On-Premises IT-Infrastruktur bei Rivella.
Eine IT, so einzigartig wie das Schweizer Kultgetränk: Rivella schafft maximale Datenkontrolle. Sie ist die Basis für eine stabile Produktion, schnelle Analysen und hohe Ausfallsicherheit.
Rivella schmeckt nach – naja, erklären kann das eigentlich niemand so genau. „Einzigartig trifft es wohl am besten“, sagt Patrick Felder, Leiter ICT-Infrastruktur & Services bei Rivella. Seit über 70 Jahren wird das Schweizer Kultgetränk nach einem geheimen Rezept hergestellt, das gut gehütet wird. Und auch seine Daten bewacht das Unternehmen wie einen Schatz. Denn bei Rivella im schweizerischen Rothrist im Kanton Aargau verlässt man sich nicht nur auf Tradition, sondern auch auf eine IT, die ebenso einzigartig zuverlässig funktionieren muss, wie das Getränk schmeckt.
Hinter jeder Flasche Rivella steckt eine fein abgestimmte digitale Infrastruktur. Produktionssysteme, Maschinendaten, Analysen und Planungsprozesse greifen eng ineinander. Wenn hier etwas ausfällt, kann das Auswirkungen auf die Fertigung haben.
Das Wichtigste in Kürze.
- On‑Premises‑Strategie: Produktionskritische Daten verbleiben vollständig im eigenen Rechenzentrum.
- Hochverfügbarkeit: Zwei räumlich getrennte Rechenzentren mit synchroner Datenreplikation sorgen für Millisekunden‑Failover.
- Modernisierung im Betrieb: Die Storage‑Migration erfolgt ohne Stillstand während laufender Produktion.
- Performancegewinn: Schnellere Analysen und Reports für produktionsnahe Anwendungen und SAP Workloads.
- Skalierbare Architektur: Rechenleistung und Speicher lassen sich unabhängig voneinander erweitern.
- Sicherheit & Kontrolle: Durchgängige Verschlüsselung und volle Datenhoheit im On‑Premises‑Betrieb.
Hochverfügbare IT-Infrastruktur: Zwei Rechenzentren für den Produktionsbetrieb.
Rivella arbeitet zwar grundsätzlich mit einer hybriden IT-Landschaft – weniger kritische Anwendungen laufen in der Cloud – doch für alle produktionsrelevanten Daten gilt ein anderer Anspruch: Sie müssen jederzeit verfügbar und vollständig unter eigener Kontrolle bleiben. Deshalb lagern diese Informationen in zwei eigenen Rechenzentren – auch räumlich getrennt in unterschiedlichen Gebäuden. Dort wird jede Information synchron repliziert, also live gespiegelt. Fällt ein Rechenzentrum aus, übernimmt das andere in Millisekunden. „Das ist zwar noch nie passiert, aber wir testen das regelmäßig und es funktioniert zuverlässig“, sagt Patrick Felder. Über viele Jahre arbeitet Rivella mit einer Speicherlösung – stabil und bewährt, aber am Ende des Lebenszyklus. Eine Modernisierung war unvermeidlich, zumal die Anforderungen in der Produktion kontinuierlich steigen: Daten müssen schnell verarbeitet, Analysen zeitnah bereitgestellt und Ausfälle unbedingt vermieden werden.
Datenmigration im laufendem Betrieb.
