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From Crop to Shop: Oettinger Davidoff harmonisiert globale ERP-Systeme.
Die gesamte Wertschöpfungskette beherrschen und mehr Consumer-Orientierung. So lautete vereinfacht die neue Strategie von Oettinger Davidoff. Um die neuen strategischen Vorgaben umzusetzen, standardisiert und zentralisiert das Basler Familienunternehmen seine stark fragmentierte IT-Umgebung. Auf der Basis der modernen Business Suite SAP S/4HANA errichten die IT-Spezialisten von Oettinger Davidoff ein leistungsfähiges globales Prozesshaus, das als Grundlage für die Modernisierung und Vereinheitlichung der ERP-Systeme in den über 30 globalen Geschäftseinheiten dienen wird.

Oettinger Davidoff hat sich nach dem Credo „From Crop to Shop“ vor einigen Jahren strategisch neu positioniert. Das Unternehmen will künftig möglichst viele Elemente der Wertschöpfungskette selber kontrollieren, um eine maximale Produktqualität vom Anbau der Rohstoffe bis zum Verkauf in den weltweit rund 70 Davidoff Flagship Stores zu gewährleisten. Gleichzeitig soll das Geschäftsmodell in Richtung eines globalen „House of Brands“ mit Fokus auf die Endkonsumenten weiterentwickelt werden.

Die Herausforderung.
  • Neue Unternehmensphilosophie „From Crop to Shop“ mit durchgängiger Wertschöpfungskette
  • Über 30 Unternehmenseinheiten weltweit
  • Fragmentierte IT-Umgebung mit unterschiedlichen ERP-Lösungen
  • Unzureichende Performance bei rechenintensiven Reporting-Aufgaben
  • Kein zentraler Daten-Pool für schnelle Echtzeit-Analysen verfügbar

Die Lösung.
  • Zwei redundant ausgelegte HPE ConvergedSystem 500 for SAP HANA
  • ERP Business Suite SAP S/4HANA als neue ERP-Umgebung
  • Neues Backup-und Data-Recovery-Konzept
  • Einbindung in bestehende Monitoring-Lösung

Um die neue Strategie erfolgreich umzusetzen, musste das Traditionsunternehmen Strukturen und Prozesse anpassen – auch in der IT. Entsprechend lautete die neue Devise hier: „One company – one system“. Josef Huber, Vice President ICT Service Development bei Oettinger Davidoff, führt aus: „Unsere Systemumgebung war historisch bedingt stark fragmentiert. An uns erging vom Management der Auftrag, ein globales Prozesshaus zu bauen, das als Basis für die Standardisierung und Zentralisierung der ERP-Systeme in unseren über 30 globalen Geschäftseinheiten dienen soll. Wir wählten bewusst einen Greenfield Approach und hinterfragten sämtliche Prozesse und Systeme, wobei wir uns an zuvor definierten Key-Success-Faktoren orientierten.“

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Die Oettinger Davidoff AG.

Die Anfänge der Oettinger Davidoff AG reichen bis ins Jahr 1875 zurück. Heute verfügt das Familienunternehmen mit Hauptsitz in Basel über Tochtergesellschaften in zahlreichen Ländern, beschäftigt mehr als 3.500 Mitarbeitende und wies für das Jahr 2016 einen Umsatz von 600 Millionen Schweizer Franken aus. Das Kerngeschäft von Oettinger Davidoff sind die Herstellung, die Vermarktung und der Verkauf von Premium-Zigarren, Tabakprodukten und Accessoires. Das Geschäft mit Premium-Zigarren umfasst die Marken Davidoff, AVO, Camacho, Cusano, Griffin’s, Private Stock, Zino und Zino Platinum. Die über mehrere Zeitzonen verteilten Unternehmenseinheiten, welche auch Tabakplantagen in der Dominikanischen Republik, in Honduras und in Nicaragua umfassen, stellen hohe Anforderungen an Organisation, Prozesse und Systeme („Follow the sun“).

