Karriere - 24.08.2021

5 Fragen an Fabian Gerhart, System Engineer im Bereich Netzwerke und Security.

Im Norden von Deutschland liegt das Bechtle IT-Systemhaus Kiel. Fabian Gerhart hat dort seine Ausbildung absolviert und vor einem halben Jahr seinen Abschluss als Fachinformatiker gemacht – und das als Jahrgangsbester. Doch der Weg dorthin verlief nicht immer geradlinig. Im Interview spricht er über seine Erfahrungen …

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1. Fabian, wie können wir uns deinen Arbeitsalltag und deine Freizeitgestaltung vorstellen?

Angefangen habe ich bei Bechtle vor drei Jahren als Fachinformatiker – einer von drei Azubis im Bechtle IT-Systemhaus Kiel. Im Februar 2021 hatte ich meine Abschlussprüfung und bin jetzt als System Engineer im Bereich Netzwerke und Security tätig. Da ist momentan auch wirklich viel zu tun. Durch die Pandemie haben viele Kunden auf Homeoffice umgestellt, was bedeutet, dass die Infrastrukturen und Netzwerke angepasst und umstrukturiert werden müssen.

Zu Beginn meiner Ausbildung hätte ich nie gedacht, dass ich mich einmal für den Bereich Netzwerktechnik entscheiden würde. Alles war neu und interessant. Und ganz klar, ich war am Anfang auch echt ahnungslos, was sich konkret hinter den Abteilungen verbirgt. So konnte ich mir im ersten halben Jahr sowohl im Bereich Clouds als auch im Microsoft Team ein Bild verschaffen. Dann kam ich in den Netzwerk-Bereich und für mich war relativ schnell klar, dass das zu mir passt. Alles ist logisch aufgebaut und es lässt sich direkt prüfen, wenn etwas nicht passt. Sprich: Ist das Kabel richtig eingesteckt, kommen die Informationen durch!

Außerhalb der Arbeit bin ich eher offline unterwegs, z. B. beim Fußball. In Kiel haben wir eine Hobbymannschaft mit vielen Studenten. Da spielt man dann mit Archäologen oder Materialwissenschaftlern zusammen, was echt spannend ist. Und zum anderen bin ich leidenschaftlicher Rollenspieler, aber auch das komplett ohne Technik. In eine andere Welt einzutauchen und gemeinsam Abenteuer zu erleben, das macht wirklich Spaß.

2. Wie bist du auf den Ausbildungsberuf und das IT-Systemhaus Kiel gekommen?

Nach der Schule habe ich direkt angefangen zu studieren – Mathematik und Physik auf Lehramt. Bereits im ersten Semester habe ich gemerkt, dass der Pädagogikanteil doch zu kurz kommt. Dann hab ich das Fach gewechselt und so kamen ein paar Semester zusammen. Während des Studiums habe ich im First Level Support bei einem IT-Unternehmen gearbeitet, das hat mir echt Spaß gemacht. So habe ich mich dann auf die Suche nach dem passenden Ausbildungsberuf begeben und mich schlussendlich für den Fachinformatiker entschieden.

Ich habe mich bei einigen Unternehmen beworben, auch bei Bechtle, wo ich zunächst eine Absage bekam. Einige Tage später hatte ich dann doch noch einen Mitarbeiter von Bechtle in der Leitung. Ein Bewerber war abgesprungen und ich wurde gefragt, ob ich spontan am Nachmittag auf ein Gespräch vorbei kommen wolle. Die Chance habe ich natürlich genutzt! Das Gespräch lief gut, mein Gesprächspartner hat mir vermittelt, um welche Inhalte es in der Ausbildung geht. Auch das 2. Gespräch mit dem Fachbereich hat gepasst – ich hatte den Vertrag in der Tasche!

3. Was hat dich dazu bewogen, bei Bechtle die Ausbildung zu machen und auch danach zu bleiben?

Ausschlaggebend für Bechtle waren zwei Dinge. Zum einen die Größe des Unternehmens – das hat mich direkt beeindruckt. Und zum anderen das Vorstellungsgespräch, die vielen Informationen zur Ausbildung und auch die Möglichkeiten, sich selbst einzubringen und selbständig Themen anzugehen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon eine Zusage von einem anderen Unternehmen – entschieden habe ich mich aber für Bechtle und bin immer noch da. Warum? Der Umgang untereinander gefällt mir – generell sind alle aufgeschlossen und offen, das Verhältnis zu den Vorgesetzten ist sehr gut und mit den Kolleginnen und Kollegen trifft man sich auch mal privat. Aber klar, auch die Aufgaben müssen passen und der Spaß bei der Arbeit darf nicht zu kurz kommen!

4. Welche Tipps hast du für diejenigen, die im Sommer 2021 ihre Ausbildung beginnen?

Erst gestern habe ich bei uns am Standort die neuen Azubis begrüßt. Mein Credo: offen und interessiert sein! Wenn mir jemand etwas zu einem Thema erklärt, dann stelle ich Rückfragen und freue mich, dass Wissen mit mir geteilt wird. Das gleiche erwarte ich auch von meinem Gegenüber. Es hilft auch, sich mit anderen Auszubildenden auszutauschen. Ich hatte in der Berufsschule mit drei Klassenkameraden eine Lerngruppe. Jeder hatte seine Spezialisierung und somit haben wir eine große Bandbreite an Themen abgedeckt. Vor der Prüfung haben wir uns immer samstags getroffen und sind alte Klausuren durchgegangen – eine bessere Prüfungsvorbereitung hätte ich nicht haben können.

5. Wie muss für dich der perfekte Arbeitstag aussehen, damit du am Ende zufrieden nach Hause gehst?

Was mir immer gefällt, ist, wenn ich am Ende des Tages ein Ergebnis meiner Arbeit habe und mein Wissen mit anderen teilen konnte. Manchmal schnappe ich mir morgens ein paar Hardwarekomponenten und nehme die Azubis mit dazu. Gemeinsam konfigurieren wir die Teile und passen sie an. Im Anschluss geht‘s direkt raus zum Kunden, alles läuft auf Anhieb und das Ergebnis stimmt. Ich denke, das wäre mein perfekter Arbeitstag. Idealerweise sitzt der Kunde am Timmendorfer Strand, damit ich im Anschluss den Tag dort ausklingen lassen kann. 😉

Vielen Dank für das Interview, Fabian!

Diesen Beitrag haben wir veröffentlicht am 24.08.2021.