltag nutzen.

Sie haben in der Bechtle Konzernzentrale einen Arbeitsplatz der Zukunft ausgestattet.

Ja, der Raum ist gemeinsam mit Partnern wie Cisco und Microsoft sowie in Zusammenarbeit mit vielen Bechtle Einheiten entstanden. Man stellt schnell fest, dass Projekte zum Thema Arbeitsplatz der Zukunft ganz unterschiedliche Bereiche wie Dienstleistung, Service, Training, Technologie, Datenschutz, Datensicherheit und viele weitere betreffen. Unser Ziel war, diese unterschiedlichen Aspekte einmal für eine Musterfirma durchzuspielen und eine funktionierende Lösung zu entwickeln. Ergebnis ist der zukunftsstarke Arbeitsplatz der Musterfirma Metallomat GmbH. Die vielen Besichtigungsanfragen zeigen, dass wir mit unserem Angebot den Nerv der Kunden treffen.

 

Beteiligt an Design und Ausstattung des zukunftsstarken Arbeitsplatzes in der Bechtle Zentrale waren das Bechtle IT-Systemhaus Neckarsulm, Bechtle direct, Geschäftsbereich Öffentliche Auftraggeber, CIO-Organisation, Bechtle Systemhaus Holding, HanseVision, Bechtle Software Lösungen, Modus Consult.

 

Warum befassen sich Unternehmen mit dem Trend so intensiv?

Die Zufriedenheit im Job ist heute eng verknüpft mit der Sehnsucht nach Selbstbestimmung, maximaler Flexibilität und Kreativität. Heißt: Die Work-Life-Balance bestimmt, ob Mitarbeiter gern, engagiert und motiviert arbeiten. Der Arbeitsplatz spielt dabei eine entscheidende Rolle. Ort und Zeit sollen die Mitarbeiter möglichst selbstbestimmt wählen können.

Die Work-Life-Balance bestimmt, ob Mitarbeiter gern, engagiert und motiviert arbeiten. Der Arbeitsplatz spielt dabei eine entscheidende Rolle.

 

Andreas Wilker, Mitglied der Geschäftsleitung, Bechtle Systemhaus Holding AG

Die Herausforderung für Unternehmen ist, die unterschiedlichen Bedürfnisse aller Generationen zu berücksichtigen und ihr Angebot strategisch danach auszurichten. Ob als Kanal beispielsweise Chat oder E-Mail genutzt wird, ist eigentlich egal. Wichtig ist im Ergebnis, dass es optimale Instrumente gibt, einfach zusammenzuarbeiten. Im Wettbewerb um Mitarbeiter spielt der Faktor moderner Arbeitsplatz eine entscheidende Rolle. Hier klug zu investieren ist wichtig für den künftigen Unternehmenserfolg.

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Neben Angeboten zum zukunftsstarken Arbeitsplatz bietet Bechtle umfassende Services für einen IT-Arbeitsplatz aus einer Hand an.
Bechtle Workplace Services:

  • Consulting
  • E-Procurement
  • Financial Services
  • Betankung & Rollout
  • Lifecycle Services inklusive IMAC
  • User Help Desk
  • Training Services
  • Wiedervermarktung der alten Systeme
Ansprechpartner.

Andreas Wilker
Mitglied der Geschäftsleitung,
Bechtle Systemhaus Holding AG
andreas.wilker@bechtle.com

 

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Veröffentlicht am 19.09.2017.