Welche Daten und Anwendungen Sie in die Cloud auslagern sollten – und welche besser nicht.

Verantwortliche in deutschen Unternehmen spüren von vielen Seiten den Druck, Anwendungen und Daten des Unternehmens in die Cloud zu verlagern und damit – so die Erwartung – agiler und flexibler aufgestellt zu sein. Ein Weg, der auch Kosten und Ressourcen einsparen soll. Doch welche Anwendungen können Unternehmen problemlos aus der eigenen Hoheit herausnehmen? Wie sieht eine sinnvolle IT-Strategie für Cloud-Neulinge aus?

Sofortige Verfügbarkeit, bessere Erreichbarkeit der Anwendungen, weniger Ressourcen- und Administrationsaufwand, beste Skalierbarkeit und keine Investition in neue Hardware: Diese Vorteile verspricht die Cloud. Im Gegenzug müssen sich Unternehmen, die zentrale und wichtige Dienste verlagern wollen, einem aufwändigen Migrationsprojekt stellen. Ein Blick in die Praxis zeigt: „Das eigene Datacenter ist keinesfalls hinfällig. Nur wenige Kunden lösen ihre Rechenzentren tatsächlich ab. Üblicherweise ergänzen sie ihre IT durch Public Cloud Services“, sagt Maxim Kushnir, Leiter Technologiekonzepte & Networking, Bechtle Systemhaus Stuttgart.

Der richtige Mix ist entscheidend.

Wichtig ist, dass Unternehmen den Weg in die Public Cloud strategisch angehen und somit die für sie passende hybride Architektur finden. Sensible Daten sollten – schon aus Aspekten der Compliance – besonders geschützt werden. „Bei personenbezogenen und anderen schützenswerten Daten empfiehlt sich daher eine private Cloud und eine durchgängige IT-Sicherheitsarchitektur. Bei Daten, auf die eventuell von unterschiedlichen Orten zugegriffen wird, eignet sich eine Public Cloud besser“, erklärt Maxim Kushnir.

Doch wie sieht es bei standardisierten Applikationen und Workloads aus, die bisher gut im eigenen Rechenzentrum gelaufen sind? „Hier gilt es ebenfalls zu schauen, inwieweit sich diese in die Public Cloud migrieren lassen“, sagt David Spernau, Business Manager Datacenter, Bechtle Systemhaus Holding AG. „Ratsam ist es, auch solche Anwendungen in die eigene Digitalisierungs- und IT-Strategie für eine Cloud-Transformation einzuordnen und an die Cloud-Security-Strategie und Governance anzudocken.“ Hyperkonvergente Architekturen können dabei der erste Schritt von einer klassischen On-Prem-Lösung in die Public Cloud sein, indem sie als Zwischenstufe eine hybride IT-Infrastruktur bilden.  

Von fertigen Frameworks profitieren.

Gern genommene Workloads für den Einstieg sind unter anderem Microsoft 365 sowie Backupszenarien mit unkritischen Unternehmensdaten oder „Database-as-a-Service“. Die Anwender profitieren unter anderem von einem geringeren Administrationsaufwand, einer höheren Elastizität und einem automatisierten Lifecycle-Management. „Wir empfehlen unseren Kunden moderne Szenarien, z. B. im Bereich Analytics und Artificial Intelligence/Machine Learning, in einer Cloud-Umgebung umzusetzen. In diesem Umfeld gibt es fertige Frameworks, die sich mittelständische Unternehmen nur mit sehr viel Aufwand lokal aufbauen können“, so David Spernau. „Es macht auch Sinn, bei jeder neu auszurollenden Applikation über eine Lösung aus der Cloud nachzudenken – das ist der ‚Cloud-first-Gedanke‘. Dabei sollte man sich folgende Fragen stellen: Eignet sich eine Applikation für den Betrieb in der Cloud? Und welche Vorteile bringt sie hinsichtlich Beschaffung, Bezahlmodell, Flexibilität, Kosten, Lifecycle, Verfügbarkeit und Sicherheit?“

Unternehmen müssen demnach den richtigen Mix aus Public Cloud Services und On-Premise-Infrastruktur finden und zeitgleich die über Jahrzehnte gewachsene On-Prem-Infrastruktur modernisieren. Aber nur mit einer zeitgemäßen Aufstellung kann die IT standardisiert und automatisiert werden. Auch, weil mit neu hinzugefügten Plattformen und Services die IT-Umgebung zunehmend komplexer wird.

Im Ergebnis erzielen Unternehmen mit einer einheitlichen und digitalen Infrastruktur strategische Vorteile für ihr Geschäft. Hardware-Ausgaben können reduziert und interne IT-Ressourcen geschont werden. Anstatt sich um den Betrieb der Infrastruktur zu kümmern, können die Mitarbeitenden mit ihren freigewordenen Ressourcen strategische Projekte beschleunigen. In der Konsequenz profitieren Unternehmen und die öffentliche Verwaltung von der ausgeprägten Flexibilität und Agilität der Cloud. „Bei uns steht immer die Gesamtbetrachtung im Mittelpunkt: Wir beraten unsere Kunden eben nicht nur, sondern setzen diese Empfehlungen auch um und verantworten final das konkrete Ergebnis“, erklärt Bechtle Manager David Spernau.

David Spernau,

Business Manager Platform, Datacenter & Cloud

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Ansprechpartner.

David Spernau

Business Manager Platform, Datacenter & Cloud

david.spernau@bechtle.com

 

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Diesen Beitrag haben wir veröffentlicht am 19.01.2021. und aktualisiert am 10.05.2022.