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Das richtige Mindset für den Modern Workplace.
Der Arbeitsplatz der Zukunft ist längst eine Angelegenheit der Gegenwart. Das war für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Digital Workplace Forums der Funkschau am 18. Oktober 2018 deutlich spürbar. Zwischen historischen Holzbalken kamen rund 130 Innovationstreiber, Technologieexperten, Entscheider und Anwender im Veranstaltungsforum Fürstenfeld bei München zusammen, um sich über den digitalen Arbeitsplatz auszutauschen. In Workshops, Vorträgen und einer Ausstellung informierten sie sich über Werkzeuge und Strategien, um den eigenen Arbeitsplatz zukunftssicher zu gestalten. Wichtige Impulse gab auch Andreas Wilker, der für Bechtle den Bereich Modern Workplace vorantreibt, in seiner Keynote zur Eröffnung der Veranstaltung.

„Wir brauchen die Offenheit, Neues auszuprobieren.“ Andreas Wilker während seines Vortrags beim Digital Workplace Forum. 

Herr Wilker, Ihre Keynote trägt den Titel „Was macht Arbeit zukunftsstark?“. Können Sie die Antwort auf diese Frage in wenigen Worten auf den Punkt bringen?


Ein zukunftsstarker Arbeitsplatz zeichnet sich dadurch aus, dass wir mithilfe digitaler Collaboration-Technologien enger, schneller und effizienter – intern wie extern – zusammenarbeiten. Neue Software wie beispielsweise Microsoft Teams oder WebEx Teams unterstützen dabei.

 

Welche konkreten Vorteile bietet moderne Collaboration-Software?

Mit Microsoft Teams oder WebEx Teams können wir schneller und effektiver im Team oder in Projekten kommunizieren, unter anderem mithilfe von Online-Meetings, Gruppenchats und Screensharing. Externe Experten lassen sich unkompliziert in Projekte miteinbeziehen. Dadurch sind Dienstreisen viel seltener notwendig. Darüber hinaus schaffen digitale Collaboration-Tools ein attraktives Arbeitsumfeld – und das wirkt sich positiv auf die Motivation der Mitarbeiter aus.

 

Was sind aus Ihrer Sicht die drei wichtigsten Kernbotschaften des Digital Workplace Forums?

Erstens: Fast alle Vortragenden kamen zu dem Schluss, dass Unternehmen den Anwender in den Mittelpunkt des Projekts stellen müssen, um eine erfolgreiche Umsetzung des Digital Workplace zu gewährleisten.

 

Zweitens: Es gibt nicht den einen richtigen Lösungsansatz für Unternehmen. Die Lösung ist immer individuell – in Abhängigkeit der Bedürfnisse des Unternehmens.

 

Und nicht zuletzt: Die Tragweite des Digital Workplace sowie die Geschwindigkeit, mit der er in die Unternehmen kommen wird, wird noch unterschätzt.


Technisch ist der Digital Workplace kein Problem mehr – die Herausforderung liegt darin, den Anwender mitzunehmen.


Wie weit sind Unternehmen Ihrer Ansicht nach in Sachen Digital Workplace?

Wir spüren im Mittelstand ein zunehmendes Interesse, sich mit den Chancen des Digital Workplace auseinanderzusetzen. Das liegt auch an der zunehmenden Akzeptanz von Cloud Services in den Unternehmen. Die Cloud bietet eine gute Basis, um über Konzepte zum Arbeitsplatz der Zukunft zu sprechen.

 

 

Wie stellen Unternehmen die Einführung des modernen Arbeitsplatzes am besten an?

Eine allgemein anwendbare Vorlage gibt es nicht. Dafür sind die Ausgangssituationen in den Unternehmen viel zu unterschiedlich. Oft beginnt die Einführung aber mit einfachen Werkzeugen und kleinen Funktionsänderungen, die sich nach den jeweiligen finanziellen Möglichkeiten richten. Das können Funktionen sein, die wir aus dem privaten Umfeld bereits kennen, wie etwa Chat oder Filesharing.

Dabei ist ein langsames Vorgehen wichtig, um die Menschen nicht zu überfordern. Technisch ist der Digital Workplace kein Problem mehr – die Herausforderung liegt darin, den Anwender mitzunehmen. Man muss einen Spirit im Unternehmen etablieren. Spaß am Digital Workplace, das ist der Schlüssel.

 

Und wie kann das gelingen?

Es beginnt sehr oft bei der Unternehmenskultur. Sie muss in der Regel angepasst werden und den Anwendern mehr Freiräume zugestehen, etwa mit Vertrauensarbeitszeit und -ort. Der Modern Worklace muss ganzheitlich in die Unternehmensprozesse integriert werden. Anwenderschulungen sind zu kurz gedacht, da sich die Lerninhalte fortlaufend verändern. Was wir brauchen, ist das richtige Mindset. Die Offenheit und den Willen, Neues auszuprobieren – und den Nutzen für sich zu entdecken.

 

Veröffentlicht am 06.11.2018.