Karriere - 30.09.2021

Alles außer gewöhnlich: Behind the scenes im Profisport.

Viele Kolleg:innen am Bechtle Platz 1 kennen Michael Stegmüller, ohne ihn zu kennen. Wenn er mit seinen farbenfrohen Hemden über die Piazza flaniert, fällt er auf, und auch sein aktuelles Hintergrundbild in MS Teams, eine Collage aus Disney Figuren, ist das wohl bunteste in der Bechtle Welt. Wer ist der Mann im Vordergrund? In seinem Profil steht „File & Storage Specialist, Bechtle IT“. Wir wollten es genauer wissen und haben nachgefragt – und dabei unter anderem erfahren, wie man Behind-the-scenes-Einblicke bei Sportgroßveranstaltungen erhaschen kann.

Verfasst von

HR-Kommunikation

E-Mail: alice.hopf@bechtle.com

  1. Michael, du engagierst dich seit 2017 jedes Jahr im Sport-Volunteering. Was ist das?

    Das Sport-Volunteering ist die Freiwilligenarbeit bei Sportveranstaltungen im In- und Ausland. Große  Veranstaltungen wie die Welt- und Europameisterschaften, aber auch regionale Wettbewerbe können immer Unterstützung gebrauchen. Da gibt es im Hintergrund jede Menge zu tun. Man meldet sich einfach online für eine Veranstaltung an und wird dann je nach persönlichen Stärken einem Bereich zugeteilt. Die Unterkunft und Anreise bezahlt man selbst, der Veranstalter stellt die Verpflegung.

  1. Welche Bereiche und Aufgaben gibt es?

    Mögliche Bereiche sind zum Beispiel Eventshowmanagement, Gästebetreuung, IT, Logistik, Akkreditierung, Unterkünfte, Wettkampforganisation oder Ticketing. Auch die Betreuung der Volunteers ist ein eigener Bereich, bei der Fußball-EM in München waren wir circa 800 Volunteers. Die konkreten Aufgaben reichen von Transportfahrten über das Ausstatten der Umkleidekabinen für die Sportler:innen bis hin zur Organisation der Show-Bühne, damit beim Zuschauer zu Hause das Fernsehbild stimmt. Es ist sehr vielfältig.

  1. Was reizt dich am Volunteering?

    Mir gefällt vor allem das Miteinander und der Spaß bei den Veranstaltungen. Im Volunteering triffst du auf Menschen jeglichen Alters und aus verschiedenen Ländern. Viele Kontakte bleiben auch außerhalb der Veranstaltungen bestehen und es entstehen Freundschaften. Darüber hinaus bin ich dankbar dafür, schon so viel herumgekommen zu sein: Die drei Wochen in München während der Fußball-EM 2020 waren ein Highlight, aber auch 2019 die Turn-WM in Stuttgart oder die Handball-WM der Männer in München. Meine Frau konnte ich auch fürs Volunteering begeistern und wir machen einen Urlaub draus. Wir finden, das lohnt sich: Man tut etwas Sinnvolles, lernt neue Leute kennen und immer was dazu.

    Außerdem ist es immer wieder spannend zu sehen: Auch die Profis kochen nur mit Wasser. Oft tauchen vor Ort Probleme und Herausforderungen auf, die man dann möglichst schnell lösen muss. Man erhält viele Behind-the-scenes-Eindrücke und versteht, welcher Riesen Aufwand hinter dem steckt, was man sonst nur im Fernsehen sieht. Das ist ähnlich wie in der IT.

    Ähnlich wie in der IT?

    Ja, ich arbeite bei Bechtle ja auch an der Struktur im Hintergrund. In meinem Job als File & Storage Specialist muss ich ebenso vorausschauend denken und sicherstellen, dass Abläufe reibungslos funktionieren, und dabei teilweise sehr kurzfristig reagieren. Genau das ist es, was mir beim Volunteering wie auch in der IT so Spaß macht: die Dinge bis ins Detail planen und mögliche Stolpersteine miteinbeziehen. Immer noch ein Stück weiter vorausdenken.

  1. Was waren deine bisherigen Highlights im Volunteering?

    Die größte Überraschung war, als mir bei der Handball-WM unser ehemaliger Bundestrainer Dagur Sigurðsson (2014–2017) auf dem Gang entgegenlief. Ich muss komisch geguckt haben, denn er fragte mich: „Willst’n Foto?“. Das war ein starker Moment.
    Der sportlichste Tag war in der Münchner Olympia-Halle, als ich mit Kollegen 12.500 Klatschpappen auf den Sitzplätzen verteilt habe. Wir sprechen hier von Treppen auf 25 Höhenmetern, und ich bin sie mindestens zehn Mal hoch und runtergelaufen.

    Auf den nächsten Einsatz freue ich mich auch schon: die European Championships 2022 in München.

    Wenn du nur drei Worte hättest: Wie würdest du dich selbst beschreiben?
  2. Penibel, verrückt und lustig. Andere würden wohl sagen, dass ich öfter mal außer der Reihe tanze. Aber eigentlich sind mir Normen und Regeln wichtig. Nur nebenbei: Bevor ich mein erstes buntes Hemd gekauft habe, hatte ich mir ein Okay von fachkundiger Stelle eingeholt.

    Dann bleibt nur noch eine Frage: Du bist Disney Fan?

    Oh ja! Das Stück Kindheit hab ich mir bewahrt. Ich bin Mitglied im offiziellen Disney Fanclub USA  (D23) und durch den Besitz einer Jahreskarte jedes Jahr zu Besuch im Disneyland Paris. Ich sammle Disney Pins und zähle ungefähr 3.500 Stück in meiner Sammlung.

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Diesen Beitrag haben wir veröffentlicht am 30.09.2021.