Neckarsulm/Würzburg, 18. März 2026 – Bechtle übernimmt als Konsortialführer eine zentrale Rolle im Projekt WebMedX, das die Versorgung von Menschen mit Herzinsuffizienz digitaler, vernetzter und alltagstauglicher machen soll. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Würzburg sowie weiteren technischen und akademischen Partnern entsteht eine sektorenübergreifende Telemedizinplattform, die Kliniken, niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte und Patientinnen und Patienten besser miteinander verbindet. Ziel ist es, Versorgungslücken in der Phase nach dem Krankenhausaufenthalt zu schließen, Wiedereinweisungen zu vermeiden und die Versorgung nachhaltig zu verbessern. Das digitale Netzwerk soll als Muster für andere Regionen und Krankheiten dienen.
Herzinsuffizienz zählt zu den häufigsten Ursachen für stationäre Krankenhausaufenthalte. Gleichzeitig ist die Betreuung nach der Entlassung oft besonders anspruchsvoll, weil viele Akteure eingebunden sind und medizinische Informationen nicht immer dort verfügbar sind, wo sie gebraucht werden. Hier setzt WebMedX an: Die Plattform soll relevante Daten, Prozesse und Kommunikationswege so zusammenführen, dass Versorgung sektorübergreifend einfacher und schneller möglich wird.
„Herzinsuffizienz zeigt besonders deutlich, wie wichtig eine enge Vernetzung aller Beteiligten ist. Mit digitalen Strukturen können wir Versorgungsketten besser schließen und Patientinnen und Patienten in einer sehr kritischen Phase gezielter begleiten“, sagt Univ.-Prof. Dr. med. Stefan Störk, Leiter des Departements Klinische Forschung und Epidemiologie der Herzinsuffizienz am Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz in Würzburg.
Im Projekt wird eine Plattform entwickelt, die medizinische Informationen strukturiert zusammenführt und damit die Basis für ein modernes digitales Versorgungsnetzwerk schafft. Perspektivisch sollen auch telemedizinische Anwendungen und digitale Begleiter wie Monitoring-Lösungen, Wearables oder Apps besser eingebunden werden können. Entscheidend ist dabei der konkrete Nutzen im Versorgungsalltag: weniger Medienbrüche, schnellere Abstimmungen und mehr Transparenz für alle Beteiligten.
Bechtle bringt mit einem auf Healthcare Solutions spezialisierten Team umfassende Branchenerfahrung in den Bereichen der digitalen Gesundheitsversorgung in das Konsortium ein. Als Konsortialführer verantwortet Bechtle die übergreifende Umsetzung eines tragfähigen technologischen Rahmens für die Plattform und begleitet damit die Überführung eines medizinisch hochrelevanten Versorgungskonzepts in eine praxisfähige digitale Lösung.
„Mit WebMedX gestalten wir Digitalisierung dort, wo sie unmittelbar Wirkung entfalten kann: in einer besseren, verlässlicheren und stärker vernetzten Versorgung. Unser Anspruch ist es, gemeinsam mit den medizinischen Partnern eine Lösung zu schaffen, die Menschen spürbar unterstützt und zugleich als Modell für weitere Anwendungsfelder dienen kann“, sagt Dr. Olaf Iseringhausen, Leiter Team Healthcare Solutions, Bechtle IT-Systemhaus Bonn.
WebMedX ist auf mehrere Entwicklungsstufen angelegt: von der technischen und fachlichen Konzeption über die Erprobung im klinischen Alltag bis hin zur schrittweisen Öffnung für weitere Partner. Damit verfolgt das Projekt nicht nur das Ziel, die Versorgung von Menschen mit Herzinsuffizienz zu verbessern, sondern auch eine Blaupause für digitale Versorgungsnetzwerke in anderen Regionen und für weitere Krankheitsbilder zu schaffen.
Das Konsortialprojekt wird im Rahmen der Förderlinie „Medizintechnische Lösungen für eine digitale Gesundheitsversorgung” des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) unterstützt.