Neckarsulm/München, 14. Juli 2026 – Bechtle hat vom Bayerischen Staatsministerium der Justiz den Zuschlag für den Betrieb und die Weiterentwicklung zentraler IT-Services erhalten. Im Mittelpunkt des Rahmenvertrags steht die Betreuung der zentralen IT-Plattform bajTECH, über die wesentliche digitale Arbeitsplätze sowie IT-Services der bayerischen Justiz bereitgestellt werden. Daneben zählen Managed Services, Projekt- und Beratungsleistungen sowie die Versorgung mit IT-Hardware zum Leistungsspektrum. Die Vertragslaufzeit startet am 1. Januar 2027 für zunächst sechs Jahre. Das maximale Vertragsvolumen beträgt bis zu 250 Millionen Euro. Bechtle betreut damit auch zwei Rechenzentren sowie 220 Standorte in Bayern mit insgesamt gut 17.500 IT-Arbeitsplätzen. Mit dem langfristig angelegten Vertrag unterstützt Bechtle die Gerichte und Staatsanwaltschaften des Freistaats Bayern dabei, die Digitalisierung konsequent voranzutreiben und den Mitarbeitenden eine sichere, moderne und leistungsfähige IT-Arbeitsumgebung bereitzustellen.
Mit der Vergabe übernimmt Bechtle künftig den Betrieb zentraler IT-Services für die bayerische Justiz. Zum Leistungsumfang gehören unter anderem die Betreuung von Domäne, Infrastruktur, Clients, Support- und Service-Desk-Leistungen sowie Unified Communications und die technische Ausstattung von Besprechungs- und Sitzungssälen. Optionale Leistungsbestandteile umfassen darüber hinaus zusätzliche Projektkontingente, Migrationen zentraler Dienste zu einem staatlichen Rechenzentrum sowie den Ausbau spezialisierter Kommunikationsinfrastrukturen.
Die Gesamtverantwortung für das Projekt liegt beim Bechtle IT-Systemhaus München/Regensburg. Für die Leistungserbringung arbeiten mehrere spezialisierte Einheiten innerhalb der Bechtle Gruppe sowie ausgewählte Partner zusammen. So verantwortet etwa Bechtle Managed Services wesentliche Betriebsleistungen, während die Berliner Arktis IT solutions GmbH für den Betrieb der Sitzungssaalausstattung eingebunden ist.
Langfristige Partnerschaft
„Die Anforderungen an die IT der Justiz verändern sich mit hohem Tempo – technologisch, organisatorisch und regulatorisch. Deshalb verstehen wir den Auftrag nicht nur als Betriebsverantwortung, sondern als langfristige Partnerschaft. Gemeinsam mit der bayerischen Justiz wollen wir eine IT-Umgebung gestalten, die Sicherheit, Skalierbarkeit und Weiterentwicklung gleichermaßen ermöglicht“, sagt Anne Langens, Mitglied der Geschäftsleitung, Bechtle IT-Systemhaus München/Regensburg.
Derzeit befindet sich das Projekt in der Transitionsphase. Bis Ende 2026 werden bestehende Systeme und Prozesse des bisherigen Dienstleisters überführt, Betriebsstrukturen aufgebaut und die organisatorischen sowie technischen Voraussetzungen für einen stabilen Regelbetrieb geschaffen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Einhaltung höchster Sicherheitsstandards und Compliance-Anforderungen. Grundlage sind die Vorgaben der Informationssicherheit nach ISO 27001 auf Basis des BSI-Grundschutzes.
„Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur ist heute eine wesentliche Voraussetzung für eine moderne Justiz. Wir freuen uns, die bayerische Justiz auf ihrem Weg der digitalen Transformation langfristig zu begleiten und mit unseren Managed Services einen verlässlichen Beitrag zu Sicherheit, Stabilität und Zukunftsfähigkeit der IT-Architektur zu leisten“, sagt Roland König, Geschäftsführer, Bechtle IT-Systemhaus München/Regensburg.