Da Oettinger Davidoff in IT-Schlüsselbereichen seit Jahren auf SAP und HPE setzt und damit sehr gute Erfahrungen gemacht hatte, wurden diese beiden Lösungspartner in den Evaluationsprozess mit einbezogen. „Für uns stand die Frage im Zentrum, wie wir alle unsere globalen Tochtergesellschaften auf ein einziges ERP-System und eine leistungsfähige zentrale Infrastruktur bringen, die hinsichtlich Geschwindigkeit, Verfügbarkeit, Stabilität und Sicherheit höchsten Anforderungen genügt und bereit für zukünftige Aufgabenstellungen in den Bereichen Echtzeit-Analysen und Big Data ist“, beschreibt Josef Huber die Herausforderung.

 

Power-Duo: SAP Business Suite S/4HANA und HPE ConvergedSystem for SAP HANA.

„Man könnte es einen glücklichen Zufall nennen, dass just zum Zeitpunkt, als wir uns über die neue Systemarchitektur im Klaren waren, SAP mit der SAP Business Suite S/4HANA die erste ERP-Suite vorstellte, welche vollständig auf dem vereinfachten Datenmodell der In-Memory-Technologie von SAP HANA basierte. Das Produkt passte perfekt zu unseren Anforderungen und zu unserer Zukunftsstrategie, zudem stand mit dem ConvergedSystem for SAP HANA unseres Hauslieferanten HPE eine topmoderne HANA-zertifizierte Hardware zur Verfügung. Wir wurden – obwohl wir in der Vergangenheit hinsichtlich IT-Technologie eine konservative Linie vertreten hatten – zum Early Adopter, investierten als eines der ersten Schweizer Unternehmen in Lizenzen für die SAP Business Suite S/4HANA und erwarben zwei neue HPE CS500 SAP HANA Appliances.“

Die SAP Business Suite S/4HANA und die beiden SAP HANA Appliances von HPE unterstützen uns hervorragend bei der Umsetzung unserer anspruchsvollen 'From Crop to Shop'-Strategie.


Josef Huber, Vice President ICT Service Development, Oettinger Davidoff AG

Für Oettinger Davidoff war die HANA-Datenbank-Technologie zu diesem Zeitpunkt keine Unbekannte: Das Unternehmen hatte bereits im Jahr 2013 sein SAP Business Warehouse auf eine HANA Appliance von HPE migriert. „Dass die Datenbank und die HPE Appliance gut funktionierten, wussten wir. Wir hatten aber Fragen hinsichtlich Stabilität und Ver­fügbarkeit der neuen S4 Business Suite, die wir in mehreren Workshops mit SAP klärten“, so der IT-Verantwortliche.

 

Die beiden HPE Appliances mit dem Betriebssystem SUSE Linux® for SAP HANA wurden vom Hardware-Partner Bechtle Steffen Schweiz AG in zwei geografisch getrennten Serverräumen bei Oettinger Davidoff installiert und voll redundant konfiguriert, sodass beim Ausfall einer Instanz automatisch die zweite hochfährt und den operativen Betrieb innerhalb einer Viertelstunde ohne jeglichen Datenverlust übernimmt. Diese von HP und SAP gemeinsam entwickelte Systemreplikation sorgt für höchste Datensicherheit und stellt die Business Continuity jederzeit sicher. Die Appliances wurden vollständig in die bestehende Backup-und Monitoring-Infrastruktur integriert, sodass die Systeme einfach und effizient vom kleinen IT-Team von Oettinger Davidoff überwacht werden können.

Mit den HPE HANA Appliances konnten wir erhebliche Verbesserungen bei der Verfügbarkeit und der Datensicherheit erzielen.


Serge Rais, Senior Manager Service Operation/Infrastructure, Oettinger Davidoff AG
Business-Beschleuniger: 30- bis 40-fache Geschwindigkeit bei Auswertungen.