Gemeinsam mit seinem langjährigen IT-Partner Bechtle nimmt Patrick Felder verschiedene Lösungen genau unter die Lupe. Am Ende überzeugt der Block- und Filestorage HPE Alletra MP – nicht nur technologisch, sondern auch durch eine Besonderheit: Die alte und die neue Plattform lassen sich parallel betreiben und die Daten blockweise synchronisieren. Das ist die Voraussetzung für eine wichtige Forderung Rivellas: Die Umstellung und die Migration der Daten soll ohne Stillstand während des laufenden Betriebs erfolgen. „Wir produzieren täglich. Alles, was die IT betrifft, muss unter Volllast funktionieren“, erklärt Patrick Felder. Innerhalb von zwei Wochen ist der Umstieg geschafft und Patrick Felder ist erleichtert, wenn auch nicht überrascht: „Die Migration verlief reibungslos. Anders sind wir das von Bechtle auch gar nicht gewöhnt. Mich hat allerdings beeindruckt, wie schnell die Daten übertragen wurden.“
Bild: Patrick Felder, Leiter ICT-Infrastruktur & Services bei Rivella
Die neue IT-Infrastruktur bei Rivella besteht aus zwei Alletra MP Storages, die in den beiden Rechenzentren installiert sind, ergänzt wird das Ganze durch einen kompakten und energieeffizienten Server von HPE. Er steht als „Wächter“ über der gesamten Infrastruktur, prüft permanent den Zustand der beiden Speichersysteme und meldet Unregelmäßigkeiten, bevor sie sich bemerkbar machen. Gemeinsam sorgen alle Komponenten dafür, dass die Verfügbarkeit, Sicherheit und Stabilität gewährleistet bleiben – 24/7.
Mehr Performance und Skalierbarkeit für produktionsnahe Anwendungen.
Mit der neuen HPE Alletra MP Speicherlösung profitiert Rivella von einer modernen, disaggregierten Plattform. Das bedeutet: Rechenleistung und Speicher lassen sich unabhängig erweitern. „Wir können damit flexibel wachsen, ohne mit einem überdimensionierten System zu arbeiten oder – im umgekehrten Fall – in ein paar Jahren alles neu kaufen zu müssen“, sagt Patrick Felder. Alletra MP bringt dazu noch deutlich mehr Leistung und damit Tempo in die Datenverarbeitung. Davon profitieren vor allem produktionsnahe Anwendungen wie die Multi-Model-Datenbank SAP HANA, das Produktionsleitsystem und die Planungsprozesse. Patrick Felder fasst zusammen: „Auswertungen laufen flüssiger, Reports werden schneller aufbereitet und Daten stehen sofort bereit. Für die Produktion ist das entscheidend.“
Datenhoheit als strategischer Grundsatz.
Auch in puncto Sicherheit hat Alletra MP die Nase vorn: Alle Daten werden automatisch und ohne zusätzliche Module verschlüsselt. Ergänzend nutzt Rivella mit HPE GreenLake eine Technologie, die normalerweise als Cloud-Service betrieben wird – allerdings bleibt Rivella auch hier seinem Prinzip der absoluten Datenhoheit treu und nutzt die Variante on-prem. So profitiert das Unternehmen von modernen Verwaltungs- und Automatisierungsfunktionen, behält aber zugleich sämtliche sensiblen Daten vollständig im eigenen Rechenzentrum.
SAP Betrieb bewusst On-Premises.
Beim Thema SAP geht das Unternehmen ebenfalls seinen eigenen Weg – entgegen dem Trend, ERP-Systeme in die Cloud zu verlagern. „Wenn etwas stockt oder die Internetleitung ausfällt – was machst du dann?“, fragt Patrick Felder. „Wir denken, in der Cloud sind wir zu abhängig. Wenn die Daten bei uns sind, können wir schneller eingreifen.“ Und so verfügt Rivella jetzt über eine Speicherinfrastruktur, die schneller, robuster und zukunftsfähiger ist als je zuvor. Updates, Sicherheits-Patches und Support übernimmt Bechtle, ohne dass Rivella komplett die Kontrolle abgibt. Patrick Felder ist auch Monate nach der Inbetriebnahme des neuen Systems voll und ganz überzeugt: „Das war die richtige Entscheidung, das richtige Produkt, der richtige Partner. Alles läuft reibungslos.“
Wir denken, in der Cloud sind wir zu abhängig. Wenn die Daten bei uns sind, können wir schneller eingreifen.
Patrick Felder, Leiter ICT-Infrastruktur & Services bei Rivella
Magazin results by Bechtle.
Dieser Artikel ist ein Auszug aus der aktuellen Ausgabe des Printmagazins results by Bechtle.