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2023
Bechtle wächst auch im dritten Quartal profitabel

    Bechtle wächst auch im dritten Quartal profitabel

    • Geschäftsvolumen steigt um 6,0 % auf 1,91 Mrd. €
    • EBT erhöht sich um 6,4 % auf 93,9 Mio. €
    • EBT-Marge steigt auf 6,3 %
    • Operativer Cashflow deutlich verbessert

    Neckarsulm, 10. November 2023 – Die Bechtle AG ist auch im dritten Quartal 2023 gewachsen und hat die Profitabilität spürbar gesteigert. Das Geschäftsvolumen erhöhte sich um 6,0 % auf 1.911,5 Mio. €. Unter anderem entwickelte sich das Softwaregeschäft erneut sehr erfreulich, das nach IFRS 15 jedoch nur in Höhe der Marge im Umsatz ausgewiesen werden darf. Der Umsatz stieg daher nur um 1,0 % auf 1.479,2 Mio. €. Das Vorsteuerergebnis (EBT) hat sich überproportional positiv entwickelt. Es verbesserte sich um 6,4 % auf 93,9 Mio. €. Die EBT-Marge erhöhte sich von 6,0 % im Vorjahresquartal auf nun 6,3 %. Zum 30. September 2023 beschäftigte Bechtle 14.840 Mitarbeitende, das sind 1.051 Menschen mehr als im Vorjahr.

    Der Auftragseingang des größten deutschen IT-Systemhauses hat sich im dritten Quartal sehr positiv entwickelt. Er ist konzernweit um 18,3 % gestiegen. „Wir sehen zwar nach wie vor eine ausgeprägte Investitionszurückhaltung vor allem unserer mittelständischen Kunden. Uns gelingt es aber, diese Zurückhaltung durch die positive Entwicklung unseres Software- und Servicegeschäfts sowie die stabile Nachfrage unserer öffentlichen und großen Kunden zu kompensieren. Auch der Trend beim Auftragseingang stimmt uns zuversichtlich für die kommenden Monate“, sagt Dr. Thomas Olemotz, Vorstandsvorsitzender der Bechtle AG.

    Digitalisierungsprojekte treiben das Wachstum

    Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services stieg das Geschäftsvolumen um 10,8 %, mit einem deutlich wachsenden Anteil an Software- und Serviceprojekten. Der Umsatz erhöhte sich fast ausschließlich organisch um 5,8 % auf 996,2 Mio. €. Insgesamt war die Nachfrage bei öffentlichen Auftraggebern und Großkunden unverändert hoch. Insbesondere komplexe Digitalisierungsprojekte zur Transformation von IT-Architekturen treiben das Systemhausgeschäft. Dies zeigt sich auch auf der Ergebnisseite. Das EBIT stieg um 13,8 % auf 66,3 Mio. €. Die EBIT-Marge erhöhte sich von 6,2 % auf 6,7 %.

    E-Commerce spürt Investitionszurückhaltung

    Das Geschäftsvolumen im Segment IT-E-Commerce ging um 3,5 % zurück, der Umsatzrückgang liegt bei 7,5 %. Nach wie vor verschieben insbesondere mittelständische Kunden Projekte rund um die Erneuerung ihrer klassischen IT-Infrastruktur. Die überdurchschnittlich hohen Investitionen während der Corona-Pandemie, eine unverändert angespannte gesamtwirtschaftliche Lage, verbunden mit einer großen Unsicherheit der Kunden bezüglich der weiteren Konjunkturentwicklung, führen zu einer Nachfragezurückhaltung. Das EBIT ging um 3,3 % zurück, die EBIT-Marge erhöhte sich dennoch auf 6,2 % (Vorjahr: 6,0 %).

    Qualifizierte Mitarbeitende über Akquisitionen

    Die Zahl der Mitarbeitenden an den europaweit über 100 Standorten erhöhte sich insbesondere durch Unternehmenszukäufe zum 30. September um 7,6 %. Ohne Akquisitionen hätte der Zuwachs bei den Mitarbeitenden bei 3,9 % gelegen. Sehr erfreulich ist, dass Bechtle zum Ausbildungsstart im September mit 299 jungen Menschen erneut einen Rekordwert bei Auszubildenden und dual Studierenden erreicht hat. Insgesamt bildet Bechtle derzeit 865 Nachwuchskräfte aus.

    Operativer Cashflow deutlich verbessert

    Der operative Cashflow lag in den ersten neun Monaten 2023 bei 190,2 Mio. € und damit sehr deutlich über dem Niveau des Vorjahres (-230,7 Mio. €). Vor allem bei den Vorräten und bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen konnte Bechtle spürbare Verbesserungen erzielen. Mit 225,4 Mio. € liegt die Gesamtliquidität nach wie vor auf einem sehr komfortablen Niveau, um sowohl das weitere organische Wachstum als auch Akquisitionen finanzieren zu können.

    Jahresprognose bestätigt

    Die Entwicklung des Unternehmens liegt in den ersten neun Monaten 2023 vollkommen im Rahmen unserer Erwartungen für das Gesamtjahr. Wir gehen davon aus, dass öffentliche Auftraggeber und Großkunden weiterhin stark in IT-Lösungen investieren werden. Sobald eine Verbesserung der Stimmungslage im Mittelstand eintritt, sollte die Nachfrage in diesem Kundensegment wieder anziehen. Grundsätzlich bleibt Bechtle auch für das Jahresschlussquartal zuversichtlich. Daher bekräftigen wir unsere im März veröffentlichte Prognose: Umsatz und Ergebnis möchten wir im Gesamtjahr deutlich steigern und die Marge in etwa auf Vorjahresniveau halten. „Auch wenn uns positive konjunkturelle Impulse geschäftssegmentübergreifend momentan noch fehlen, haben wir alle Voraussetzungen, unsere Kunden vollumfänglich bei der digitalen Transformation zu begleiten. Die Zukäufe der letzten Monate haben unsere Position im Markt zusätzlich gestärkt und unsere Wettbewerbsposition in Europa weiter verbessert. Ich bin daher fest davon überzeugt, dass wir auch angesichts der aktuell herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter wachsen und Marktanteile gewinnen werden“, so Dr. Thomas Olemotz.

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