Karriere - 24.03.2021

Alles außer gewöhnlich: Performance im Job und Engagement für ihre Mitmenschen – bei Debora geht das Hand in Hand.

Debora Gambalonga arbeitet seit zwei Jahren als Marketingmanagerin bei Bechtle Clouds. Ein großes Ziel: die Marke Bechtle Clouds zu stärken. Debora ist eine Person, die immer volle Power gibt – nicht nur im beruflichen, sondern auch im privaten Umfeld. Denn Sie setzt sich mit vollem Einsatz für obdachlose Menschen beim Heilbronner Erfrierungsschutz ein. Ihre Leidenschaft und ihre „geht nicht gibt’s nicht“ grund-positive Denkweise machen sie zu einer Person, die alles andere als gewöhnlich ist. Im Interview gibt uns Debora Einblicke in beide Welten und zeigt uns, welche Parallelen sie sieht.

Verfasst von

HR-Kommunikation

E-Mail: alice.hopf@bechtle.com

1. Debora, was genau steckt hinter deiner Berufsbezeichnung „Marketingmanagerin“?

Debora Gambalonga: Meine Tätigkeit umfasst die interne und externe Vermarktung von Bechtle Clouds, des Cloud-Portfolios sowie der eigenentwickelten Managed Services aus der Service Factory. Unser Ziel ist es, die Marke Bechtle Clouds zu stärken. Damit uns das gelingt, unterstützen wir Systemhäuser und die E-Commerce-Gesellschaft bei zentralen und dezentralen Kampagnen oder treiben Clouds-Zertifizierungen an. Durch meine Tätigkeit entstehen aber noch viele weitere Schnittstellen zu anderen Fachbereichen: z. B. zum  Marketing für zentral gesteuerte Kampagnen, zu den Herstellern wie AWS, Google oder Ionos oder auch zur Unternehmenskommunikation für Pressearbeit oder Referenzen.

2. Was macht deinen Job einmalig und was sollte man dafür mitbringen?

Die Vielfalt an Aufgaben, dadurch ist kein Tag mit jedem anderen zu vergleichen – das kann ich mit voller Überzeugung sagen. Das tolle ist auch, dass ich durch unzählige Schnittstellen so viele neue Personen kennenlerne. Ich würde mich selbst als kommunikativ, offen und überzeugend bezeichnen – was ich übrigens auch als Voraussetzung für den Job sehen würde – daher genieße ich den Austausch total. Außerdem ist die Aufgabenvielfalt echt groß. Den Überblick zu bewahren, ist gar nicht immer so einfach: ein Grundverständnis fürs Projektmanagement und Priorisieren von Aufgaben sind daher sicherlich hilfreich. Was ich aber am allerschönsten finde, ist, dass ich am Ende ein Ergebnis meiner Arbeit sehe: sei es eine neue Kampagne, eine Landingpage oder eine Kommunikation in der Presse – das ist für mich die größte Belohnung.

3. Wie bist du zu Bechtle gekommen?

Ursprünglich komme ich aus der Gastronomie, ich bin gelernte Hotelfachfrau. Ich hatte mich damals für diese Brache entschieden, da ich Sprachen und Reisen liebe. Da ich nach meiner Ausbildung noch zu jung fürs Schiff war, habe ich nach meiner Ausbildung drei Jahre bei der Software One als Office- und Eventmanagerin gearbeitet. Als ich dann von einem Bechtle Recruiter die Stelle als Marketingmanagerin bei Bechtle Clouds angeboten bekommen habe, habe ich nicht lange gezögert und mich kurzerhand entschlossen, sie anzunehmen.

Was mir immer wieder zugute kommt: Ich trage nicht die klassische Marketingbrille und bringe immer wieder einen neuen oder anderen Blick mit rein. Dadurch ergänzen wir uns im Team echt gut. Es hätte aus meiner Sicht nicht besser laufen können.

4. Wir haben von deiner ehrenamtlichen Tätigkeit im Heilbronner Erfrierungsschutz gehört. Was treibt dich an, dich zu engagieren?

