Digitale Transformation im Mittelstand – Herausforderungen, Potenziale und KI.
von Stefan Maurer
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Denkanstöße” hatte die IHK Heilbronn-Franken Ende vergangener Woche zum Thema „Wie KI und digitale Infrastruktur Geschäftsmodelle verändern” mit einem besonderen Fokus auf mittelständische Unternehmen eingeladen. Bechtle CEO Dr. Thomas Olemotz und Prof. Dr. Thomas Hess, Institutsdirektor Digital Management and New Media an der LMU Munich School for Management und Bechtle Aufsichtsrat, gaben dabei mehr als 200 Gästen einen Einblick in die Chancen einer entschlossenen Transformation, das disruptive Potenzial Künstlicher Intelligenz und neueste Forschungsergebnisse. Wir fassen die wichtigsten Aussagen und Punkte zusammen.
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E-Mail: stefan.maurer@bechtle.com
Dr. Thomas Olemotz
Foto: IHK Heilbronn-Franken
Die digitale Transformation im Mittelstand ist heute kein theoretisches Thema, das sich beliebig hinausschieben lässt, sondern eine unternehmerische Notwendigkeit, um die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen und des Wirtschaftsstandorts Deutschland zu sichern.
Dr. Thomas Olemotz
Marabu ist ein herausragendes Beispiel für den Mut, Dinge anders zu machen und die Potenziale der digitalen Transformation zu nutzen. Ganz konsequent. Die Verantwortlichen dort haben eines verstanden: Digitale Exzellenz ist heute ebenso wichtig wie – in diesem Fall – chemische Präzision.
Dr. Thomas Olemotz
Foto: IHK Heilbronn-Franken
Prof. Dr. Thomas Hess
Foto: IHK Heilbronn-Franken
Prof. Dr. Thomas Hess präsentierte darüber hinaus fünf wissenschaftlich fundierte Thesen, die eine Studie zusammenfassen, die er an der LMU in Zusammenarbeit mit der Schick Stiftung durchgeführt hat:
- Ohne Zielbild entsteht digitaler Wildwuchs
- Eine starke digitale Führungsrolle lohnt sich
- Offenheit für digitale Denkmuster ist ein Muss
- Spezial-IT stößt in der digitalen Transformation an ihre Grenzen
- Es bedarf der Integration in überregionale Ökosysteme
Am Anfang erfolgreicher digitaler Transformation steht also ein kundenindividueller strategischer Ansatz, der KI gezielt einbindet: von der Identifikation relevanter Potenziale über passende Anwendungsfälle bis hin zur organisatorischen Verankerung. So entsteht nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit, getragen von Technologie, Prozessen und Menschen.
Für einen Erfolg sind große Schritte notwendig. Wenn die Richtung fehlt, fehlt auch die Durchschlagkraft und Pseudolösungen funktionieren nicht. Es braucht eine Führungskraft, die das Thema vorantreibt, die Durchsetzungskraft und die nötigen finanziellen Mittel einbringt. Und der es gelingt, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit auf den Weg zu nehmen.
Prof. Dr. Thomas Hess