Infrastruktur neu denken mit IBM Power11
von Marcel Baur
Erreichen Server ihr End of Life, steht normalerweise ein Hardware-Refresh an. Doch der KI-Boom und geopolitische Spannungen sorgen zunehmend für Engpässe bei x86-Prozessoren. Die Preise steigen, teilweise sogar noch zwischen Bestellung und Auslieferung. Für Unternehmen wird das zur Belastung. Ein verlängerter Betrieb ist jedoch keine nachhaltige Lösung. Deshalb beginnt vielerorts ein Umdenken: weg von festen Herstellerbindungen, hin zu einer strategisch geplanten Infrastruktur. Die gut verfügbaren IBM Power11-Server können hierbei eine Rolle spielen.
Verfasst von
Die derzeitige Entwicklung des Chip-Marktes ist alarmierend. Die Nachfrage wächst, doch die Produktionskapazitäten bleiben begrenzt. Grosse Abnehmer haben sich frühzeitig Chip-Kontingente gesichert, andere geraten unter Druck. Klassische Beschaffungsprozesse funktionieren nur noch eingeschränkt. Das ist kein kurzfristiger Engpass, sondern ein struktureller Wandel im Prozessorenmarkt.
Planbarkeit geht verloren.
Für IT-Abteilungen stellt sich damit eine zentrale Frage: Wie lässt sich Infrastruktur planen, wenn Preise und Lieferzeiten kaum verlässlich sind? Ein «Weiter so» mit bestehenden Strategien greift hier zu kurz. Wer sich auf einen Hersteller verlässt, macht sich angreifbar – wirtschaftlich wie technisch. Infrastrukturen müssen deshalb stärker diversifiziert werden. Mehr in Richtung Multi-Vendor, mit weniger Abhängigkeiten und auf reale Risiken abgestimmt.
x86 besonders betroffen.
Vor allem x86-Plattformen stehen unter Druck. Sie hängen stark von globalen Lieferketten ab. Kommt es dort zu Störungen wie bei der derzeitigen geopolitischen Lage oder steigt die Nachfrage wie aufgrund des aktuellen KI-Booms, entstehen Engpässe. Genau das ist aktuell zu beobachten. Müssen Server ausgetauscht werden, scheitert es an den Lieferzeiten. Bis zu sechs Monate sind keine Seltenheit. Dadurch verzögern sich Server-Refreshs, Budgets geraten unter Druck. Leistungseinbussen und Sicherheitslücken sind die Folge. Gerade bei geschäftskritischen Anwendungen wie SAP oder Oracle kann das weitreichende Konsequenzen haben.
Alternativen gewinnen an Bedeutung.
Viele Unternehmen prüfen deshalb gerade verstärkt Alternativen. Nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung ihrer bestehenden Serverlandschaft. Ihr Ziel: kritische Workloads abzusichern und Engpässe zu umgehen. Multi-Vendor-Strategien sind dabei ein zentraler Baustein. Komponenten unterschiedlicher Hersteller vermeiden Monokulturen. In Deutschland ist das für kritische Unternehmen sogar staatlich vorgeschrieben.
Wenn mehrere x86-Systeme durch wenige leistungsstärkere Server ersetzt werden können, führt das zu weniger Komplexität. Damit ist IBM Power11 eine echte Alternative für eine neu gedachte Infrastruktur, sofern die Workloads dazu passen. Die Plattform richtet sich an Anwendungen mit hohen Anforderungen an Performance, Verfügbarkeit und Sicherheit, etwa grosse Datenbanken oder SAP-Umgebungen. Gleichzeitig sind IBM Power11 Systeme aktuell lieferfähig* und können sowohl kurzfristige als auch langfristige Infrastrukturbedarfe zuverlässig abdecken.
*Stand: Anfang Mai 2026 - Subject to change daily
Quelle: https://newsroom.ibm.com/2025-07-08-ibm-power11-raises-the-bar-for-enterprise-it
Weniger Systeme, mehr Effizienz und Sicherheit.
Ein zentraler Vorteil der Multi-Vendor-Strategie mit dem Einsatz von IBM Power11 liegt in der Server-Konsolidierung. Weniger Systeme übernehmen mehr Aufgaben. Das reduziert den Betriebsaufwand, den Energieverbrauch und die Lizenzkosten. Gleichzeitig bleibt die Performance hoch. Auch wirtschaftlich kann sich das auswirken. Power-Systeme erreichen im Vergleich zu x86-Plattformen eine doppelt so hohe Performance pro Watt und bieten zusätzliche Optimierungsmodi für weniger lastintensive Workloads. Dadurch sinkt die TCO (Total Cost of Ownership), ist dadurch besser, die Übersicht steigt und Ressourcen lassen sich effizienter einsetzen. (Quelle: IBM)
Hinzu kommen Sicherheitsaspekte: In IBM Power11-Servern integrierte Mechanismen erkennen Ransomware-Aktivitäten frühzeitig und ermöglichen automatisierte Reaktionen. Gleichzeitig ist die Plattform auf eine sehr hohe Verfügbarkeit ausgelegt – bis zu 99,9999 Prozent. Für kritische Anwendungen ist das entscheidend. (Quelle: IBM)
Datensouveränität und Entlastung der Umgebung.
Parallel dazu gewinnt das Thema Datensouveränität zunehmend an Bedeutung. Angesichts der aktuellen geopolitischen Lage hinterfragen viele Unternehmen ihre Cloud-Strategie. Die Frage ist nicht mehr nur, ob die Cloud sinnvoll ist, sondern auch, wo welche Daten liegen sollen. Plattformen wie IBM Power ermöglichen es, Daten im eigenen Rechenzentrum zu halten und gleichzeitig hybride Szenarien umzusetzen. Das macht Unternehmen wieder flexibel und unabhängig. Es entlastet auch bestehende Umgebungen, indem kritische Workloads auf stabilere Systeme verlagert werden, während andere weiterhin auf den bestehenden Plattformen laufen.
Orientierung im Plattform-Umfeld.
Die Herausforderung dabei liegt allerdings weniger in der Technologie selbst als in der Entscheidung dazu. Die Situation auszusitzen, ist keine Lösung. Stattdessen müssen Unternehmen ihre gesamte IT-Strategie neu ausrichten und einen umfassenden Marktüberblick gewinnen:
- Welche Plattform passt zu welchen Anforderungen?
- Welche Optionen sind kurzfristig verfügbar?
- Und welche Risiken bestehen tatsächlich?
Ein strukturierter Blick auf die eigene Infrastruktur hilft, diese Fragen zu beantworten. Externe Analysen können dabei unterstützen, die aktuelle Situation einzuordnen und die verschiedenen Optionen miteinander zu vergleichen. Anbieter wie Bechtle halten dazu entsprechende Workshops ab und bewerten mit holistischem Blick Markt und Lage. Das Ziel ist nicht die schnelle Entscheidung, sondern die Erarbeitung einer belastbaren Grundlage.
Am Ende bleibt Infrastruktur immer eine strategische Aufgabe. Wer sie frühzeitig überprüft und anpasst, gewinnt Handlungsspielraum, unabhängig davon, für welche Plattform die Entscheidung am Ende ausfällt.
Kontakt.
Möchten auch Sie Ihre Infrastruktur überdenken und neuen Handlungsspielraum gewinnen? Kontaktieren Sie uns jetzt für einen unverbindlichen Austausch.
Mehr zu IBM Power.
Weitere Informationen zu IBM Power finden Sie auch gerne unter folgendem Link:
Partner.