Starkes Netzwerk für Toyota.

Prozesse zu standardisieren und kontinuierlich zu verbessern, sind tragende Säulen des berühmten Toyota-Produktionssystems. Die Philosophie des Automobilherstellers wird von Unternehmen weltweit angewandt – und dient Toyota auch als Maßstab für die Gestaltung seiner Partnerschaftsbeziehungen. Bei der Modernisierung der IT-Verbindungen zwischen Hersteller und dem dicht geknüpften Vertriebs- und Servicenetz in Deutschland übernahm Bechtle die Steuerung des bundesweiten Projekts. Trotz sportlichen Zeitplans gab es dabei keinerlei Ruckeln, sondern im Ergebnis eine zukunftsfähige Netzwerkinfrastruktur – samt Servicemodell.

Alle Bilder: © Toyota Deutschland GmbH

 

Sicherheit und Performance von Datenverbindungen.

Wenn eine Vielzahl von Partnern auf die zentralen IT-Systeme eines Herstellers zugreifen, wächst die Bedeutung jedes Einzelnen für das gesamte Ökosystem. Mit bundesweit rund 400 Vertragshändlern und Servicepartnern an 650 Standorten ist Toyota in Deutschland flächendeckend präsent. Über ein Dealer-Management-System (DMS) steuern die Autohäuser eine Vielzahl digitaler Geschäftsprozesse im Austausch mit Toyota – von der Fahrzeugbestellung und Teileversorgung über Marketingmaßnahmen bis hin zur Generierung von Auswertungen. Während das DMS die Softwareschnittstelle zwischen den Vertragspartnern und den von Toyota in Deutschland gehosteten IT-Systemen darstellt, spielt hardwareseitig die Netzwerkinfrastruktur eine große Rolle für den reibungslosen und abgesicherten Datentransfer. „Im Zuge eines konzernweiten Sicherheitskonzepts strebte Toyota die Etablierung eines neuen VPN-Routerstandards beim Zugriff auf seine Systeme an“, sagt Daniel Sieberichs, Key Account Manager, Bechtle IT-Systemhaus Aachen. Als etablierter Hardwarepartner der Toyota Vertragshändler in Deutschland erhielt Bechtle im Oktober vorigen Jahres den Auftrag, das Modernisierungsprojekt umzusetzen. Die Zielsetzung war ambitioniert: Die gesamte Händlerlandschaft sollte bereits bis Ende März 2021 in das neue Konzept eingebunden werden. Ein echtes Multi-Client-Projekt, mit Installationen von Friedrichshafen bis Flensburg. Vom kleinen Familienbetrieb bis zum Händler mit mehreren Filialen. Kein Vorhaben mal eben per Knopfdruck – oder aber vielleicht doch?

Router-Lösung mit Cisco Meraki MX64.

„Uns war bewusst, dass wir hier sehr klar strukturiert und schrittweise vorgehen müssen, um die geforderte Erneuerung so zu gestalten, dass der laufende Geschäftsbetrieb in keiner Weise beeinträchtigt wird“, berichtet Marlon Bergerhausen, Projektmanager im Bechtle IT-Systemhaus Aachen. Nach der initialen Information der Toyota Vertragspartner durch die Toyota Deutschland GmbH kontaktierte Bechtle die Autohäuser, um sie detailliert über den Umfang, die Ziele und den Ablauf des Change-Projekts zu unterrichten. „Wir haben über die Bereitstellung eines Leitfadens hinaus viele Gespräche mit den Verantwortlichen geführt und konnten dadurch schnell erkennen, wo die wesentlichen Herausforderungen liegen“, so Marlon Bergerhausen. Die auserkorene Router-Lösung für die Autohäuser – je eine Cisco Meraki MX64 Hardware-Appliance – stellte Bechtle den Autohäusern in eigens angelegten E-Procurement-Shops zu festgelegten Konditionen zum Abruf bereit. Die vorgängige Beschaffung und Standardkonfiguration der Geräte, nach Vorgaben von Toyota, erfolgte ebenfalls durch Bechtle.

TOYOTA

Die 1937 gegründete Toyota Motor Corporation mit Hauptsitz in Japan ist einer der größten Automobilhersteller der Welt. Das Unternehmen ist seit den 1970er Jahren auf dem deutschen Markt aktiv, der Standort der Toyota Deutschland GmbH befindet sich in Köln. Das Unternehmen zählt bundesweit rund 400 Händler zu seinen Partnern, die an 650 Standorten rund 9.700 Menschen beschäftigen.


Weiterführende Informationen unter: www.toyota.de

Zusätzlich zur Erfahrung mit der Cisco Meraki-Technologie überzeugte uns die umfassende Service-Kompetenz von Bechtle, wodurch wir unseren Partnern ein unkompliziertes All-inclusive-Paket an die Hand geben konnten.

