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Frisch aus Florida – Highlights der Microsoft Ignite 2018.
Ende September fand in Orlando die Microsoft Ignite statt. Eine Konferenz für IT-Umsetzer, Influencer, Unternehmensentwickler und Daten-Spezialisten. Den Startschuss zum fünftägigen Blick in die IT-Zukunft mit Microsoft gab CEO Satya Nadella persönlich. Auch Bechtle war in Florida natürlich vor Ort. Unter anderem mit Niels Ophey, der fünf Technologien in den Mittelpunkt seines Rückblicks stellt.

Microsoft Windows Server 2019.

Windows Server 2019 ist seit Anfang Oktober allgemein verfügbar und ist der neueste langfristige Service-Channel. Er bekommt fünf Jahre Support und im Anschluss zusätzliche fünf Jahre erweiterter Support. Die weiterhin erscheinenden halbjährlichen Updates des Windows Server richten sich in erster Linie an Kunden, die den Windows Server im Bereich Container und Micro-Service Architekturen einsetzen und dort regelmäßig an den Innovationen teilhaben wollen.

 

Windows Server 2019 etabliert noch mehr als seine Vorgänger die Brücke zwischen on-premise und Microsoft Azure. Die neue Technik vereinfacht das Etablieren einer VPN-Verbindung zwischen einem Netzwerk in Azure und dem Windows Server 2019. Darüber hinaus können auch on-premise Server mit wenigen Schritten direkt in das Site-Recovery Szenario aufgenommen werden.

 

Auch im Bereich Sicherheit tut sich mit Windows Server 2019 einiges; Das Betriebssystem zeichnet sich vor allem für Hyper-converged-Infrastrukturen (HCI) aus. Dies spiegelt sich vor allem in der neusten Version des Windows Admin Centers (Version 1809) wieder. Zum einen ist hier das Management einer kompletten hyper-converged Infrastruktur ist umgesetzt und zum anderen befindet sich hier der zentrale Management-Punkt für alle Windows Server in einem Unternehmen.

 

Microsoft SQL 2019 (Vorschau).

Neben den schon bekannten Entwicklungen im SQL Server 2017 in Bezug auf einfache und betriebssystem-unabhängige Bereitstellung von SQL Server hat Microsoft im SQL Server 2019 den Fokus auf Big-Data Funktionalitäten gesetzt. Daten können jetzt im Spark oder Hadoop Filesystem aufgenommen, gespeichert und analysiert werden. Außerdem können über Konnektoren Datenbanksysteme wie Teradata, Oracle oder MongoDB direkt aus dem SQL Server 2019 abgefragt werden. Mircosoft setzt damit einen eingeschlagenen Weg konsequent fort: Datensilos wie sie die meisten Unternehmen kennen werden aufgebrochen und die Nutzung der Daten wird vereinfacht.

 

Windows Virtual Desktop.

Der neue Windows Virtual Desktop bietet die Möglichkeit einen virtualisierten Windows Desktop (mit Office, etc.)  über Azure auszuliefern. Windows Virtual Desktop ist zudem der einzige cloud-basierte Dienst, der ein Multiuser Windows 10 bietet, für Office 365 Pro Plus optimiert ist und für Windows 7 kostenlose erweiterte Sicherheitsupdates enthält. Kunden könnten also Ihre „alten“ Windows 7 Desktops noch für drei weitere Jahre im Windows Virtual Desktop betreiben und Ihr Client-Betriebssystem mit Sicherheitsupdates versorgen. Mit Windows Virtual Desktop können Kunden Windows Clients auf Azure in wenigen Minuten mit eingebauter Sicherheit und Compliance einsetzen und skalieren. Mit dem Service stehen alle virtuellen Maschinen-Größen zur Verfügung; das umfasst auch die grafikintensiven VMs in Azure. Eine Preview Version des Virtual Desktop ist für Ende 2018 angekündigt.

 

Cloud Edge.

Auch in diesem Bereich hat Microsoft viele Neuerungen gezeigt oder zumindest angekündigt. So ist es mit der aktuellen Version möglich einen Azure Stack bis auf zu 16 Knoten zu erweitern. Bisher mussten sich Kunden mit einer Obergrenzen von 12 Knoten zufrieden geben. Außerdem wurden Technologien wie Event Hub, BlockChain oder Azure Container Services  in den Azure Stack integriert.  Somit wird der wird die „Edge Cloud“ immer leistungsfähiger und hybride Architekturen werden immer konsistenter.

 

Außerdem lieferte Microsoft eine öffentliche Vorschau von Azure Sphere. Dieses Produkt ist eine  ganzheitliche Lösung zur Erstellung von Geräten, die durch gesicherte, vernetzte Mikrocontroller gesteuert werden. Die Lösung bietet Sicherheit, die bei abgesicherten Mikrocontrollern beginnt und sich bis zu einer schlüsselfertigen Cloud-Lösung erstreckt.

 

Microservice Architekturen.

Auf der Ignite wurden neue oder weiterentwickelte Technologien vorgestellt, die es erlauben, event-getriebe Architekturen in Azure abzubilden. Beispielsweise Azure Functions: Dies ist eine Option im serverless Computing, die in Version 2.0 veröffentlicht wurde. Zu den wichtigsten Neurungen gehören die sogenannten Durable Functions, kleine Code-Stücke, die neben der Ausführung von Logik auch ihren Status speichern. So wird es möglich, einen Workflow durch Azure Functions abzubilden, wenn dies durch Logik Apps nicht möglich ist. Ein weiterer wichtiger Baustein in solchen Architekturen ist die Datenspeicherung. Microsoft hat seiner nicht-relationalen Datenbank Cosmos DB die Multi Master Functions verpasst. Damit können mehrere geografisch verteilte Instanzen der Datenbank für Lese- und Schreibvorgänge gleichzeitig genutzt werden.

 

Knapp die Liste verpasst haben eine Vielzahl weiterer Themen. So zum Beispiel Azure IoT Twins, Cortana Skills for Enterpises, Ideas und Search im Office365, Azure virtual WAN und Azure Blueprints.

Ansprechpartner.

Niels Ophey

Principal Consultant Microsoft Solutions

Bechtle Logistik und Service GmbH

niels.ophey@bechtle.com

 

Links.
 

 

Veröffentlicht am 10.10.2018.