Mich hat das Thema Obdachlosigkeit schon immer beschäftigt. In meinem Alltag begegne ich Obdachlosen mehrmals – ich konnte mich nie an den Gedanken gewöhnen, dass Menschen auf der Straße schlafen müssen. Mit meinem Ehrenamt kann ich dazu beitragen, das zu verhindern. Vor allem in der Corona-Zeit – denn derzeit sind obdachlose Menschen besonders von den Auswirkungen betroffen und können viele der Schutzmaßnahmen gar nicht umsetzen: z. B. die erforderliche erhöhte Hygiene und einfach nur zuhause zu bleiben. Gerade jetzt ist Mitmenschlichkeit wichtiger denn je.

5. Wie können wir uns einen Einsatz von dir vorstellen?

Die Räumlichkeiten befinden sich im Freibad Neckarhalde Heilbronn. In den Monaten November bis März arbeite ich mindestens einmal die Woche, meistens freitags. Mein Dienst beginnt in der Regel um 20:00 Uhr mit der Aufnahme der „Gäste“. Es gibt ein paar Regeln wie das Verbot von Drogen, Alkohol und Waffen. Zum Selbstschutz und zum Schutz der anderen kontrolliere ich jede Person und nehme die Personalien auf. Wegen Corona messe ich zusätzlich Fieber und überprüfe das Tragen eines Mundschutzes. Insgesamt können wir 16 Betten belegen. Sobald alle Betten zugeteilt wurden, schreibe ich einen Tagesbericht oder führe Kontrollgänge durch. Sofern mir ein Regelverstoß auffällt oder Streitigkeiten entstehen, versuche ich zu schlichten oder eventuell vom Hausrecht Gebrauch zu machen. Mein Dienst endet gewöhnlich am nächsten Morgen um 08:00 Uhr. Aufgrund von Corona verlängern sich die Öffnungszeiten des Erfrierungsschutzes aber, um wohnungslosen Menschen auch in Zeiten der Pandemie eine geschützte Umgebung zu bieten.

6. Kannst du etwas von deinem Ehrenamt auf deinen Job bei Bechtle oder andersherum anwenden?

Meine Kommunikationsstärke brauche ich für beide Tätigkeiten. Ich glaube, das ist mit das Wichtigste. Wenn ich nicht kommunikativ wäre, dann würden keine oder zumindest keine tiefgründigen Gespräche mit den Obdachlosen stattfinden. Mir ist es besonders wichtig, Begegnungen auf Augenhöhe zu schaffen – so habe ich schon häufig erfahren, was sich für harte Schicksalsschläge hinter den individuellen Situationen verbergen. Außerdem erdet mich mein Ehrenamt unheimlich und das nehme ich nicht nur in mein privates, sondern auch berufliches Umfeld mit. Viele meiner Probleme relativieren sich oft ganz schnell, wenn ich an die Obdachlosen denke. Mittlerweile kann ich professioneller und ruhiger auf Herausforderungen reagieren, als es manch andere tun würden.

7. Wenn du dir etwas wünschen könntest, was wäre das?

Kurzfristig, dass Betroffenen schneller und unbürokratisch geholfen wird. Langfristig, dass alle einen dauerhaften und sicheren Wohnsitz haben. Ansonsten natürlich auch mehr Soforthilfe durch Bargeld, da die Spenden durch Passanten derzeit größtenteils ausfallen. Und grundsätzlich mehr Menschlichkeit.

Für mich wünsche ich mir, dass ich mich noch ganz lange ehrenamtlich engagieren kann. Außerdem, dass sich noch viele andere ehrenamtlich engagieren, um den Erfrierungsschutz zu erhalten: sei es in Form von Spenden oder als Helfer. Denn meiner Meinung nach haben wir als Gesellschaft eine Verantwortung für obdachlose Menschen.

Liebe Debora, vielen Dank für diese tollen Einblicke durch das Interview. Wir wünschen dir für deine selbstlosen Wünsche, dass sie alle in Erfüllung gehen.

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Diesen Beitrag haben wir veröffentlicht am 24.03.2021.