Microsoft - 23.09.2021

Erneuerung & Wandel – Microsoft stellt neue Surface Hardware vor.

Der berühmte Maler Vincent van Gogh sagte einmal, dass „Wandlung notwendig ist, wie die Erneuerung der Blätter im Frühling“. Warum gerade dieses Zitat so gut passt?. Weil Microsoft am gestrigen Mittwoch sein jährliches Surface Event veranstaltete – dabei wurden in den vergangenen Jahren einerseits Meisterwerke vorgestellt, die eines Van Goghs würdig sind, und andererseits, weil der Hersteller das mit dem Wandel und der Erneuerung mittlerweile sehr gut beherrscht.

Verfasst von

Business Development Manager

E-Mail: michael.stachowski@bechtle.com

Consultant – Microsoft und Workplace Management

E-Mail: florian.vees@bechtle.com

Surface Duo 2.

Microsoft hat am Mittwoch das neue Surface Duo 2 angekündigt, das Nachfolgegerät des legendären ersten Klapphandys mit Googles Betriebssystem Android. (Microsoft Surface Duo: Das Smartphone mit dem gewissen Etwas.). Das Duo 2 behält das auffällige Design seines Vorgängers, Microsoft bessert aber an den entscheidenden Stellen nach. Dieses Mal setzt Microsoft eine sehr gute Triple-Kamera ein, die im Ultrawide Mode 16 Megapixel, sowie jeweils 12 Megapixel im Wide- und Telephotomode bietet. In beiden Modi verfügen die Kameras auch über optische Bildstabilisatoren.  Das Gerät unterstützt zudem den neuen 5G Standard und mit dem Snapdragon 888 wird auch ein aktueller Prozessor verbaut.

Die seitliche „Glance Bar“ mit Bildschirm mach das Duo 2 auch nutzbar, wenn es geschlossen ist: Diverse Kurzinformationen wie die Uhrzeit und verpasste Benachrichtigungen werden angezeigt. Das Gerät ­ –  zukünftig in Weiß und im neuen Schwarz erhältlich – erhältlich, verfügt zudem über eine biometrische Entsperrung mittels Fingerprint-Reader.

Surface Pro 8.

Das Surface Pro ist wohl so etwas wie die Mutter aller Surface Devices: An Idee und Funktion haben sich seit dem ersten Pro im Jahr 2013 nichts geändert. Ein multifunktional einsetzbares Convertible mit abnehmbarem TypeCover, Full-Touch-Display und optional benutzbarem Pen für den privaten Gebrauch, aber auch verschiedenste Business Use Cases. Oder einfach: die optimale Mischung aus Tablet und Laptop für eine breite Zielgruppe.

Mit dem Surface Pro 8 poliert Microsoft die Produktpalette auf und spendiert der Reihe wohl das größte Upgrade seit dem Surface Pro 4 von 2014. Das Surface Pro 8 bekommt von Microsoft ein 13-Zoll PixelSense Flow Display mit höherer Auflösung, sowie Dolby Vision und Adaptive Color Technology für eine optimale Bilddarstellung bei jeder Helligkeit. Durch das größere Display werden auch die bislang doch recht auffallenden Bildschirmränder reduziert. Das Surface Pro 8 erhält so den schlanken und modernen "Surface Pro X Look".

Auch bei der Bildwiederholfrequenz wurde nicht gespart. Das Surface Pro 8 unterstützt bis zu 120Hz. Nativ wird das Surface Pro 8 mit 60Hz im Alltag benutzt werden, nur beim Zeichnen mit dem neuen Surface SlimPen 2 springt die Frequenz dann für die optimale Darstellung und das beste Feedback auf die maximal möglichen 120Hz. Ähnlich wie Apple, spendiert Microsoft dem Surface Pro 8 mit Windows 11 hierfür ein "ProMotion" Feature, welches für eine dynamische Anpassung der Bildwiederholfrequenz im Alltagsbetrieb sorgt.

Wie bei jedem Surface Pro Device darf natürlich das altbekannte TypeCover nicht fehlen. Auch hier gibt es ein Update: Microsoft hat das Surface Pro X TypeCover mit integrierter Lademöglichkeit für den Surface SlimPen adaptiert und für die neue Hardwaregeneration angepasst. Hier ist die größte und interessanteste Neuerung wohl der Stift selbst, welcher einen Motor für direktes haptisches Feedback bekommen hat. Mit diesem Feedback soll sich Zeichnen und Schreiben auf dem 120Hz Display noch realer und echter anfühlen.

Verzichtet hat Microsoft beim Surface Pro 8 auf USB-A Anschlüsse, stattdessen wurde auf USB-C mit Thunderbolt 4 gewechselt. Um genügend Peripherie anschließen zu können, gibt es gleich zwei davon. Mit dabei ist außerdem nach wie vor der standardisierte Surface Connector Anschluss zum Aufladen und Verbinden mit dem Surface Dock. Versprochen wurde auch mehr Leistung und bessere Performance. Richten soll das Intels 11th Generation Quad-Core Prozessor und bis zu 32GB RAM und 1TB Festplattenspeicher. Damit soll das Surface Pro 8 bis zu 40 Prozent performanter sein als der Vorgänger, das Surface Pro 7. Bei der Grafikleistung sollen es sogar satte 74 Prozent sein. Natürlich wurde auch etwas an der Akkulaufzeit verändert. Das Surface Pro 8 soll im Alltag bis zu 16 Stunden ohne Ladekabel verwendet werden können. Ab dem 5.Oktober soll das Pro 8 verfügbar sein und, je nach Ausstattung und Modell, bei knapp 1.000 Euro beginnen.

