Videosicherheit braucht zuverlässige Speichermedien.

 

 

André Grabon
Business Development, Storage Products Division, Toshiba Electronics Europe

 

Die Datenmenge hochauflösender Videos steigt stetig. Benötigt werden Storage-Lösungen, die speziell auf die Videoüberwachung ausgelegt sind. Dies sind andere Anforderungen als etwa für Laufwerke in Rechenzentren oder in Client-Geräten. Doch welche Spezifikationen müssen die Laufwerke für die Videoüberwachung konkret bieten?


Lebensdauer von Surveillance Hard Drives.

Ein wichtiger Faktor für die Lebensdauer eines Laufwerks ist die Betriebstemperatur. Je nach Einsatzbereich sind Laufwerke auf den Betrieb in einem bestimmten Temperaturbereich ausgelegt. Typischerweise liegt der Bereich für eine Festplatte, die für Rechenzentren mit Kühlungssystemen konzipiert ist, bei fünf bis 55 Grad Celsius. Consumer- oder Client-Laufwerke sind für Betriebstemperaturen zwischen Null und 60 Grad bestimmt. Und Festplatten für die Videoüberwachung sind für einen erweiterten Temperaturbereich von Null bis 70 Grad spezifiziert. Bei Nichteinhaltung der Temperatur können die Komponenten schneller verschleißen.


Auch der Aspekt des Workloads muss beachtet werden. Festplatten (HDDs) enthalten mechanische Komponenten, die durch ständige Bewegung belastet werden. Folglich hat auch die Arbeitsbelastung, das heißt die Anzahl der Lese- oder Schreibvorgänge, einen Einfluss auf die Zuverlässigkeit. Deshalb haben HDD-Hersteller begonnen, die maximale jährliche Arbeitslast zu spezifizieren. Die typische Arbeitsbelastung für Client-Geräte liegt bei bis zu 55 Terabyte pro Jahr, bei Laufwerken für die Videoüberwachung hingegen bei bis zu 180 Terabyte pro Jahr und bei Enterprise- und Server-Laufwerken sogar bei bis zu 550 Terabyte pro Jahr.

Von entscheidender Bedeutung ist zudem die tägliche Betriebsdauer. Sie bezieht sich auf die Einsatzdauer pro Tag, für die ein Speichermedium ausgelegt wurde. HDDs für  Videoüberwachungsanwendungen erfordern einen sogenannten „24/7-Betrieb“. Das heißt, sie sind für den Dauereinsatz konzipiert – 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche und 365 Tage im Jahr (24/7/365 oder 24/7).
 

MTTF und AFR.

Natürlich kann selbst beim besten Laufwerk immer noch ein Fehler auftreten, wenn auch mit einer sehr geringen Wahrscheinlichkeit. Im Hinblick auf die Zuverlässigkeit einer Festplatte sind dabei die Herstellerangaben zur MTTF (Mean Time to Failure) zu berücksichtigen. Die MTTF (gemessen in Stunden) ist ein statistischer Wert, der die Zeit bis zum Auftritt des ersten Fehlers bei technischen Geräten angibt. Eine typische MTTF beträgt eine Million Betriebsstunden, was 114 Jahren entspricht. Allerdings gilt dieser Wert nicht für ein einzelnes Laufwerk, sondern für eine größere Anzahl von HDDs. In einem Cluster von einer Million Laufwerken ist also zu erwarten, dass jede Stunde ein Laufwerk ausfällt. In einem realistischeren Szenario mit einem Cluster von 500 Laufwerken kann es alle 2.000 Stunden beziehungsweise etwa alle 83 Tage zu einem Fehler kommen. 
Anhand der MTTF-Daten kann dann auch die Annualized Failure Rate (AFR) berechnet werden. Bei einem Setup mit 500 Laufwerken und einer MTTF von einer Million Stunden könnten pro Jahr fünf Laufwerke ausfallen. Diese Daten kann ein Administrator dann dazu verwenden, den Austausch von Laufwerken zu planen und zu budgetieren, um eine möglichst sichere Speicherung von Daten zu gewährleisten.

 

S300 Pro/S300. 
S300 Pro/S300.

Surveillance Hard Drive gemacht für die Videoüberwachung.

Spezielle Videoüberwachungs-HDDs, wie die S300Pro/S300 Surveillance Hard Drives von Toshiba bieten die erforderlichen Spezifikationen für die Videoüberwachung, einschließlich 24/7-Betrieb und Unterstützung von bis zu 64 Videokameras. Darüber hinaus beinhalten sie einen Puffer von bis zu 256 Megabyte. Die Dynamic-Cache-Technologie trägt zu einer Verbesserung der Echtzeit-Performance der Laufwerke bei, sodass keine einzelnen Frames weggelassen werden, auch nicht in Situationen mit hohem Workload wie dem gleichzeitigen Aufzeichnen und Betrachten von Aufnahmen. Die Laufwerke verfügen über eine MTTF von bis zu einer Millionen Stunden.

 

 

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Toshiba MG-Serie.
Toshiba MG-Serie.

Enterprise Capacity Hard Dirve entwickelt für hohe Datenmengen.

Die MG-Serie ist mit einem Workload von 550 TB/Jahr und einem 512-MB-Puffer eine der leistungsfähigsten Toshiba Festplatten. Sie wurde entwickelt für hohe Datenmengen bspws. in Speicher-Arrays der Enterprise-Klasse, in industriellen Server- und Speichersystemen oder auch in zentralen Überwachungssystemen.

Mit ihrer Kapazität und hochmodernen Technologie erfüllt sie die besonderen Anforderungen zentraler Überwachungssysteme, um Daten hochauflösend zu speichern, zu verarbeiten und mit durch KI unterstützter Objekt- sowie Gesichtserkennung, zu analysieren. Die Enterprise-Festplatte ermöglicht Speicherplatz bis zu 16 TB, eine MTTF von bis zu 2,5 Mio. Stunden und hat eine Garantie von 5 Jahren.

 

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