Alex Porschen, Manager IT System Engineering, Toyota Deutschland GmbH

 

 
twittern

Die Besonderheit des Hardwarekonzepts hängt eng mit der Meraki-Technologie zusammen: Die Router werden über die Cloud gemanagt und in ein zentrales Monitoring eingebunden. Ziel: Nach dem neuen Setup folgt der kontinuierliche Full-Service im Betrieb. Entsprechend erweiterte ein Auftragsdatenverarbeitungsvertrag die Vereinbarungen mit den Toyota Vertragshändlern. „Zusätzlich zur Erfahrung mit der Cisco Meraki-Technologie überzeugte uns die umfassende Service-Kompetenz von Bechtle, wodurch wir unseren Partnern ein unkompliziertes All-inclusive-Paket an die Hand geben konnten. Auch die Abwicklung der an Modernisierungsmaßnahmen gekoppelten Subventionierungen hat Bechtle professionell und umfänglich erledigt“, so Alex Porschen, Manager IT System Engineering, Toyota Deutschland GmbH.

Neue Netzwerkinfrastruktur im dezentralen Rollout.

Der Einfach-möglich-machen-Ansatz von Bechtle sollte aber nicht nur den Abruf und die Lieferung der sofort einsatzbereiten Hardware umfassen, sondern auch eine Inbetriebnahme quasi per Knopfdruck. „Direkt nach Versand der Hardware haben wir jeweils den Termin für die Implementierung vereinbart. Die Anbindung der neuen Router erfolgte dabei remote unter Anleitung unserer System Engineers“, so Daniel Sieberichs. Das schlanke Prozedere nahm für die Kunden maximal eine Stunde in Anspruch, oft aber nur einen Bruchteil der Zeit. Nach dem Start in die heiße Projektphase Anfang Dezember konnte Bechtle sukzessive mehrere Hundert Router in der Händlerlandschaft in Betrieb nehmen. Die Abdeckung der auf der Deutschlandkarte verzeichneten Router wuchs kontinuierlich an. Gemeinsam mit den Ansprechpartnern bei Toyota dokumentierte das Bechtle Team wöchentlich den zügigen Fortschritt. „Die enge Koordination des Projekts griff zu jedem Zeitpunkt, sodass die angestrebte neue Netzwerkinfrastruktur wie geplant komplettiert werden konnte. Bechtle hat ein hervorragendes Beispiel für einen klug gestaffelten, dezentralen Rollout geliefert“, sagt Ralf Winkens, Senior System Engineer Server und Netzwerk, Toyota Deutschland GmbH.

© Harald Dawo, Toyota

In den deutschen Rechenzentren von Toyota stärkte Bechtle außerdem den Kern des Netzwerks für die IT- Anbindung der Vertragshändler: Komplementär wurden ein neuer DNS-Server sowie Meraki MX250- Router installiert. Die gesamte Infrastruktur findet sich mit Echtzeitstatus im zentralen Cisco Meraki-Dashboard wieder, das im Servicedesk des Bechtle IT-Systemhauses in Aachen gemanagt wird. „Für die Toyota Partner heißt das, dass wir Auffälligkeiten in der Konnektivität frühzeitig erkennen und beheben können, bevor es im Geschäftsbetrieb zu Unterbrechungen kommt“, erläutert Projektmanager Marlon Bergerhausen. Der Support erfolgt dabei komfortabel remote und falls erforderlich auch vor Ort beim  Kunden. Deutschlandweit. Jederzeit. Daniel Sieberichs: „Die Integration in ein Servicemodell entlastet die Admins der Autohäuser spürbar, gleichzeitig ist die Gesamtarchitektur aus Sicht von Toyota auf einem sehr hohen Standard vereinheitlicht und damit ‚gehärtet‘. In Summe eine Win-win-Situation für alle Beteiligten.“

Ansprechpartner.

Daniel Sieberichs
Key Account Manager,
Bechtle IT-Systemhaus Aachen
daniel.sieberichs@bechtle.com

 

Marlon Bergerhausen
Projektmanager,
Bechtle IT-Systemhaus Aachen
marlon.bergerhausen@bechtle.com

 

Zum Thema.

Newsletter. 

Erhalten Sie die besten Artikel aus dem Bechtle update alle sechs Wochen direkt in Ihr Postfach. Hier geht's zur Anmeldung:
 

NEWSLETTER

 

 

 

 

Dieser Artikel stammt aus der Printausgabe des Bechtle updates 2.2021. Die Printausgabe können Sie kostenlos bestellen, abonnieren oder als pdf-Datei herunterladen.

 

Zur Printausgabe

Beitrag weiterempfehlen

Diesen Beitrag haben wir veröffentlicht am 17.11.2021.