Herausforderung.

Im Norden Deutschlands sorgt die Behrens + Lüneburger Baumaschinen GmbH & Co. KG, kurz B+L, für Qualität und Zuverlässigkeit bei Verkauf, Vermietung und Service am Bau. Damit die 140 Mitarbeitenden, vom Planer über den Buchhalter bis zur Reparaturwerkstatt, auch mobil arbeiten können, migrierte B+L seine IT-Infrastruktur vor einigen Jahren auf die Plattform Microsoft Azure. Mit ihr ist das Unternehmen flexibel, die IT leistungsstark und alle Systeme sind hoch verfügbar. Die Mitarbeitenden loggten sich bisher mittels Remote Desktop Service (RDS) auf Terminalservern ein und bekamen temporäre User-Profile zugewiesen. Dieser Single Sign-on beruhte auf Multisessions für mehrere Mitarbeitende und arbeitete mit dem Server-Betriebssystem von Microsoft, wodurch Microsoft Outlook und Teams nicht vollumfänglich nutzbar und keine individualisierten Desktops abbildbar waren. Videokonferenzen waren nur schwer durchzuführen.

Die offizielle Produktvorstellung von Windows Virtual Desktop (WVD) Anfang 2020 weckte schnell das Interesse bei B+L. Das Unternehmen wollte das Produkt bei sich einführen und damit eine skalierbare und moderne Technologie für die Anwender erhalten.


Unsere Mitarbeiter stehen mit ihren Rechnern und Tablets auf der Baustelle, dem Hof oder in der Werkstatt. Da ist es wichtig, nicht nur immer Zugriff auf die interne IT-Infrastruktur zu haben, sondern auch auf den eigenen Desktop. Mit WVD ist das jetzt möglich. Und mit dem von Bechtle entwickelten, vollautomatisierten Skript können wir jederzeit ein Redeployment durchführen. Von den drei ursprünglichen virtuellen Hosts ist unser System mittlerweile auf sieben angewachsen. Alle konnten wir selbst aktivieren.

Lars Löffler, Leitung IT, Behrens + Lüneburger Baumaschinen (GmbH & Co.) KG


Lösung.

Die Experten von Bechtle erstellten B+L ein Konzept, wie WVD in den bestehenden Betrieb integriert werden könnte. Es zeigte auf, welche Desktop-Computer nötig sind, welche Kosten entstehen und wo sich Kosten einsparen lassen. In einem Workshop mit Bechtle beauftragte B+L den IT-Dienstleister mit einem Proof of Concept (PoC) für zunächst 20 Mitarbeitende. Diese sollten WVD in einer Testphase parallel zu RDS nutzen. Bechtle richtete dazu einen Hostpool mit Windows 10 und zwei Sessionhosts in Azure ein. Die Caches der Programme speichert FSLogix in das jeweilige Profil des Anwenders auf einem BLOB-Storage in Azure. Dadurch entsteht für jeden Mitarbeitenden von B+L ein gekapseltes Profil und jeder der PoC-Teilnehmer erhält beim Einloggen den immer gleichen, persönlichen Desktop sowie ein äußerst persönliches Benutzerempfinden. Auch die Grafikdarstellung, etwa bei Videokonferenzen, steigerte Bechtle damit deutlich.

Nach einer Feedbackrunde durch unterschiedliche Mitarbeitergruppen definierten B+L und Bechtle gemeinsam Ideen und Funktionen, die Bechtle im Sinne der Produktivität der Mitarbeitenden von B+L integrieren konnte. Erste Performance-Einbußen, die durch simultane Aktivität verschiedener Dienste auf dem Multisessionhost entstanden waren, löste Bechtle durch Automationen. Mittels verschiedener Skripte auf Basis von ARM automatisierte Bechtle die gesamte Umgebung und gestaltete sie damit effizienter.

Nach dem erfolgreichen PoC wollte B+L die Freiheit einer eigenständigen Weiterentwicklung beziehungsweise Erweiterung des WVD-Angebots behalten. Aus diesem Grund entwickelte Bechtle für die Unternehmens-IT vollautomatisierte Templates, mit denen die IT von B+L Redeployments jederzeit selbst durchführen kann.

Vorteile/Nutzen.

Die automatisierte Skalierung der Sessionhosts auf Basis von Windows 10 erleichtert den IT-Mitarbeitenden von B+L die tägliche Arbeit. Mittlerweile setzt das Unternehmen sieben virtuelle Hosts ein, welche die Unternehmens-IT eigenhändig aktivierte.

Bechtle automatisierte über Azure Automation-Runbooks alles derart, dass die Sessionhosts im Hostpool automatisch und nach Bedarf hoch- und runterfahren. Da Microsoft die Azure Nutzung unter anderem nach Laufzeit abrechnet, spart B+L dadurch deutlich Kosten.

Die Anwender wiederum profitieren von den Multisessions, denn sie können von jedem Device aus auf ihren ganz persönlichen Desktop zugreifen. Mittlerweile stellte B+L alle Mitarbeitende selbst auf WVD um. Sie nutzen nun ein stabiles, erweiterbares und individuell nutzbares Windows 10 – von überall aus.