Networking Solutions 22.02.2021

Digitalisierte Schulen – es könnte alles so einfach sein …

März 2020: Bis dahin habe ich die Kritik am Digitalisierungsfortschritt der Schulen in Deutschland nie wirklich verstanden – obwohl ich einen Sohn im Grundschulalter habe. Mein Tenor, vermutlich weil bis dahin auch alles funktioniert hatte, war: Wozu braucht es schon flächendeckendes WLAN an der Grundschule? Ich bin froh, wenn die digitalen Medien noch nicht im Mittelpunkt stehen. Und dann kam Corona und der erste Lockdown!

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Jan Hartmann
Senior VIPM Cisco

Plötzlich waren wir mit Homeschooling und der Verteilung von Arbeitsblättern per E-Mail konfrontiert. Auch die Kommunikation mit anderen Schülern oder Lehrern war nur per E-Mail oder WhatsApp Elterngruppen möglich – an Unterricht war nicht zu denken. Nach ein paar Wochen wurde dann zwar eine Lernplattform eingerichtet und einiges wurde ein wenig einfacher, aber zeitgemäß war das nicht. Mir persönlich wurden aber die Augen geöffnet, da ich selbst auch auf dauerhaftes agiles Arbeiten schwenken musste, was aber bei Bechtle kein Problem war – dank VPN, Webex und Co.

Ich stellte mir also die Frage: Warum geht das für Schüler nicht genauso einfach?

Gleichzeitig hat sich meine berufliche Rolle insofern verändert, dass ich mich mit dem Thema Digitalisierung, insbesondere von Schulen und Bildungseinrichtungen, beschäftigen musste und mir klar wurde, was allein mit meinem Fokushersteller Cisco im Schulumfeld alles möglich ist – die Use Cases liegen ja auf der Hand:

  • Mit Webex könnten Unterrichtsstunden virtuell stattfinden – unabhängig von den Endgeräten.
  • Webex Teams würde klassenweise virtuelle Räume ermöglichen. Auch die abgetrennte Kommunikation des Kollegiums wäre kein Problem.
  • Dokumente könnten einfach verteilt und auch wieder eingesammelt werden.
  • Sogar die Kommunikation zwischen Eltern und Lehrern wäre einfach und schnell integrierbar.

Bechtle hat in dieser Zeit die Stay-Productive-Kampagnen initiiert und gemeinsam haben die Bechtle Einheiten im Schulumfeld vieles in kürzester Zeit möglich gemacht – insbesondere beim Onboarding von Collaboration-Lösungen.

Als es dann wieder in den Präsenzunterricht ging und mein Sohn nach den Sommerferien auf die weiterführende Schule wechselte, hatte ich in Summe einen ganz anderen Blick auf die Dinge und kannte die vielfältigen Anwendungsszenarien, die für das Schulleben im digitalen Zeitalter eigentlich Standard sein sollten.

Man hat aber schon während der Phase des Präsenzunterrichts gemerkt, dass auch an der neuen Schule das Thema Digitalisierung noch keinen Einzug gehalten hat. Es gab weder Whiteboards noch flächendeckendes WLAN – von schuleigenen Endgeräten für die Schüler ganz zu schweigen. Selbst die Overhead-Projektoren, die ich noch aus meiner eigenen Schulzeit kenne, sind noch im Einsatz. Man hat also auch hier die Chancen nicht genutzt, was sich dann im zweiten Lockdown natürlich bemerkbar gemacht hat.

Es ging wieder alles über eine Lernplattform, die anfangs nicht funktioniert hat. Die Lehrer gehen alle unterschiedlich damit um, Videokonferenzen klappen nicht immer zu 100 % und jeder Schüler greift mit seinen eigenen Geräten zu, was ein einheitliches Lernen fast unmöglich macht.

Dabei könnte es auch anders aussehen.

Cisco Meraki hat ein umfassendes und ideal auf die Bedürfnisse von Schulträgern zugeschnittenes Portfolio – insbesondere wenn es darum geht, mehrere Schulstandorte zentral und einheitlich zu steuern. Alle Digitalisierungsprojekte erfordern an erster Stelle eine passende Infrastruktur, also ein flächendeckendes WLAN und ein sicheres Netzwerk. Das ist bei Cisco Meraki selbstverständlich, aber es gibt darüber hinaus eben noch viele andere Mehrwerte, die speziell im Schulumfeld zum Tragen kommen.

Cisco Meraki ist eine Full-Stack-Netzwerklösung, die über ein Dashboard in der Cloud verwaltet wird. Das bedeutet, dass es neben Wireless-LAN-Produkten auch Switches, Firewall-Lösungen und eine integrierte Mobile-Device-Management-Lösung gibt. Endgeräte, die Schulen beispielsweise über den Digitalpakt angeschafft haben, können damit genauso einfach und zentral verwaltet und administriert werden wie das Netzwerk und die WLAN-Infrastruktur. Mit wenigen Klicks – in ein und demselben Dashboard!

Beispielhafte Szenarien wären z. B. die Priorisierung von Bildungsanwendungen und Lernplattformen auf den Endgeräten oder der Schutz von Schülern mit integriertem Google/Bing/Yahoo Internet SafeSearch vor unangemessenen Inhalten.

Ein Interessanter Nebeneffekt der Endgeräteverwaltung: Gerade im Zusammenspiel mit iPads ergeben sich durch die Herstellerpartnerschaft zwischen Cisco und Apple einige technologische Vorteile – beispielsweise die Integration mit Apple School Manager und Apple Classroom.

Die Use Cases sind zahllos und es ergeben sich Mehrwerte für alle – angefangen bei den Schülern und Lehrern bis hin zu den Eltern und natürlich auch den Schulträgern oder Kommunen, die für die Administration und Verwaltung zuständig sind.

Ich hoffe sehr, dass der aktuelle Lockdown vielen Kommunen, Verwaltungen und Schulträgern ein Ansporn ist, den Weg zum digitalen Klassenzimmer anzugehen.

Bechtle unterstützt Sie dabei, sei es über unsere Competence Center für Schulen in Nürnberg und Mainz, Informationen und Hilfestellungen zu Medienentwicklungsplänen, unsere flächendeckenden Systemhäuser und unsere Partnerschaft mit Cisco – oder auch über unsere Bechtle Kampagnen.

Besonders hinweisen möchte ich an dieser Stelle auf unsere Webinare zu den Digitalisierungsmöglichkeiten im Bildungswesen. Insbesondere das Webinar am 24. Februar gibt einen tollen Einblick in die Möglichkeiten eines digitalisierten Klassenzimmers.