AZUBIT - 01.08.2022

Die Lernwerkstatt – Mehr als nur Ausbildung

von Leo Englert

Alle paar Wochen, am Bechtle Platz 1, kommen wir IT-Azubis zusammen, um einander zu treffen, kennenzulernen, auszutauschen und vor allem: gemeinsam zu lernen. Die sogenannte Lernwerkstatt bietet, neben klassischer Ausbildung in den Abteilungen und Berufsschule, den Azubis mehr an Wissen, Skills und praktischer Erfahrung.

Verfasst von

Leo Englert
Auszubildender: Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung

E-Mail: leo.englert@bechtle.com

Unsere Lernwerkstatt besteht aus verschiedenen Modulen, die sich jeweils mit unterschiedlichen Themen wie beispielsweise Hardware-Grundlagen, IT-Sicherheit, Grundlagen der Programmierung auseinandersetzen. Dabei sind die Themen nicht nur für die Fachinformatiker:in für Systemintegration interessant, sondern auch für die Auszubildenden im Ausbildungsberuf Fachinformatiker:in für Anwendungsentwicklung. Die Auszubildenden der beiden Berufsrichtungen lernen sich und die Inhalte der Ausbildungsberufe in den ein- bis zweiwöchigen Kursen besser kennen. Im Laufe der Ausbildung besuchen wir Auszubildenden die Bechtle Lernwerkstatt für acht verschiedenen Module.

Die Durchführung der Module erfolgt durch externe Dozent:innen oder interne Bechtle Expert:innen, welche die Themen mit vielen Details, Interesse und Leidenschaft vermitteln. Nicht oft war ich erstaunt von ihnen zu hören, wie die Anfänge des PCs, unseres Internets und der IT-Sicherheit waren und wie sehr sich unsere IT-Welt geändert hat (natürlich zum Besseren).

Zum Schluss eines jeden Moduls darf die Präsentation der Azubis, für die Ausbilder:innen, nicht fehlen. So wird das Wissen auf die Probe gestellt. Natürlich werden dabei gleichzeitig benötigte Skills vermittelt. Denn Wissen und Ideen teilen können, ist heute wichtiger denn je, bei einer agilen IT, wie hier bei Bechtle.

Welchen Nutzen stiftet uns die Lernwerkstatt?

Die Lernwerkstatt bietet ein ganzes Arsenal an neuem und relevantem Wissen, mit dem wir später, wenn wir ausgelernt haben, unseren Beruf mit mehr Kompetenz und einem „Bechtle-Grünen-Daumen“ ausüben können.

Ein weiterer wichtiger Vorteil ist, dass wir durch das vermittelte Wissen dem Lehrstoff der Schule deutlich voraus sind. Letzten Endes sind wir für die Prüfung der IHK um einiges besser vorbereitet. Ich, beispielsweise, verstehe endlich wie Subnetting funktioniert, mit dem ich in der Schule anfangs Schwierigkeiten hatte. Demnach ist die Lernwerkstatt eine hilfreiche Ergänzung zu den Lerninhalten der Berufsschule.

Nicht zu unterschätzen ist unser Teambuilding, welches wir in gemeinsamen Projekten immer wieder erproben. Wo wären wir, ohne die Fähigkeit uns abzustimmen, gemeinsam zu planen oder uns gegenseitig zu begeistern? – Ein Beispiel: Im Modul „Grundlagen der Programmierung“ haben wir die Aufgabe bekommen, das Spiel „Hang man“ als Gruppenprojekt zu programmieren. Zu Beginn machten wir uns Gedanken zu: „Wie soll die Oberfläche aussehen?“, „Welche Logik wird benötigt?“, etc. Bei der Umsetzung haben wir uns im Team gegenseitig in der Programmierung geholfen und unser Wissen dadurch gefestigt. Zum Schluss gab es eine Präsentation, in welcher jedes Team sein Projekt vorgestellt hatte.

Ein weiteres Projekt von uns drehte sich um die Programmierung eines kleinen „Sonnensystems in 3D“ mit OpenGL, ergänzt um einen kleinen „Bechtle Planet“. Das Projekt war für uns eine kreative Herausforderung. Wir konnten zeigen, wozu wir (durch gutes Teamwork) in der Lage sind.

Aber auch das gemeinsame Lernen stärkt nicht nur die fachlichen Fähigkeiten, sondern auch die Kontakte zu anderen Auszubildenden.  Der Austausch untereinander ist innerhalb der Lernwerkstatt deutlich einfacher, da wir während der Ausbildung in unterschiedlichen Fachbereichen eingeteilt sind. In der Lernwerkstatt haben wir Zeit uns über unsere Ausbildungsberufe sowie Inhalte auszutauschen. In den Pausen gehen wir gemeinsam essen in unserer Piazza oder holen uns einen Kaffee in der Europpassage. Eine Barriere zwischen uns Auszubildenden gibt es nicht, ganz im Gegenteil, wir können uns entspannt und ausgiebig über verschiedene Themen unterhalten.

Was ist am Ende der Lernwerkstatt geplant? 

Demnächst bekommen wir ein Projekt zugeteilt, was den Abschluss der Lernwerkstatt darstetellt.  In diesem Projekt können wir unser erlangtes Wissen noch einmal unter Beweis stellen und zeigen, was wir gelernt haben. Jeder von uns bekommt sein eigenes Projekt zugeteilt, bezogen auf den jeweiligen Ausbildungsberuf. Ich persönlich freue mich schon auf das Projekt, auf die Herausforderung, auf die Präsentation am Ende und auf unsere aller Kreativität.

AZUBIT Leo 

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Diesen Beitrag haben wir veröffentlicht am 01.08.2022.