Eine Mobile-Device-Management-(MDM)-Lösung ist inzwischen in vielen IT-Abteilungen Standard. Kein Wunder, denn damit wird ein Grossteil der Geräteverwaltung automatisiert. MDM-Tools verteilen Software, setzen Richtlinien durch und integrieren Endgeräte in die IT-Umgebung eines Unternehmens. Doch diese Systeme haben ihre Grenzen: Sie verwalten lediglich die digitalen Touchpoints, analysieren können sie diese jedoch nicht. Wenn das Notebook eines Mitarbeitenden langsamer wird oder ein Treiber Probleme verursacht, beginnt die Fehlersuche. Das Vorgehen ist meist gleich: Ticket erstellen, Problem erfassen, Ursache mühsam finden. Gerade kleinere IT-Abteilungen reagieren dadurch oft nur auf Störungen, was Zeit und Ressourcen kostet. Die Lösung: Probleme erkennen, bevor es zu Ausfällen kommt.

Analyse – aber intelligent bitte.

Genau hier setzen neue Analyseplattformen wie die von HP angebotene «Workforce Experience Plattform» (WXP) an. Die cloudbasierte Plattform erweitert die klassische Geräteverwaltung um eine kontinuierliche Analyse aller Assets innerhalb einer IT-Umgebung. Dadurch werden viele Störungen im System und auf Endgeräten bereits frühzeitig erkannt. Möglich wird das durch den Software-Agenten «HP Insights Agent», der auf jedem Endgerät installiert wird.

Die Plattform beschränkt sich dabei nicht auf Hardware von HP. Systeme unterschiedlichster Hersteller lassen sich integrieren – egal ob PC, Switch oder Drucker und unabhängig davon, ob Windows, macOS, Android oder iOS. Der Agent sammelt im Hintergrund technische Informationen über den Zustand dieser Assets, etwa Auslastung, installierte Programme, Treiberstände oder Fehlermeldungen. Die Daten werden automatisch an die in der Cloud befindliche Plattform übertragen und dort ausgewertet. So wird aus einer reinen Geräteverwaltung mit WXP eine umfassende Asset-Management-Plattform, die den Zustand der gesamten IT-Infrastruktur sichtbar macht. Für die IT entsteht dadurch ein neues Bild der eigenen Infrastruktur. Im übersichtlichen, automatisierten Dashboard sehen Administratoren sofort, wenn Geräte ungewöhnlich stark ausgelastet sind oder ein Software-Update auf mehreren Rechnern Probleme verursacht.

Die Plattform kann ausserdem Berichte automatisiert erstellen oder Handlungsempfehlungen geben. Eine integrierte KI unterstützt die Administratoren bei der Problemlösung und ermöglicht regelbasierte Automatisierungen. Werden etwa definierte Grenzwerte überschritten, kann die Plattform automatisch Massnahmen auslösen, wie beispielsweise Updates installieren oder Administratoren benachrichtigen. So entsteht ein neuer IT-Service mit automatisch ermittelten End-of-Life-Geräten, proaktiv ausgetauschter Hardware und einem von der Plattform erstellten Strategieplan.

Neue Funktionen für Hardwarewartung und Lifecycle.

Neben der Analyse hat HP seine Plattform unlängst um einige weitere hilfreiche Funktionen erweitert. So ist es nun beispielsweise möglich, über WXP auch die Fernwartung auf Hardware-Ebene durchzuführen. In Kombination mit Intel-vPro-fähigen Geräten kann die IT-Abteilung sogar Wartungsarbeiten auf der Out-of-Band-Management (OOBM)-Ebene ausführen und damit selbst Geräte erreichen, deren Betriebssystem nicht mehr korrekt startet, komplett ausgeschaltet ist oder wenn das Hauptnetzwerk ausgefallen ist. Das spart Zeit und Kosten – zumindest bei Hardware mit Intel-CPU. Denn diese Geräte müssen nicht mehr vor Ort überprüft oder eingeschickt werden, sondern lassen sich auch remote komplett diagnostizieren – und das weltweit.

Auch beim Lifecycle-Management der Geräte unterstützt die Plattform. Auf Basis der hinterlegten Seriennummern behält sie den Überblick darüber, wann Geräte angeschafft wurden oder Supportverträge auslaufen. WXP verknüpft die Seriennummern automatisch mit Garantie- und Supportinformationen. So erhalten Administratoren frühzeitig Hinweise, wenn Geräte sich dem Ende ihres Supportzyklus nähern, und können den Austausch gezielt planen, statt erst bei Ausfällen zu reagieren.


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Besonders interessant für kleinere IT-Teams.

