Cloud ohne Umwege: Wie die RWTH Aachen OCRE nutzt.

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Cloud Technologien sind in Forschung und Lehre längst mehr als ein IT Trend. Sie bilden die infrastrukturelle Grundlage moderner Wissenschaft – von datenintensiven Forschungsprojekten über digitale Lehrformate bis hin zu neuen KI Anwendungen. Gleichzeitig sind die Anforderungen hoch: Cloud Services müssen Innovation ermöglichen, dabei jedoch Sicherheit, Transparenz und rechtliche Vorgaben zuverlässig erfüllen. Gerade im öffentlichen und wissenschaftlichen Umfeld ist nicht die Technologie selbst die größte Hürde, sondern oft deren vergaberechtskonforme und wirtschaftlich steuerbare Nutzung.

Durch den paneuropäischen Rahmenvertrag OCRE (Open Clouds for Research Environments) konnte die RWTH Aachen diese Hürden nehmen. Die Universität kann nun Services von Microsoft Azure und IONOS Cloud bereitstellen – schnell, effizient und ohne zusätzlichen Vergabeaufwand. Damit schuf sie die Grundlage, um Cloud Technologien breit und nachhaltig in Forschung, Lehre und Verwaltung zu etablieren.

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In 39 Ländern
ist OCRE verfügbar. Dadurch erhalten mehr als 1.000 Institutionen einen deutlich erleichterten Zugang zu Cloud-Lösungen.

OCRE: Ein Rahmen für Forschung – und ein Hebel für Geschwindigkeit.

Mit OCRE erhalten europäische Bildungs  und Forschungseinrichtungen die Möglichkeit, schnell und unkompliziert auf Cloud Services ausgewählter kommerzieller Cloud Service Provider zuzugreifen. Ziel des Rahmenvertrags zwischen der Europäischen Union und dem paneuropäischen Wissenschaftsnetzwerk GÉANT ist es, Cloud dort nutzbar zu machen, wo sie gebraucht wird – ohne jedes Mal neue, aufwendige Vergabeverfahren durchführen zu müssen. In 39 Ländern ermöglicht OCRE so mehr als 1.000 Institutionen einen deutlich erleichterten Zugang zu Cloud Lösungen.

Für die RWTH Aachen, eine der führenden technischen Universitäten Europas, war dieser Ansatz strategisch entscheidend. Die Universität wollte ihre Cloud Nutzung gezielt ausweiten – und dabei Geschwindigkeit mit rechtlicher Sicherheit verbinden. „Uns war wichtig, Cloud Technologien schnell und unkompliziert einsetzen zu können“, sagt Denise Dittrich, stellvertretende Abteilungsleiterin Systeme und Betrieb im IT Center der RWTH Aachen. Im Rahmen von OCRE startete die Universität daher einen Pilotbetrieb und stellte Cloud Dienste unter anderem für Ausbildungsumgebungen, Entwicklungsprojekte und KI Anwendungen zur Verfügung.

Zwei Clouds, ein Zugang: Warum Wahlfreiheit in der Praxis zählt.

Zentral für die RWTH Aachen war die Möglichkeit, Leistungen beider Cloud Plattformen – Microsoft Azure und IONOS Cloud – parallel nutzen zu können. Zugleich sollten Beschaffung und Abrechnung aus einer Hand erfolgen. Über den OCRE Rahmenvertrag ließ sich diese Anforderung gezielt umsetzen.

Bechtle erhielt im Rahmen der europaweiten OCRE Ausschreibung bereits zum zweiten Mal den Zuschlag für gleich zwei Cloud Anbieter. Damit sind wir der einzige Partner, der in den gewonnenen 13 Ländern zwei Cloud Plattformen parallel bereitstellen darf. Für Forschungs  und Bildungseinrichtungen bedeutet das ein hohes Maß an Flexibilität und Wahlfreiheit – ein entscheidender Vorteil in einer Umgebung, in der Institute und Projekte sehr unterschiedliche Anforderungen, Laufzeiten, Budgets und technische Präferenzen haben.


Institute können direkt starten – und wir wissen, dass die Abwicklung und Abrechnung zuverlässig funktionieren.

Denise Dittrich, stellvertretende Abteilungsleiterin Systeme und Betrieb im IT Center der RWTH Aachen


Von acht auf bis zu 200 Institute: Skalierung braucht Standards.

Mit dem Pilotprojekt verfolgte die RWTH Aachen ein ambitioniertes Ziel: Die Nutzung von Cloud Lösungen sollte von zunächst acht auf perspektivisch bis zu 200 Institute ausgeweitet werden. Damit die Cloud jedoch nicht nur bei einzelnen Leuchtturmprojekten, sondern wesentlich breiter eingesetzt werden kann, braucht es klare Strukturen – insbesondere im Onboarding, im Servicezuschnitt und in der Kostensteuerung.

Gemeinsam mit dem IT Center der RWTH entwickelte Bechtle dafür standardisierte Onboardings, klar definierte Servicebausteine sowie ein transparentes Abrechnungs  und Controllingsystem bis auf Institutsebene. „Institute können direkt starten – und wir wissen, dass die Abwicklung und Abrechnung zuverlässig funktionieren“, fasst Dittrich zusammen.

Mit OCRE und Bechtle souverän in die Cloud.

Das Beispiel der RWTH Aachen zeigt, wie sich Cloud Services im Hochschulumfeld schnell, rechtssicher und skalierbar etablieren lassen. Der OCRE Rahmenvertrag reduziert den Vergabeaufwand erheblich und macht die Cloud als strategische Ressource breit nutzbar. Gleichzeitig profitieren Organisationen von Wahlfreiheit, Transparenz und klaren Kostenstrukturen.

Bechtle übernimmt dabei die Rolle des Umsetzungspartners: von der Integration der Cloud Plattformen sowie deren Betrieb bis zu standardisierten Services und der Abrechnung. Auf dieser Grundlage entstehen vielfältige Anwendungsfelder – von klassischen Entwicklungsumgebungen bis zu KI Services wie RWTHgpt. Als Pilotbetrieb für OCRE stärkt die RWTH Aachen nicht nur ihre eigene digitale Weiterentwicklung, sondern zeigt zugleich nachvollziehbar für andere Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland und Europa, was mit dem Rahmenvertrag möglich ist.

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