Der Umfang und die Komplexität des ERP-Harmonisierungsprojektes bei Oettinger Davidoff erforderten ein stufenweises Vorgehen bei der Migration. Josef Huber: „In einem ersten Schritt haben wir unser Legacy-SAP-ERP-System, mit dem die meisten Geschäftseinheiten und auch die Muttergesellschaft nach wie vor operativ arbeiten, auf die HPE HANA Appliance migriert. Die so entstandene 'SAP Business Suite on HANA' arbeitet noch mit dem alten Programmcode, kann jedoch bereits die leistungsfähige In-Memory-DB von HANA nutzen und Daten für bereichsübergreifende Analysen und Auswertungen in einem zentralen Daten-Container zur Verfügung stellen. Unsere kürzlich neu gegründete deutsche Tochtergesellschaft nutzt bereits vollumfänglich die ERP Business Suite S/4HANA. In Parallelprojekten werden wir in den nächsten Monaten und Jahren sukzessive alle Legal Entities von Oettinger Davidoff auf unseren neuen globalen Standard S/4HANA und HPE HANA Appliance migrieren. Unser Ziel ist es, sowohl auf der Applikations- wie auch auf der Infrastrukturebene möglichst stark zu standardisieren und zu zentralisieren.“

Das Resultat.
  • Globales Prozesshaus auf der Basis von SAP S/4HANA
  • HPE ConvergedSystem 500 als Infrastrukturbasis
  • Optimale Unterstützung der „From Crop to Shop“-Philosophie
  • Zentrale Datenbasis für schnelle Analysen und Reports (z. B. Inventar)
  • Bis zu 40-fache Geschwindigkeitssteigerung
  • Hohe Stabilität und Datensicherheit durch Redundanz
  • Einfache Systemüberwachung durch internes Team

Leistungen von Bechtle Steffen.
  • Beratung betreffend Systemarchitektur gemeinsam mit HPE
  • Basisinstallation der Systeme vor Ort
  • Erstellung von Backup-, Recovery- und DR-Konzept
  • Einbindung in Backup-Infrastruktur
  • Fortlaufende Beratung/Betreuung über Update (OS-Basis), Systempflege etc.

Der Leistungszuwachs durch die In-Memory-Technologie ist frappant. Da die HPE HANA Appliance sämtliche Daten konstant im Arbeitsspeicher hält und bei der Verarbeitung nicht mehr zwischen Analyse- und Transaktionsdaten unterschieden werden muss, können riesige Datenmengen in Echtzeit bearbeitet, analysiert und ausgewertet werden. „Für ein Unternehmen, das die gesamte Wertschöpfungskette kontrollieren will, ist ein schneller Überblick über die Rohstoff- und Endprodukt-Inventare essenziell. Als eines der ersten Projekte haben wir darum eine große zentrale Inventardatenbank mit den Daten aller unserer Geschäftseinheiten auf HANA realisiert.“

 

Die Power-Kombi S/4HANA und HPE HANA Appliance unterstützt Oettinger Davidoff optimal bei der Umsetzung der neu definierten „From Crop to Shop“-Strategie. Das organisationsweit nutzbare SAP Business Warehouse on HANA mit Cross-Funktionalitäten und die neue Multi-Device-Benutzeroberfläche SAP Fiori bringen das IT-Team immer wieder auf neue Ideen, wie das Business noch effektiver unterstützt werden kann. Komplexe Analysen und Auswertungen laufen heute mit 30-bis 40-facher Geschwindigkeit – auf dem noch nicht HANA-optimierten Legacy ERP, notabene. Wichtige Verbesserungen konnten mit den beiden HPE Converged Systems for HANA auch in den Bereichen Verfügbarkeit und Datensicherheit erzielt werden. Serge Rais, Senior Manager Service Operation/Infrastructure bei Oettinger Davidoff: „Die Replikation zwischen unseren beiden Datacenter-Standorten und das Monitoring der Systeme sind gegenüber früher viel einfacher geworden. Die Standardisierung im Infrastrukturbereich bringt für unser kleines Team bedeutende Erleichterungen.“

Der Geschwindigkeitszuwachs durch die In-Memory-Technologie bei umfangreichen Analysen und Auswertungen ist frappierend.


Josef Huber, Vice President ICT Service Development, Oettinger Davidoff AG

Veröffentlicht am 01.08.2017.