IT ist der Schlüssel zu mehr Nachhaltigkeit.

Digitalisierung kann dazu beitragen, weniger Ressourcen zu verbrauchen und CO₂-Emissionen zu reduzieren. Dafür gibt es gleich mehrere Stellhebel.

Eine Miniserie in vier Teilen.

Daten bilden die Grundlage, um die Welt zu erfassen, wie sie ist, und zu gestalten, wie sie sein sollte. Klimadaten, Verkehrsdaten, Gesundheitsdaten, Wirtschaftsdaten werden gemessen und ermittelt, um bestehende Zustände aufzuzeichnen, zu verstehen – und wenn möglich, zu verbessern. Dazu bedarf es etwa Sensoren, die Wetterdaten erfassen, Smartmeter, die Stromverbräuche aufzeichnen, Funknetze, die diese Daten übermitteln, sowie Hard- und Software zur Verarbeitung und Analyse und um Modelle und Prognosen zu erstellen. Das funktioniert an vielen Stellen schon gut. Vier IT-getriebene Ansätze wollen wir näher beleuchten: Digitale Zwillinge, Klimaneutralität, Reduzierte Datenströme, Wiederverwertung von Hardware.

Teil 3: Ressourcen-Sharing und starke Netze.

IT verbraucht Energie. Allein 2021 haben deutsche Rechenzentren 16 Milliarden Kilowattstunden Strom verbraucht. Die Datenvolumen steigen immer weiter und haben sich im deutschen Breitbandinternet von 2019 bis 2021 auf rund 102 Milliarden Gigabyte verdoppelt. Es gilt nun, den Energieverbrauch zu reduzieren. Der Trend zur Cloud trägt prinzipiell dazu bei, weil geteilte Ressourcen – Server, Heizung, Kühlung, Licht etc. – effizienter genutzt werden, als wenn alle ihre eigenen Geräteparks betreiben. Zudem haben die großen Cloudbetreiber begonnen, ihre Infrastrukturen nachhaltig umzubauen. So will AWS bis 2040 CO₂-neutral operieren, Microsoft 2030 bereits CO₂-negativ wirtschaften und bis 2050 den kompletten, seit Gründung 1975 verursachten Kohlenstoff kompensieren. Als Energiequellen kommen zunehmend erneuerbare Ressourcen zum Einsatz. Google will jetzt schon bei 100 Prozent sein und nutzt dazu Windkraft und Solarenergie. Weitere Hebel bilden eine intelligente Prozesssteuerung mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz sowie verbrauchsarme Beleuchtungs- und Kühlungssysteme – bei Microsoft wird beispielsweise im Atlantik vor Schottland ein Unterwasser-Rechenzentrum erprobt.

5G zahlt auf Zukunftsprojekte ein.

Zu mehr Energieeffizienz soll auch das zukünftige 5G-Netz für Mobilfunk beitragen. Unmittelbar, indem die leistungsfähigere Technologie Daten deutlich schneller überträgt als der bestehende 4G-Standard. Mittelbar, weil 5G ein flächendeckendes Internet der Dinge ermöglicht. Damit lassen sich smarte Netze für eine dezentrale Energieversorgung einrichten und die Landwirtschaft kann Anbauflächen im großen Maßstab intelligenter und umweltschonender beackern. Nicht nur das autonome Fahren, sondern vor allem automatisierte Systeme für das Verkehrsmanagement können besser umgesetzt werden. Generell hilft 5G, mit Lösungen zur Fernwartung und -steuerung, Wege zu vermeiden. Auch die virtuelle Zusammenarbeit funktioniert hiermit nochmal einfacher und reibungsloser.

 

Bechtle hat ein neues internes Qualifizierungsprogramm aufgelegt. Ziel ist die Ausbildung von „Digital Sustainability Consultants”, die Kunden bei IT-Strategien für mehr Nachhaltigkeit umfassend beraten.

Dieser Artikel stammt aus der Printausgabe Bechtle update 01/2022. Die Printausgabe können Sie kostenlos bestellen, abonnieren oder als pdf-Datei herunterladen.

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Diesen Beitrag haben wir veröffentlicht am 06.07.2022.