Fünf Tipps für wissenschaftlich geprüfte Klimaziele.
Die Science Based Targets initiative (SBTi) validiert Klimaziele – auch die von Bechtle. Chief Sustainability Managerin Veronika Gänsbauer ermutigt andere Unternehmen, diesen Schritt ebenfalls zu gehen, und gibt fünf praxisnahe Tipps mit auf den Weg.
Unterstützung von oben ist entscheidend.
„Wenn Klimaziele nur aus der Nachhaltigkeitsabteilung kommen, wird es zäh. Wir hatten von Anfang an den Rückhalt aus der Führungsebene. Der Vorstand sieht Klimaschutz als strategisches Ziel unseres Unternehmens. Besonders hilfreich ist, wenn die Entscheider:innen die Offenheit mitbringen, neue Wege einzuschlagen, die sich langfristig auszahlen.“
Konkret statt abstrakt.
„Die regulatorischen Anforderungen rund um Klimaziele sind oft technisch und abstrakt. Unsere Aufgabe ist es, sie so zu übersetzen, dass sie im Unternehmen verstanden werden. ‚Wir müssen die Fuhrparkemissionen um 50 Prozent reduzieren‘ – das allein reicht nicht. Wir müssen erklären: Welches Potenzial bieten moderne Antriebe im Kontext der Emissionen? Wie können wir die Flotte für die Reduktion nutzen? Der Schlüssel liegt in der Übersetzungsleistung.“
SBTi-konforme Ziele entfalten ihre Wirkung erst, wenn sich alle Bereiche als aktiver Teil dieser Ziele verstehen. Wenn jemand nicht genau weiß, was das Ziel bedeutet, wird er es auch nicht umsetzen.
Veronika Gänsbauer, Chief Sustainability Managerin, Bechtle AG
Weg von Excel.
„Zu Beginn haben wir gemerkt: Beim Thema Daten stößt man mit Excel-Tabellen und Ad-hoc-Umfragen schnell an Grenzen. Deshalb haben wir eine spezielle Software eingeführt und Prozesse etabliert, mit denen Verantwortliche ihre Umweltkennzahlen systematisch erfassen können – digital und strukturiert. Nur wenn wir die CO₂ -Welt ähnlich strukturiert abbilden wie die Euro-Welt, können wir wirklich steuern.“
Erklären statt predigen.
„SBTi-konforme Ziele entfalten ihre Wirkung erst, wenn sich alle Bereiche als aktiver Teil dieser Ziele verstehen. Wenn jemand nicht genau weiß, was das Ziel bedeutet, wird er es auch nicht umsetzen. Wir haben festgestellt, dass dafür eine gute interne Kommunikation entscheidend ist. Besonders bei Scope 3, also bei indirekten Emissionen entlang der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette, braucht es Dialog, klare Erklärungen und ausreichend Zeit.“
Scope 3 pragmatisch herunterbrechen.
„Scope 3 ist riesig – und zunächst oft einschüchternd. Eine einfache Wesentlichkeitsanalyse verschafft erste Klarheit. Mit Blick auf die 15 Kategorien hilft die Frage: Wo wird viel Geld ausgegeben? Hochrechnungen auf Basis von Kosten oder Mitarbeitenden sind ein guter Einstieg, um Prioritäten festzulegen – so wird Scope 3 handhabbar. Schritt für Schritt zeigen sich dann die größten Hebel für Emissionsreduktionen.“
Validierte Klimaziele von Bechtle.
Mit der Validierung unserer Klimaziele durch die Science Based Targets initiative (SBTi) bekennen wir uns zu einer klaren, wissenschaftlich fundierten CO₂-Reduktion. So leisten wir einen aktiven Beitrag zum 1,5-Grad-Ziel.