Proaktiv statt reaktiv – der Support der Zukunft?
von Thomas Bründler
IT-Support ist vielerorts die technische Feuerwehr des Unternehmens. Es brennt, jemand meldet ein Ticket – und die Suche nach der Ursache beginnt. Doch diese reine Reaktionsweise funktioniert in modernen IT-Landschaften kaum noch. Denn Cloud, hybride Systeme und Security sind heute so eng miteinander verzahnt, dass ein kleiner Fehler gleich alles lahmlegen kann. Die Zukunft des Supports heisst deshalb: vorausschauen statt reparieren.
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Warum reaktiver Support nicht mehr ausreicht.
Reaktiver Support bedeutet, Probleme zu beheben, nachdem sie aufgetreten sind – Alltag in vielen IT-Abteilungen. Das mag in überschaubaren Umgebungen genügen, stösst jedoch an seine Grenzen, wenn Cloud- und On-Premises-Systeme ineinandergreifen und Security- sowie Compliance-Vorgaben strikt eingehalten werden müssen. Dann wächst die Zahl der Abhängigkeiten – und mit ihr das Fehlerrisiko. Ein kleiner Fehler kann ganze Prozessketten blockieren. Ein falsch gesetzter Conditional-Access-Parameter in Microsoft Entra ID und Mitarbeitende verlieren den Zugriff auf interne Daten. Ein abgelaufenes Zertifikat am Cloud-Gateway einer Produktionsmaschine und die Steuerung bleibt offline. Beide Fälle hätten sich durch proaktive Checks verhindern lassen. Genau darin liegt der Unterschied: Reaktiver Support behebt den Schaden, proaktiver Support verhindert ihn.
Der Wandel im Microsoft Support.
Noch schwieriger wird es, wenn der Support-Anbieter weit weg ist – sowohl geografisch als auch organisatorisch. Seit Microsoft seinen Premier- und später Unified Support neu ausrichtet und den Fokus stärker auf Grosskunden legt, berichten viele mittelständische Unternehmen von steigenden Kosten und sinkender Erreichbarkeit. Der Support ist zentralisiert, die Eskalationswege sind lang und die Ansprechpartner sitzen meist ausserhalb Europas. Gleichzeitig müssen Supportanfragen detaillierte technische Analysen enthalten – eine Hürde für ohnehin ausgelastete IT-Abteilungen. Wer heute ein Ticket eröffnet, benötigt technisches Know-how, um die Kommunikation überhaupt führen zu können – und Geduld, bis eine Antwort kommt. Viele Unternehmen fühlen sich mit den angebotenen Standardlösungen allein gelassen.
Chancen und Risiken standardisierter Support-Modelle.
Dennoch haben standardisierte Modelle wie der „Unified Support” von Microsoft Vorteile: Sie schaffen Struktur, bündeln Know-how und decken ein breites Technologiespektrum ab. Ihr Nachteil: Sie sind unpersönlich und folgen globalen Prozessen, die selten zu den individuellen Abläufen eines Unternehmens passen. In der Praxis bedeutet das: Support-Tickets werden oft schematisch abgearbeitet – unabhängig davon, ob es sich um eine kritische Produktionslinie oder ein Office-Add-in handelt. Fehlen Informationen oder wird das Problem komplexer, verlängern sich die Bearbeitungszeiten. Muss ein Unternehmen zudem spezifische Compliance-Anforderungen erfüllen, stossen Standardmodelle schnell an ihre Grenzen. Hier braucht es Ansprechpartner, die die Infrastruktur kennen, Entscheidungen dokumentieren und lokale Besonderheiten berücksichtigen.
Flexible Support-Programme gefragt.
Das hat Microsoft ebenfalls erkannt. Deshalb arbeitet der Konzern künftig mit externen Partnern zusammen. Für viele Kunden bedeutet das jedoch einen Paradigmenwechsel: Sie müssen sich aktiv um eine passende Supportstrategie kümmern und den richtigen Partner finden. Dadurch verändert sich der Supportmarkt. Gefragt sind zunehmend flexible Modelle, die Nähe, Planbarkeit und Expertise bieten – zu kalkulierbaren Kosten, mit kurzen Reaktionszeiten und klaren Zuständigkeiten.
Proaktiver Support als Gegenmodell.
Wie gelingt Support, der nah am eigenen Business bleibt?
Durch direkte Betreuung, regelmässige Reviews und definierte Reaktionszeiten. Das spart Geld, reduziert Stress und entlastet die IT. Proaktive Betreuung bedeutet weniger Feuerwehreinsätze und mehr planbare Abläufe. Genau hier setzen alternative Support-Konzepte an. Sie kombinieren technisches Know-how mit aktiver Begleitung. Anstatt auf den nächsten Zwischenfall zu warten, werden Systeme regelmässig analysiert, Richtlinien überprüft, Sicherheitsüberprüfungen durchgeführt und Optimierungspotenziale aufgezeigt.
So entsteht Klarheit:
- Wo liegen Risiken?
- Welche Konfigurationen sollten angepasst werden?
- Und wie lässt sich verhindern, dass kleine Fehler grosse Auswirkungen haben?
Viele Unternehmen denken ihren Support deshalb gerade komplett neu – weg von der reinen Ticketbearbeitung, hin zu einem dauerhaften IT-Begleiter.
Unser erfolgreiches Beispiel: Der Bechtle Prime Support
Einen solchen Ansatz verfolgt der Bechtle Prime Support. Als Microsoft begann, Raum für spezialisierte Partner zu schaffen, entwickelte Bechtle ein Modell, das auf die Bedürfnisse von Unternehmen in der Schweiz zugeschnitten ist – persönlich, flexibel und proaktiv.
Das Modell basiert auf drei Ebenen:
Persönliche Betreuung durch Solution Architects, die den Kunden und seine Umgebung kennen.
Proaktive Beratung mit regelmässigen Health-Checks, Security-Reviews und Tenant-Audits.
Reaktive Unterstützung, falls doch ein Problem auftritt – mit garantierten Reaktionszeiten und Zugriff auf über 1’800 zertifizierte Microsoft Spezialist:innen.
So werden Reaktionszeiten und Support-Kosten deutlich reduziert. Die festen Ansprechpartner:innen kennen den Betrieb, verstehen die Prioritäten und handeln proaktiv, um Vorfälle zu vermeiden.
Microsoft öffnet genau diesen Raum bewusst für Partner, die mehr Nähe bieten können. Denn auch Microsoft weiss: Proaktiver Support ist kein Luxus, sondern die logische Konsequenz immer komplexerer Systeme. Wer seine IT im Griff behalten will, braucht Partner, die mitdenken, frühzeitig handeln und Verantwortung übernehmen – für eine dauerhaft stabile IT ohne Brände an allen Ecken und Enden.
Weitere Informationen zum Bechtle Prime Support finden Sie gerne hier:
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