Karriere - 25.03.2022

5 Fragen an Manon Smulders, Head of International Business Operations.

Manon Smulders vernetzt Bechtle Kolleg:innen in ganz Europa und erlebt Unternehmenskultur und Diversity in all ihren Facetten: Als Führungskraft eines bunt gemischten Teams, als internationale Netzwerkerin, als Working Mom und homosexuelle Frau. Im Interview teilt sie ihre Geschichte.

Verfasst von

International Communication Manager

E-Mail: sophie.roecken@bechtle.com

  1. 1. Manon, kannst du ein wenig über deine bisherige Karriere bei Bechtle erzählen?

Manon Smulders: Im November 2008 habe ich für ARP in den Niederlanden als Inside Sales Manager für kleinere Kunden angefangen und war schließlich für die beiden Großkunden Dell und Cisco verantwortlich. Von da an habe ich mich immer weiterentwickelt: vom Assistant Team Lead zum Team Lead und dann zum Head of Internal Sales. Gleichzeitig habe ich auch die Rolle des International Customer Coordinators übernommen. Eine internationale Aufgabe, die viele neue Möglichkeiten eröffnete. Vor fünf Jahren wechselte ich intern zur International Business Unit, mit der ich zuvor schon in vielen spannenden Projekten zusammenarbeitete.

  1. 2. Was für eine aufregende Reise. Und was machst du jetzt? 

Manchmal beschreibe ich meine Rolle als Spiderwoman, weil ich alle Fäden in der Hand halte und miteinander verbinde. Meine Hauptaufgabe besteht darin, die internationale Business Community in ganz Europa auszubauen und am Laufen zu halten. Ich vermittle den „OneBechtle“-Spirit auf vielen verschiedenen Ebenen. Mein Ziel ist es, Verständnis für unser internationales Geschäft zu schaffen, damit unsere Vertriebsteams passend geschult werden und die Kommunikationsplattformen auf dem neuesten Stand sind.

  1. 3. Das klingt beeindruckend. Wie ist es, jeden Tag mit Menschen aus 14 Ländern zusammenzuarbeiten?

Ich liebe die Vielfalt der Menschen. Nicht nur in Bezug auf Kultur, sondern auch auf Charakter, Sprachen und Temperament. Jeden Tag spreche ich mit Männern, Frauen, erfahrenen Kolleg:innen, oder auch jungen Teammitgliedern, die gerade ein Studierendenprogramm bei Bechtle absolviert haben. Es ist erfrischend, all ihre Ideen zu hören. Täglich mit Menschen aus 14 verschiedenen Ländern sprechen zu können, erfüllt mich.

  1. 4. Diversity liegt dir sehr am Herzen. Du hast uns im Vorfeld erzählt, in welchem Moment das für dich besonders spürbar wurde. Möchtest du das Erlebnis mit uns teilen?

Am Welttag gegen Homophobie hat Bechtle ein riesiges Banner mit Regenbogenfahne und Logo veröffentlicht: Mixed Teams shine the brightest. Das musste ich erstmal sacken lassen. Und ich dachte mir: „Endlich ein Statement von Bechtle.“ Ich hatte zwar niemals Zweifel, jederzeit äußern zu können, dass ich homosexuell bin, als ich dann aber diese Flagge sah, hat mich das bewegt, einen Beitrag auf LinkedIn zu schreiben. Im ersten Moment wollte ich meinen Post wieder löschen. Die vielen positiven Reaktionen haben mich dann absolut überrascht. Und statt den ersten Beitrag zu löschen,  schrieb ich einen zweiten, in dem ich erklärte, dass es sich anfühlt, als hätte ich ein zweites Coming Out. 

Ein derartiges Commitment von einem Unternehmen wie Bechtle ist für die Mitarbeitenden wirklich ein großer Pluspunkt. Zum ersten Mal habe ich auch mit einigen anderen Kolleg:innen gesprochen, die in der gleichen Situation sind wie ich. Sie hatten das gleiche Gefühl: Zeige Flagge, weil du dich nicht dafür schämen musst, wer du bist.

  1. 5. Welche Erfahrungen hast du als homosexuelle Frau bisher bei Bechtle gemacht?

Ich kann mir vorstellen, dass es schwierig ist, in einer Umgebung zu arbeiten, in der die Menschen dich nicht so akzeptieren, wie du bist. Natürlich hat mal jemand einen Witz gemacht, aber Bechtle hat eine großartige Unternehmenskultur, und ich hatte das Glück, immer in aufgeschlossenen Teams zu arbeiten.

Dieses Interview war kein einfacher Schritt für mich. Aber ich dachte, wenn ich nur fünf Personen inspiriere, sich für mehr Toleranz einzusetzen, dann ist es das wert. Also, bleibt aufgeschlossen, be- und verurteilt Menschen nicht aufgrund ihres Geschlechts oder ihrer Sexualität, sondern seht das Individuum und den Menschen, der dahintersteckt.

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Diesen Beitrag haben wir veröffentlicht am 25.03.2022.