Surface Go 3.

Fast schon spektakulär unspektakulär wurde das neue Surface Go 3 angekündigt. 2020 hatte Microsoft mit dem Surface Go 2 wohl eines der am besten performenden und gleichzeitig erschwinglichen Windows-Laptops auf den Markt gebracht. Das Surface Go 3 knüpft hier nahtlos an. Am Design wurde nicht verändert. Sowohl das Surface Go 2, als auch das neue Go 3 besitzen dasselbe 10,5-Zoll 1920x1080 Display mit derselben integrierten Kamera, denselben Lautsprechern und Mikrofonen und den identischen Ports und Anschlüssen.

Was hat sich dann getan? Nun, Microsoft wird mit dem Surface Go 3 die Möglichkeit ergänzen, eine Modellvariante mit entweder einem Intel Pentium Gold 6500Y oder einem Intel i3-10100Y auszustatten. Im Vergleich zum Vorgänger ist das ein nicht zu unterschätzendes Leistungsupdate von bis zu 60 Prozent. Natürlich kommt das Surface Go 3 mit Windows 11 an Board und der Unterstützung für das Microsoft Pen Protokoll. Der neue SlimPen 2 wird also auch problemlos mit dem Go 3 kompatibel sein. Als kleine Besonderheit: Aktuell ist es (noch) nicht möglich ein Go 3 mit einem LTE-Modul auszuwählen. Microsoft hat allerdings bereits angekündigt, dass „in den kommenden Monaten“ definitiv mit einer LTE-Version des Surface Go 3 zu rechnen ist.

Surface Adaptive Kit.

Gemeinsam mit dem Surface Go 3 wurde außerdem ein universell einsetzbares „Surface Adaptive Kit“ angekündigt. Das Adaptiv Kit soll vor allem Menschen mit körperlichen Einschränkungen dabei helfen Surface-Geräte im Alltag zu verwenden. Das Kit enthält dafür „Keycap Labels“, „Bump Labels“, „Port Indicators“ und „Device-Öffner“. Jedes Gadget bietet eigene Möglichkeiten für bessere Zugänglichkeit bei der Benutzung von Surface Devices. Bislang gibt es keine Informationen zur Verfügbarkeit. Realistisch ist ein Marktstart des Adaptive Kits zum Ende des Jahres. Der Einsatz des Adaptive Kits ist dabei nicht auf die aktuellen neuen Modelle beschränkt, sondern lässt sich auch mit der Vorgängergeneration und dem Surface Dock, sowie dem Surface Pen verwenden.

Surface Laptop Studio.

Am gestrigen Event stellte Microsoft direkt nach dem Surface Pro 8 auch das neue Surface Laptop Studio als Nachfolger des Surface Book 3 vor. Der Clou: Während man beim Surface Book 3 das Display komplett von der Tastatureinheit trennen konnte und so ein eigenständiges Tablet in der Hand halten konnte, ist das Display beim Laptop Studio fest mit der restlichen Gehäuseeinheit verbunden, kann aber durch einen innovativen Klappmechanismus in einen Tablet-Modus abgesenkt werden.

Preislich geht’s los bei 1.600 Dollar, ein Premium-Preis für Premium-Hardware. Zielgruppe des Geräts werden sowohl Powergamer:innen als auch Grafiker:innen oder andere Berufsgruppen sein, die eben Rechnerpower brauchen und oft auf dem Display herumschreiben müssen oder wollen.

Das Display des Geräts besteht aus einem 14,4 Zoll Pixelsense Display und besitzt eine Bildwiederholfrequenz von 120 Hz. Das Seitenverhältnis beträgt 3:2 bei 2400 x 1600 Pixel (201 PPI). Windows Hello in Form einer dafür ausgelegten Kamera an der Front ist ebenso an Bord wie Dolby Atmos fähige Studiolautsprecher. Zudem verfügt das Surface Laptop Studio über zwei Thunderbolt 4 USB-C-Anschlüsse. Der Surface Connector Anschluss ist auch mit von der Partie. Einziges Manko: Ein SD Card-Reader ist nicht verbaut; in der heutigen Zeit aber auch nicht wirklich mehr ein Muss.

Das Laptop Studio verfügt je nach Konfiguration entweder über einen Core i5- oder Core i7-Prozessor der 11. Generation (insbesondere den 35-Watt-i5-11300H oder i7-11370H). Als Grafikkarten kommen eine integrierte Xe-Grafik oder eine Nvidia GeForce RTX 3050 Ti-Laptop-GPU mit 4 GB GDDR6-RAM daher. In Sachen Arbeitsspeicher hat man die Wahl zwischen 16 oder 32 GB LDDR4x RAM und an Festplattenspeicher wird es einem mit 256 GB bis 2 TB auch sicherlich mangeln. Unternehmenskunden können über Bechtle zudem noch eine Konfiguration mit einer NVIDIA RTX A2000 Laptop-GPU mit 4 GB GDDR6-GPU-RAM bestellen.

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Diesen Beitrag haben wir veröffentlicht am 23.09.2021.