Die Analyse- und Überwachungsfunktionen einer Plattform wie HP WXP sind aber nicht nur für grosse Konzerne mit eigenen Teams für das Gerätemanagement interessant. WXP ist bereits ab zehn Geräten einsatzbereit und eignet sich damit auch für kleine und mittlere Unternehmen, in denen oft nur ein bis zwei IT-Verantwortliche alles betreuen müssen.

Über die Analyseplattform erhalten Administratoren einen schnellen Überblick über den Zustand aller Geräte im Unternehmen, egal ob es sich um Notebooks, Drucker oder andere Systeme handelt. So lassen sich auf einen Blick ungewöhnliche Fehlermeldungen oder eine ungewöhnliche Systemauslastung erkennen. Auch Geräte unterschiedlicher Hersteller lassen sich in einer Plattform zusammenführen. Das wiederum erleichtert die Übersicht über heterogene IT-Umgebungen, wie sie gerade im Mittelstand häufig vorkommen.

Wenn die IT plötzlich Zeit gewinnt.

Der grösste Effekt zeigt sich allerdings im täglichen Betrieb. Anstatt ständig auf Supporttickets zu reagieren, kann die IT mithilfe einer Analyseplattform wie HP WXP viele Probleme bereits erkennen, bevor sie zu einem Ausfall führen. Wenn etwa mehrere Geräte eines bestimmten Baujahrs zunehmend Leistungsprobleme entwickeln, kann die IT reagieren und die Systeme schrittweise ersetzen, bevor sie zum Supportfall werden. Oder sie erkennt frühzeitig, wenn eine neu eingeführte Software auf einigen Geräten ungewöhnlich viele Ressourcen benötigt. Nach der KI-basierten Ursachenanalyse lassen sich Anpassungen schnell vornehmen. Die Folge: eine proaktive Steuerung der Infrastruktur statt reaktiver Fehlerbehebungen und mehr Zeit für die Weiterentwicklung der eigenen IT.


Einfach zu implementieren.

Trotz der umfangreichen Analysefunktionen ist der Einstieg in eine Plattform wie WXP vergleichsweise unkompliziert. Nach der Registrierung der im Netzwerk befindlichen Geräte wird der Agent auf den Endsystemen installiert und beginnt automatisch mit der Datenerfassung. Eine Integration in bestehende IT-Umgebungen ist ebenfalls möglich: Schnittstellen zu Lösungen wie Microsoft Intune, Entra ID oder ServiceNow erlauben es, vorhandene Managementsysteme weiterhin zu nutzen und gleichzeitig zusätzliche Analysen zu erhalten. Oft genügt bereits ein kurzer Workshop mit einem Partner wie Bechtle, um die Plattform in Betrieb zu nehmen und erste Auswertungen zu erhalten. Dabei erfolgt auch gleich eine Analyse der bestehenden Infrastruktur. HP WXP ist also schnell einsatzbereit, die technische Hürde ist überschaubar.

…und sicher.

Die cloudbasierte Analyseplattform HP WXP ist nicht nur schnell einsatzbereit, sondern auch sicher. Komplett DSGVO-konform nutzt sie integrierte Sicherheitsmechanismen. Die über den Agenten gesammelten Telemetriedaten werden verschlüsselt an die Plattform übertragen und dort verarbeitet. Gleichzeitig überprüft WXP kontinuierlich, ob Geräte den definierten Unternehmensrichtlinien entsprechen. Fehlen etwa sicherheitsrelevante Updates oder entsprechen Systeme nicht mehr den festgelegten Konfigurationen, wird die IT automatisch informiert. Zusätzlich erfüllt die Plattform internationale Sicherheitsstandards wie ISO 27001, ISO 27701 oder SOC 2 Type 2. Für Unternehmen bedeutet das: Die Infrastruktur bleibt übersichtlich und effizient verwaltet – und lässt sich auch dauerhaft sicher betreiben.

Damit schliesst sich der Kreis zur klassischen Geräteverwaltung. MDM bleibt eine Grundlage für die Verwaltung der Endgeräte. Plattformen wie WXP ergänzen diese jedoch um eine neue Ebene der Transparenz und Intelligenz. IT-Abteilungen erkennen damit Entwicklungen in ihrer Infrastruktur früher und können ihre Systeme gezielter stabil und effizient betreiben.


Nils Linnemann

Der Autor.

Nils Linnemann ist Sales Consultant – Modern Workplace bei der Bechtle direct AG, Schweiz. Er begleitet Unternehmen bei der Umsetzung moderner Arbeitsplatzkonzepte – mit Fokus auf cloudbasierten Lösungen, Gerätevielfalt und einer sicheren, flexiblen Zusammenarbeit.

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Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem Swiss IT Magazine.

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