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CIO-Organisation mit 360-Grad-Sicht aufs Business.
Aktiv handeln – das beschreibt das Selbstverständnis der CIO-Organisation bei Bechtle. Mit einem projekt- und serviceorientierten Modell hat sie eine 360-Grad-Sicht aufs Business.

Unternehmen wachsen, sind über Jahre erfolgreich und irgendwann ist Schluss. Klammheimlich oder mit lautem Mediengetöse, das hängt vom Bekanntheitsgrad ab. Meist sind gravierende strategische Fehler der Grund. Zu spät den Trend der Branche erkannt – zack, weg vom Fenster. Bisweilen liegt das Scheitern daran, dass die Organisation mit dem Wachstum des Unternehmens nicht mehr Schritt halten konnte. Gut, wenn man die Gefahr rechtzeitig erkennt. Und handelt.

 

Aktiv handeln – das genau beschreibt das Selbstverständnis der CIO-Organisation bei Bechtle. Ihr Herzstück ist das „Projekt- und Serviceorientierte Modell“.

 

 

Was das Modell auszeichnet, ist die 360-Grad-Sicht auf das Geschäft bei Bechtle.

 

  • Der Business Account Manager nimmt als Ansprechpartner die Anforderungen der internen Businesseinheiten auf. Ganz gleich um welches Thema es sich handelt, es gibt einen zentralen Kontakt, der den Bedarf aufnimmt und in die IT-Organisation trägt.
  • Im Kern sind die Fachthemen den jeweiligen Spezialistenteams zugeordnet. Sehr schlank ist dabei das Zweisäulenmodell aus Customer Service Management (im Schwerpunkt Applikationen) und IT-Basis- Service-Management (im Schwerpunkt IT-Arbeitsplatz, Server und Netzwerk).
  • Der User Service & Support stellt die bewährte und solide Basis dar, in der unsere geschätzten Kollegen sich jeden Tag mit großer Kompetenz, Gelassenheit und Nervenstärke um die „Bei-mir-funktioniert-was-nicht-Anrufe“ kümmern.
  • Die großen strategischen und übergreifenden Businessprojekte rund um Infrastruktur und Applikationen werden von einem professionellen Projektmanagement-Team begleitet.
  • Für heikle Themen wie etwa Security und Governance sowie für interne organisatorische Themen wie Lifecycle Management oder für das spannende Feld der Innovationen sind fünf Teams unter „Cross Division Services“ zusammengefasst.

 

Ein wunderbares Beispiel, das Logistik und IT an dieser Stelle zusammenführt, ist das Augmented-Reality-Projekt mit Smart Glasses. Bei der Realisierung sind für die Projekt-owner im Lager nicht nur die exzellenten Beziehungen zu den Partnern SAP, Vuzix und Epson wichtig, sondern auch die hervorragende Unterstützung der internen IT. 
Ulrich Baisch, Leiter Customer Service Management, IT-Architektur und Anwendungssysteme der Bechtle AG, bringt es auf den Punkt: „Eine leistungsfähige IT-Architektur mit einem starken Team sowie die enge Zusammenarbeit zwischen Business und IT sind die wesentlichen Erfolgsfaktoren. Beides konnte durch dieses Projekt erneut eindrucksvoll unter Beweis gestellt werden.“

 

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Kopf der CIO-Organisation bei Bechtle ist Harald Weickert.

Herr Weickert, Sie haben aus der „internen IT“ eine CIO-Organisation gemacht. Was heißt das denn konkret?

Eine CIO-Organisation ist dann hilfreich und gefragt, wenn sie eine 360-Grad-Business-Orientierung hat. Meine Mission als CIO ist, die IT zum Wertschöpfer für die Fachbereiche und Businesseinheiten zu machen. Die IT der Zukunft hat immer die Blickrichtung zum Business, ist immer darauf aus, das Geschäft für seine Businesseinheiten zu optimieren und in Neuerungen zu investieren. Agil und flexibel.

 

 

Wie verläuft denn der Weg hin zu einer CIO-Organisation?

Wir kommen von einer nahezu ausschließlich technisch orientierten IT-Betrachtung und bewegen uns in Richtung einer Projekt- und Serviceorganisation. Die IT steht eigentlich stellvertretend für die Gesamtorganisation. Oft sehen wir eher starre, heterogene IT-Landschaften. Gefragt sind aber hoch automatisierte, flexible, lösungs- und serviceorientierte IT-Zielarchitekturen.

 

 

Wie würden Sie den Satz weiterführen: Die Zukunft der Unternehmens-IT liegt in ihrer Fähigkeit...

...das Business proaktiv zu beraten, Prozessoptimierungen durchzuführen und mit Innovationen die Geschäftstätigkeiten zu unterstützen. Ganz knackig: Accelerate Business Performance.

 

 

Ist Transformation nur ein Buzzword?

Nein, Transformation ist der Begriff für Veränderung. Veränderungen gibt es schon immer und überall; Veränderungen bringen die Menschen, die Firmen – auch unsere – insgesamt weiter. Transformation fängt mit den Menschen an, nicht mit der Technik.

 

 

Was halten Sie eigentlich von dem Satz „Never change a running system“?

Das ist ein Satz aus der Vergangenheit, der in gewissen Situationen noch stimmen kann. Klar sollte man funktionierende Systeme laufen lassen, dennoch verändert sich unser Umfeld und auch der Markt. Diesem Wandel sollten wir positiv und mit Kraft gegenüber stehen, neue unternehmerische Fähigkeiten ausweiten und durchstarten.

 

 

Wie würden Sie Bechtle charakterisieren?

Bechtle hat eine ausgeprägte Hemdsärmeligkeit. Immer nach der Devise: pragmatisch denken und loslegen. Ich habe noch kein Unternehmen erlebt, das so stark nach vorne orientiert ist. Und eines ist klar: Die Dezentralität ist ein echter USP. Eine solche Nähe zum Kunden hat keiner unserer Wettbewerber. Das ist richtig, richtig stark.

 

 
ComputerwocheTV: Digitale Transformation – Harald Weickert über die Rolle des CIO

 

ComputerwocheTV: Digitale Transformation – Der Wandel des CIO

Veröffentlicht am 20.09.2016.